Du bist auf der Suche nach faszinierender Natur, einer artenreichen Tierwelt und einer Prise Abenteuer? Dann könnte eine Reise durch Ugandas Nationalparks genau das Richtige für dich sein. Uganda wird auch gerne als “Perle Afrikas” bezeichnet und bietet dir einzigartige Erlebnisse und unvergessliche Tierbegegnungen vor der Kulisse spektakulärer Landschaften.
Im Bwindi und Kibale Nationalpark gehst du auf Tuchfühlung mit Primaten, während du im Murchison Falls Nationalpark Bootsfahrten auf dem Nil unternehmen und die gleichnamigen Wasserfälle bestaunen kannst. Im Queen Elizabeth Nationalpark heftest du dich auf die Spuren der großen Katzen und in Lake Mburo kannst du an spannenden Walking Safaris und aufregenden Nachtpirschfahrten teilnehmen.
Und das sind nur einige von vielen Dingen, die man in den Nationalparks in Uganda unternehmen kann. In diesem Beitrag möchte ich dir meine persönlichen Top-Favoriten vorstellen, die wir auch im Zuge meiner Fotoreise Uganda besuchen.
Inhaltsverzeichnis
Wie viele Nationalparks gibt es in Uganda?

Stand heute gibt es in Uganda 10 Nationalparks und 12 Wildreservate sowie diverse Schutzgebiete und Community Wildlife Management Areas. Die Nationalparks in Uganda werden von der Uganda Wildlife Authority (kurz UWA) verwaltet, die auch die Gebühren und Eintrittspreise festlegt.
Die Gebiete zeichnen sich durch ihre artenreiche Tier- und Pflanzenwelt und die facettenreiche Landschaft aus. Bei einer Rundreise durch die Nationalparks lernst du die ganze Schönheit Uganda kennen. Du durchquerst tropische Regenwälder mit dichtem Dschungel, ausgedehnte Savannen, zerklüftete Berge und Vulkane und artenreiche Feuchtgebiete und Sumpflandschaften. Jeder Nationalpark in Uganda ist auf seine Art und Weise einzigartig und beschert dir unvergessliche Reiseerlebnisse.
Die schönsten Schutzgebiete befinden sich im Westen des Landes, an der Grenze zum Kongo. In den dicht bewaldeten, sattgrünen Regenwäldern findest du auch die streng geschützten Berggorillas und die aufgeweckten Schimpansen, unsere nächsten Verwandten.
Welche Nationalparks in Uganda sind am bekanntesten?

Im Grunde sind alle 10 Uganda Nationalparks sehenswert, jedoch ist es kaum möglich, sie alle im Rahmen einer Rundreise aufzusuchen. Die Straßen sind teilweise schlecht und die Distanzen lang. Du solltest bei deiner Reiseplanung auch berücksichtigen, dass die Sicherheitslage nicht überall im Land gleich ist. Das gilt speziell für den Norden des Landes und das Grenzgebiet zum Kongo.
Deshalb macht es Sinn, sich auf die bekanntesten Schutzgebiete Ugandas zu konzentrieren. In der folgenden Auflistung habe ich dir fünf Nationalparks in Uganda zusammengestellt, die wir auch im Rahmen meiner Fotoreise Uganda besuchen. Sie bieten dir ein umfassendes Safarierlebnis und decken alle Höhepunkte in Uganda ab.
Das sind die besten Nationalparks für eine Reise durch Uganda, die kaum Wünsche offen lässt:
Murchison Falls National Park

Der Murchison Falls Nationalpark im Nordwesten des Landes ist mit einer Größe von 3.840 km² der größte Nationalpark Ugandas. Er wurde 1952 gegründet, um die tierreiche Savannenlandschaft rund um die Murchison Fälle und den Viktoria-Nil zu schützen. Heute ist der Park aufgrund seines Artenreichtums und der zahlreichen Safari-Aktivitäten ein Fixpunkt auf fast jeder Uganda Rundreise. Neben dem Tierreichtum sind die spektakulären Murchison Falls, die zu den stärksten und wasserreichsten Wasserfällen der Welt zählen, ein absolutes Highlight für jeden Besucher.



Der Murchison Falls Nationalpark beherbergt 73 Säugetierarten, darunter 4 der legendären “Big Five” sowie die Rothschildgiraffe und die Uganda Kobe Antilope. Zusätzlich leben etwa 451 Vogelarten im Nationalpark, was ihn zu einem beliebten Safari-Ziel für Hobby-Ornithologen macht. Unter anderem kann der seltene Schuhschnabel bei einer Tour durch das Nildelta beobachtet werden.



