Wer sich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidet – sei es eine Spiegelreflexkamera oder auch eine Systemkamera – kommt irgendwann nicht darum herum, sich auch mit dem Thema Objektiv intensiver auseinanderzusetzen. Kameraobjektive gibt es wie Sand am Meer, für unterschiedliche Einsatzzwecke und natürlich in verschiedensten Preiskategorien. Einen Objektiv Vergleich zu machen und sich dann noch für eines zu entscheiden, kann zu einer echten Herausforderung werden!

Großer Objektiv Vergleich: welches Kameraobjektiv ist das richtige für dich?

Die vielen Abkürzungen, Zeichen und technischen Angaben, mit welchen Objektive beschrieben werden, können gerade für Einsteiger ziemlich verwirrend sein und erweisen sich oft als wenig hilfreich. Um dir deine Entscheidung zu erleichtern und etwas Licht in den Objektivdschungel zu bringen, habe ich diesen umfangreichen Objektiv Vergleich für dich erstellt.

Anhand verschiedener Beispiele zeige ich dir, welche Objektive es gibt und für welche Einsatzzwecke sie sich eignen. Außerdem erkläre ich dir möglichst einfach und verständlich, was die Angaben und Zahlen in der technischen Beschreibung eines Objektivs bedeuten und was du bei der Auswahl deines neuen Kameraobjektivs beachten musst.

Ein offenes Wort zu Beginn: Ich fotografiere seit Jahren zufrieden mit Nikon und Nikkor Objektiven, daher wird dieser Artikel auch vorwiegend Nikon Produkte behandeln bzw. die Abbildungen Nikon Objektive zeigen. Wo immer es geht werde ich versuchen, dir das entsprechende Äquivalent bzw. die entsprechende Bezeichnung für Canon dazuzuschreiben.

Und weil es heutzutage leider auch wichtig ist zu betonen: ich habe für diesen Artikel kein Geld bekommen und meine komplette Kameraausrüstung selbst bezahlt!

Objektiv_Vergleich_Nikon_Fotografie
Ich fotografiere seit Jahren mit einer Kameraausrüstung von Nikon

Warum lohnt es sich in ein gutes Objektiv zu investieren?

Die Frage, ob die Kamera oder das Objektiv wichtiger für ein gutes Foto ist, gehört zu den meistgestellten und wohl auch meist gesuchten Fragen im Fotografiebereich. Die Antwort darauf ist natürlich subjektiv, eine allgemein gültige, wissenschaftlich belegte Wahrheit gibt es nicht, denn im Optimalfall ergänzen sich Kamera und Objektiv und sorgen so für ein qualitativ hochwertiges Ergebnis.

Unumstritten ist jedoch, dass das Objektiv maßgeblichen Einfluss auf die Bildgestaltung und Bildqualität hat. Du kannst es dir auch so vorstellen, dass das Objektiv das Auge deiner Kamera ist. Es definiert über die Brennweite den Bildausschnitt, bestimmt mit der Blende die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft und bietet zudem gestalterische Möglichkeiten, wie z.B. ob der Hintergrund scharf oder unscharf abgebildet wird. Die Qualität der Verarbeitung – vor allem die des Glases – hat auch Einfluss auf die Schärfe und die Farbwiedergabe eines Fotos.

Objektiv Vergleich Festbrennweite 50mm
Das Objektiv ist quasi das Auge deiner Kamera, daher lohnt es sich in gute Qualität zu investieren

Hochwertige Objektive sind zudem ziemlich wertstabil und überdauern auch meistens einige Kameragenerationen. Während neue Kameras quasi im Jahrestakt auf den Markt kommen, ist die durchschnittliche Lebens- bzw. eigentlich Verkaufsdauer eines Objektivs viel höher.

Auch ich würde dir daher eher raten, in ein paar ausgesuchte, hochwertige Linsen zu investieren, anstatt jedes Jahr den neuesten Kamerabody zu erwerben. Denn bist du grundsätzlich mit der Abbildungsqualität und dem Handling deiner Kamera zufrieden, so wirst du das auch noch in den kommenden Jahren sein, egal welche Features die hochgelobte neue Generation bietet! Und mit einem richtig guten Objektiv lässt sich vermutlich mehr aus deiner Kamera herausholen, als du je zu träumen gewagt hättest.

Soweit zum Basiswissen. Doch wie erkennst du nun ein gutes Objektiv und wie sind die technischen Daten zu interpretieren?


Objektiv Vergleich – Die technischen Daten

APS-C vs. Vollformat – was ist der Unterschied?

Welche Objektive gibt es?


Hilfe! Was bedeuten die Abkürzungen und Zahlenangaben auf dem Objektiv?

Wer sich nach Objektiven umsieht, findet sich schnell in einem Zahlensalat gespickt mit ein paar technischen Ausdrücken wieder. Ich möchte dir anhand von einem klassischen Beispiel zeigen, wie man diese Informationen korrekt liest und was diese bedeuten.

Objektiv Vergleich technische Daten
Die Zahlenangaben am Objektiv verraten dir, für welchen Einsatzzweck sich die Linse eignet

Nehmen wir als erstes Beispiel das „Immerdrauf“-Objektiv meiner Nikon Spiegelreflexkamera D7100*.

AF-S DX NIKKOR 16–85 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Häähh? Wenn du dich noch nie damit beschäftigt hast, verstehst du vermutlich erstmal Bahnhof, aber keine Sorge, so schlimm ist es wirklich nicht! Schauen wir uns das Ganze mal im Detail an:

AF-S: „AF“ steht für Autofokus und bedeutet, dass das Objektiv automatisch auf ein Motiv scharf stellen kann. Das funktioniert schneller und genauer als das manuelle Fokussieren und bietet besonders bei bewegten Motiven einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Es gibt übrigens kaum mehr moderne Objektive, die NICHT über einen Autofokus verfügen! Ergänzt wird diese Abkürzung hier durch den Zusatz „S“. Dieser bedeutet, dass der Autofokus mit einem Ultraschallmotor betrieben wird und damit noch leiser und exakter funktioniert. „AF-S“ steht also für ein Objektiv mit Autofokus, der durch einen Ultraschallmotor betrieben wird. Den Ultraschallmotor selbst bezeichnet Nikon als SWM (=Silent Wave Motor). Bei Canon Objektiven lautet diese Abkürzung „USM“ (=Ultra Sonic Motor).

DX: „DX“ ist Nikons Abkürzung für Kameras mit APS-C Sensor bzw. auch für Objektive die für APS-C Kameras geeignet sind. Objektive für Vollformatkameras bzw. auch die Kameras selbst, werden mit „FX“ gekennzeichnet. Den Unterschied zwischen APS-C und Vollformat und was das für die Wahl deines Objektivs bedeutet, erkläre ich dir im nächsten Abschnitt. Canon APS-C Objektive werden übrigens mit „EF-S“ gekennzeichnet, Vollformatobjektive einfach nur mit „EF“.

NIKKOR: Das ist ganz einfach der Markenname für die Objektive aus dem Hause Nikon.

16-85 mm: diese Millimeterangaben beziehen sich auf die Brennweite deines Objektiv. Die Brennweite definiert im Grunde den Bildwinkel und damit den Bildausschnitt deines Fotos. Je höher die Brennweite, desto enger der Bildwinkel und desto kleiner der Bildausschnitt. Wird die Brennweite am Objektiv, wie in unserem Fall, mit einem „von bis“ Wert definiert, handelt es sich um ein Zoomobjektiv und du kannst den Bildausschnitt durch das Drehen eines Rings am Objektiv verändern.

Objektiv_Vergleich_Zooms
Hier siehst du zwei Zoomobjektive. Links den 70-300 mm Telezoom, rechts den 16-85 mm Standardzoom

1:3,5-5,6: Nach der Brennweite folgen noch mehr Zahlen, doch auch diese sind einfach erklärt. Diese Angabe definiert die kleinstmögliche Blendenzahl. Die Blende bestimmt, wieviel Licht maximal auf den Sensor fallen kann. Je kleiner die Zahl, desto weiter lässt die Blende sich öffnen und desto mehr Licht kann auf den Sensor treffen. Objektive mit sehr kleinen Blendenzahlen wie z.B. 1:1,8 bezeichnet man daher auch als „lichtstarke“ Objektive. Eine „von bis“ Angabe, wie in diesem Fall, bedeutet übrigens, dass sich der kleinstmögliche Blendenwert mit zunehmender Brennweite erhöht. Wenn ich bei diesem Objektiv die vollen 85 mm Brennweite ausnutze und so ein Objekt heranzoome, kann ich nur noch bis maximal 5,6 abblenden. Das Objektiv ist also im Weitwinkelbereich lichtstärker, als bei Verwendung der maximalen Brennweite.