Weitere beliebte Aktivitäten im Murchison Falls Nationalpark sind Game Drives, ein Abstecher zur Aussichtsplattform mit Blick auf die gewaltigen Wasserfälle oder eine Bootsfahrt auf dem Nil Richtung Unterseite der Fälle.
Eintritt: US $ 45,-
Highlights: Bootsfahrten, Game Drives
Unterkunftsempfehlung: Murchison River Lodge
Tipp: Abstecher ins Ziwa Rhino Sanctuary

Auf dem Weg von Kampala in den Murchison Falls Nationalparks besteht die Möglichkeit, einen Zwischenstopp im Ziwa Rhino & Wildlife Park einzulegen, um die gefährdeten Breitmaulnashörner zu beobachten.
Queen Elizabeth Nationalpark

Der Queen Elizabeth Nationalpark (kurz QENP) wurde 1952 zu Ehren der britischen Königin Queen Elizabeth II gegründet. Er erstreckt sich über eine Fläche von 1.978 km² und liegt im Westen Ugandas, an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Der Queen Elizabeth Nationalpark zählt zu den bekanntesten Uganda Nationalparks und ist berühmt für seine weitläufige Savannenlandschaft.



Er bietet, vor allem rund um die Kasenyi-Plains, beste Chancen auf Löwen- und auch Leopardenbegegnungen, die noch erhöht werden können, wenn man ein geführtes Predator-Tracking bucht. Dabei folgt man gemeinsam mit Rangern und Forschern den Signalen der mit Tracking-Halsbändern ausgestatteten Großkatzen. Offroad fahren ist erlaubt, was die Chancen auf Sichtungen in dem weitläufigen Gebiet drastisch erhöht.

Im Ishasha-Sektor im Südwesten des Parks stehen die Chancen hoch, im Zuge eines Game Drives die berühmten baumkletternden Löwen zu sichten. Ein weiteres Highlight für jeden Touristen ist die Bootssafari auf dem Kazinga Channel, ein 32 Kilometer langer Wasserweg, der den Georgsee mit dem Eduardsee verbindet. Bei der Bootstour hast du beste Chancen, große Säugetiere wie Elefanten, Flusspferde oder Büffel an den Uferbänken zu beobachten und zu fotografieren.



Insgesamt beherbergt der artenreiche Nationalpark beeindruckende 93 Säugetier- und 600 Vogelspezien und zählt damit zu den beliebtesten Nationalparks Ugandas. Sehr häufig bekommt man Elefanten, Wasserböcke, Kaffernbüffel und Uganda-Kobs vor die Linse. In der nahe gelegenen Kyambura Schlucht kann man außerdem Schimpansen- Trekkings buchen – zu einem deutlich günstigeren Preis als in Kibale.
Eintritt: US $ 40,-
Highlights: Bootsfahrt auf dem Kazinga-Channel, Lion Predator Tracking
Unterkunftsempfehlung: Marafiki Safari Lodge
Kibale National Forest Nationalpark

Der Kibale Nationalpark in der Nähe von Fort Portal im Westen Ugandas wurde 1993 gegründet. Er erstreckt sich über eine Fläche von ca. 766 km² und ist geprägt von dichtem, immergrünem Regenwald. Wegen des hohen Waldanteils ist die Sichtungswahrscheinlichkeit für Schimpansen überdurchschnittlich hoch. Sie wird mit 95% angegeben.






Insgesamt leben etwa 1.500 Schimpansen in etwa 15 Gruppen im Kibale Nationalpark. Einige dieser Schimpansen-Communities sind habituiert, sprich an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt und für Touristen zugänglich. Man kann sie im Rahmen einer geführten Wanderung besuchen und eine Stunde mit ihnen verbringen. Das Schimpansen-Tracking kostet aktuell 250 US $ pro Person.
Der Kibale Wald Park verfügt über eine der höchsten Primatendichten der Welt. Neben Schimpansen leben Rote und Weiße Colobus Affen, Schwarzweiße Stummelaffen, Bushbabys und Vollbartmeerkatzen in dem Gebiet.
Eintritt: US $ 40,-
Highlights: Schimpansen Trekking | US $ 250 für das Permit
Unterkunftsempfehlung: Turaco Tree Top Lodge
Bwindi Impenetrable Nationalpark

Von allen Uganda Nationalparks ist der Bwindi Impenetrable Nationalpark vermutlich der bekannteste. Und das nicht ohne Grund: Gegründet im Jahr 1991 beherbergt der Park die Hälfte der weltweiten Berggorilla-Population. Etwa 500 Individuen leben in den dichten Regenwäldern in Südwest-Uganda. Seit 1994 zählt der Gorilla Nationalpark zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er befindet sich im Südwesten des Landes und grenzt an die Demokratische Republik Kongo sowie den Zentralafrikanischen Graben.



Der Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark zählt neben Ruanda und dem Kongo zu den besten Regionen der Welt, um die vom Aussterben bedrohten Berggorillas in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten.



Eine Reise zu den Berggorillas im Bwindi Park ist ein unvergessliches Abenteuer und mit Sicherheit der Höhepunkt einer jeden Safari durch Uganda. Sichere dir dein Permit zeitgerecht, denn pro Tag dürfen pro habituierter Familie maximal 8 Personen beim Gorilla Trekking teilnehmen.
Eintritt: US $ 40,- | US $ 800 für das Gorilla Tracking Permit
Highlights: Gorilla Trekking
Unterkunftsempfehlung: Unterkunft ist abhängig vom Sektor, wo das Gorilla Trekking stattfindet. Haven Lodge (Buhoma Sektor) oder Ichumbi Lodge (Rushaga Sektor).
Lake Mburo Nationalpark

Der 1983 gegründete Lake Mburo Nationalpark wird oft als Zwischenstopp bei der Rückreise vom Bwindi Impenetrable Nationalpark nach Kampala angefahren. Der nur 260 km² große Park überzeugt mit einer beeindruckenden Anzahl an Tieren, allerdings leben in dem Gebiet keine Löwen. Damit ist er perfekt geeignet für eine geführte Safari zu Fuß. Gemeinsam mit einem erfahrenen Ranger wanderst du durch die facettenreiche Landschaft und machst dich auf die Suche nach den Tieren, die im Park leben.



Die Chancen stehen hoch, Zebras, Giraffen, Antilopen und andere Arten aus nächster Nähe zu sehen und zu fotografieren. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, wenn man inmitten der Natur von diesen majestätischen Tieren umgeben ist, anstatt diese nur aus dem Auto zu betrachten.



Ein weiteres Highlight für Touristen in Lake Mburo Park sind die Nachtpirschfahrten, die extra gebucht werden können. Damit ermöglicht man den Besuchern, mit etwas Glück, den scheuen, im Park heimischen Leoparden zu Gesicht zu bekommen.
Eintritt: US $ 40,-
Highlights: Walking Safaris (US $ 25,- pro Person), Nachtpirschfahrt (US $ 30,- pro Person)
Unterkunftsempfehlung: Rwakobo Rock Lodge
Fazit zu meinen Top-5 Uganda Nationalparks
Diese fünf Nationalparks zeigen die unglaubliche Vielfalt und Naturschönheiten Ugandas – von dichten Regenwäldern über endlose Savannen bis zu malerischen Seenlandschaften. Uganda ist ein Naturparadies, das Fotografen und Naturliebhaber sowohl mit seiner spektakulären Landschaft als auch der vielfältigen Tierwelt in seinen Bann zieht.
Weitere bekannte Nationalparks in Uganda
Weitere erwähnenswerte Nationalparks sind der abgelegene Kidepo Valley Nationalpark im Nordosten des Landes, der Mgahinga Gorilla Nationalpark im Süden an der Grenze zu Ruanda, der Rwenzori Mountains Park und der recht unbekannte Mount Elgon Nationalpark im Osten Ugandas. Der Kidepo Valley Nationalpark ist aktuell der einzige Ort in Uganda, wo man Geparden in freier Wildbahn beobachten kann. Der Mgahinga Park ist neben Ruanda eine gute und weniger überlaufene Alternative für Gorilla Tracking. Neben Gorillas kommt in Mgahinga auch die seltene Goldmeerkatze vor.
Hast du Interesse an einer Rundreise durch die schönsten Uganda Nationalparks? Dann schau dir doch meine exklusive Fotoreise Uganda an. In einer kleinen Gruppe erkunden wir alle Highlights dieses vielseitigen Landes. Die Reise ist auf die Bedürfnisse von Fotografen optimiert und enthält jeweils ein Schimpansen und ein Gorilla Permit.