Tipp: Statt der Kennzeichnung 1:3,5-5,6 könnte übrigens auch f/3,5-5,6 stehen, die Bedeutung wäre dieselbe.

ED: Diese Abkürzung bezieht sich auf das im Objektiv verwendete Glas. „ED“ steht für „extra low dispersion“ und bezeichnet ein Glas, das Farbfehler und Verzeichnungen besonders effektiv korrigiert. Bei Canon heißt dieses Glas übrigens „UD“ (=ultra low dispersion).

VR: steht für „Vibration Reduction“ und bezeichnet den im Objektiv eingebauten Bildstabilisator. Dieser hilft Verwacklungen zu reduzieren und ermöglicht es so auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei langer Brennweite noch aus der Hand zu fotografieren. Objektive mit eingebautem Bildstabilisator sind meistens etwas teurer, doch ich persönlich würde ihnen jederzeit den Vorzug geben. Bei Canon heißt dieser Verwacklungsschutz übrigens „IS“ (=Image Stabilizer), bei Sigma OS (=Optical Stabilizer) und bei Tamron VC (=Vibration Compensation).

M/A-M: wird auch als Fokusmodusschalter bezeichnet. Hier kannst du zwischen Autofokus oder manuellem Fokus wählen. In manchen Situationen kann es durchaus Sinn machen, manuell zu fokussieren, zum Beispiel bei Nachtaufnahmen, wenn der Autofokus wegen des schwachen Lichts versagt.

Objektiv_Vergleich_Festbrennweite_50mm2
Bei diesem Objektiv handelt es sich um eine lichtstarke Festbrennweite (50 mm 1:1,8). Links siehst du den Fokusmodusschalter

Objektiv Vergleich APS-C vs. Vollformat: Woran erkenne ich das richtige Objektiv?

Sehr wichtig für den Erwerb eines neuen Objektivs ist auch die Frage, ob du mit einer APS-C oder einer Vollformatkamera fotografierst. APS-C bzw. Vollformat bezieht sich dabei auf die Größe des Sensors. Der APS-C Sensor ist kleiner als der Vollformatsensor, was zur Folge hat, dass die Ränder eines Bildes quasi abgeschnitten werden. Der Bildausschnitt einer APS-C Kamera ist also kleiner, als der einer Vollformatkamera. Dieser Unterschied, bzw. das Verhältnis, in dem das Bild beschnitten wird, wird auch als „Crop-Faktor“ bezeichnet. Bei Nikon beträgt dieser 1,5, bei Canon sind es 1,6.

Objektiv_Vergleich_APS_C_Vollformat
Diese Abbildung veranschaulicht den sogenannten „Crop-Faktor“

Sprich, wenn ich mit einer APS-C Kamera und einer Brennweite von 50 mm fotografiere, entspricht das eigentlich einer Brennweite von 75-80 mm, je nach Hersteller. In gewissen Fotografiesituationen, z.B. auf einer Safari, kann das sogar von Vorteil sein, da ein 300 mm Objektiv auf einer APS-C Kamera einer „realen“ Brennweite von 450 mm entspricht.

Ich möchte hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen, sondern eigentlich darauf zurückkommen, was dieser Crop-Faktor  im Zusammenhang mit der Auswahl des richtigen Objektivs bedeutet.

Wie ich dir im vorhergehenden Absatz schon erklärt habe, sind normalerweise Kameras als auch Objektive mit dem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet. Bei Nikon bezeichnet „DX“ die APS-C Kameras und Objektive und „FX“ die Vollformatkameras und Objektive. Wenn du eine Einsteigerkamera besitzt, hast du zu 99% eine APS-C Kamera, da Vollformatkameras sehr teuer sind und sich so eine Anschaffung für Anfänger auch gar nicht lohnt.

Nikon D850 Test im Vergleich mit der D7100
Links die Nikon D850, eine Vollformatkamera, rechts unsere Nikon D7100, eine APS-C Kamera.

Der Vorteil einer APS-C Kamera? Du kannst sowohl APS-C als auch Vollformatobjektive an deiner Kamera verwenden. Beim Einsatz eines Vollformatobjektivs musst du nur beachten, die angegebene Brennweite mit dem Crop-Faktor zu multiplizieren. So wird aus einem 24 mm Weitwinkelobjektiv Vollformat an einer APS-C Kamera schon fast ein Normalbild, da es in Wirklichkeit 35 mm entspricht.

Wer in ein teures 24 mm Weitwinkelobjektiv investiert und dieses an einer APS-C Kamera montiert, wird daher schnell enttäuscht sein, denn dieser Bildausschnitt entspricht nicht mehr dem, was man sich unter einem klassischen Weitwinkel vorstellt. Um einen Bildausschnitt von 24 mm Vollformat abzubilden, musst du bei APS-C auf ein 15-16 mm Objektiv zurückgreifen.

Hier noch eine Übersicht der gängigen Brennweiten APS-C vs. Vollformat

BrennweitenvergleichAPS-C-SensorVollformat-Sensor
Weitwinkel10 - 24 mm14 - 35 mm
Normalbild24 - 35 mm35 - 50 mm
Teleüber 35 mmüber 50 mm

Alle Brennweiten ab 35 mm (APS-C) bzw. 50 mm (Vollformat) bezeichnet man durchwegs schon als Teleobjektive, da sie das Motiv näher heranholen, sprich es wird formatfüllender abgebildet.

Wie finde ich das passende Objektiv für meine Bedürfnisse?

Welches Objektiv für dich das richtige ist, hängt stark davon ab, was du eigentlich fotografieren möchtest. Ein Landschaftsfotograf hat andere Bedürfnisse als jemand, der hauptsächlich Portraits macht. Gott sei Dank gibt es aber auch Objektive, die einen flexiblen Brennweitenbereich abdecken und sich so für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen. Gerade für Einsteiger, die noch nicht genau wissen, wo ihre Vorlieben liegen, ist das sehr hilfreich.

Die folgende Aufzählung hilft dir, einen Überblick über die verschiedenen Objektiv Kategorien und Einsatzzwecke zu erlangen.

Objektiv Vergleich: Welche Objektive gibt es?

Kitobjektive/ Standardzoom

Die meisten Kameras kommen in einem sogenannten „Kit“, das heißt die Kamera wird zusammen mit einem Einsteigerobjektiv zu einem attraktiven Preis angeboten.

Grundsätzlich reichen die Kitobjektive am Anfang auch aus, um die Grundlagen der Fotografie zu erlernen und ein Gefühl für die Kamera zu bekommen. Beim Kitobjektiv handelt es sich meistens um einen sogenannten Standardzoom, der die wichtigsten Brennweitenbereiche – Weitwinkel bis leichtes Tele – abdeckt.

Mit diesem Brennweitenumfang bist du für Landschaftsaufnahmen, Architektur, aber auch Portraits und Street Photography gut gerüstet!

Bei APS-C Kameras ist das klassisch ein Objektiv mit etwa 18-55 mm Brennweite.

Nikon: AF-S DX NIKKOR 18–55 mm 1:3,5–5,6G VR II*

Canon: EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II*

Wer etwas mehr Weitwinkel und einen größeren Brennweitenbereich sucht, wird mit diesen Standardobjektiven sehr glücklich werden:

Nikon: AF-S DX NIKKOR 16–85 mm 1:3,5–5,6G ED VR* (mein „Immerdrauf“ seit fast 8!!! Jahren, 80% der Bilder auf diesem Blog sind damit entstanden)

Canon: EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM*

Objektiv_Vergleich_Standardzoom
Ich fotografiere seit Jahren mit einem Standardzoom mit 16-85 mm Brennweite

Für Einsätze bei schlechten Lichtbedingungen und Abends wünscht man sich oft ein wenig mehr Lichtstärke. Auch für dieses Bedürfnis gibt es mittlerweile die passenden Standardzooms.

Nikon: Nikon AF-S DX Nikkor ED VR 16-80 mm 1:2 8-4E*

Canon: EF-S 17-55mm 1:2,8 IS USM*

Sehr interessant sind auch Objektive von Fremdherstellern. Sigma und Tamron Objektive überzeugen mit Abbildungsqualität und hochwertiger Verarbeitung und sind sowohl für Nikon, als auch für Canon Kameras erhältlich. Äußerst beeindruckend ist auch die Lichtstärke dieser Standardzooms, weshalb ich sie in diesem Objektiv Vergleich unbedingt erwähnen möchten!

Sigma:

17-70 mm, f2,8-4,0 DC, Makro, OS, HSM, gibt es für Nikon*, Canon*, Pentax* & Sony* Spiegelreflexkameras

17-50 mm, f2,8 EX DC OS HSM, gibt es für Nikon*, Canon*, Pentax* & Sony* Spiegelreflexkameras

Tamron:

Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC, gibt es für Canon* & Nikon* Spiegelreflexkameras

Objektiv_Vergleich_Standardzoom_Landschaft
Ein Beispiel für ein Landschaftsbild, das ich mit meinem Standardzoom und mit 16 mm Brennweite aufgenommen habe.

Objektiv Vergleich: Was taugen Reisezooms?

Unter einem Reisezoom versteht man ein Objektiv, das einen großen Brennweitenbereich abdeckt. Mit einem Reisezoom bist du für alle Fotosituationen gewappnet und erleichterst zudem noch dein Gepäck. Ideal für alle, die zum Beispiel nur mit Handgepäck unterwegs sind. Außerdem entfällt natürlich auch der Objektivwechsel, der oft mühsam und vor allem in staubiger Umgebung auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist.

So ein Objektiv klingt also fast wie die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Trotzdem sollte man sich immer bewusst sein, dass es die Grenzen der Physik unmöglich machen, ein ultimatives Objektiv für jegliche Fotosituation zu bauen. Man muss also immer ein paar Kompromisse eingehen. Bei einem Reisezoom sind das die Abbildungsqualität und die Schärfeleistung, weshalb diese Allrounder bei Profis keinen guten Ruf genießen.

Auch wenn ich selber keinen benutze, sind Reisezooms der neuesten Generation meiner Meinung nach qualitativ aber durchaus brauchbar, vor allem für Hobbyfotografen, die Wert auf ein kompaktes Fotogepäck legen.

Das Tamron 16-300mm F/3,5-6,3 DI II N/AF VC PZD Macro ist einer der besten Reisezooms am Markt und für Canon*, Nikon* & Sony* Spiegelereflexkameras mit APS-C Sensor erhältlich.

Objektive im Vergleich: welches ist das richtige?

Telezoom/ Teleobjektiv

Wer statt auf einen Reisezoom auf Differenzierung setzt, wird um die Anschaffung eines Telezooms nicht herumkommen, um sein Equipment im oberen Brennweitenbereich zu ergänzen. Ein Telezoom funktioniert genauso wie ein Standardzoom, allerdings in einem höheren Brennweitenbereich. 50 – 200 mm oder 70 – 300 mm sind typische Brennweiten für einen klassischen Telezoom.

Objektiv_Vergleich_Telezoom_300mm
AF-S Zoom-Nikkor 70-300mm 1:4,5-5,6G VR

Ein Teleobjektiv benötigst du in allen Fotografiesituationen, in denen du ein Motiv näher heranholen möchtest. Ein klassisches Beispiel für diesen Einsatzbereich ist das Fotografieren auf Safari oder von Tieren allgemein. Auch für Sportfotografie ist ein gutes Teleobjektiv unerlässlich.

Objektiv Vergleich Telezoom Elefant
Mit einem Telezoom kannst du entfernte Motive heranholen. Dieses Elefantenportrait wurde mit 300 mm Brennweite geschossen.

Leider sind die meisten leistbaren Telezooms mit kleinsten Blendenwerten von 5,6-6,3 nicht sehr lichtstark, was das Fotografieren bei schlechtem Licht schwierig macht. Dazu kommt, dass eine lange Brennweite kürzere Belichtungszeiten nötig macht, denn als Faustregel gilt, dass die Belichtungszeit maximal dem Umkehrwert der Brennweite entsprechen sollte, um ein scharfes Foto zu bekommen. Je kürzer, desto besser. Im Fall von 300 mm wäre das zum Beispiel eine Belichtungszeit von 1/320 Sekunden. Da wir auch hier wieder den Crop-Faktor berücksichtigen müssen und 300 mm auf APS-C einer realen Brennweite von 450 mm entsprechen, müsste man eigentlich mit 1/500 belichten, um auf der sicheren Seite zu sein.

Empfohlene Telezooms für Einsteiger (unter € 1.000,-)

Nikon: AF-S Zoom-Nikkor 70-300mm 1:4,5-5,6G VR*

Canon: EF 70-300mm 1:4-5,6 IS II USM*

Sigma 70-300mm F4,0-5,6 DG Makro, gibt es für Nikon*, Canon*, Pentax* & Sony* Spiegelreflexkameras.

Tamron AF SP 70-300mm 4-5.6 Di VC USD, gibt es für Nikon*, Canon* & Sony* Spiegelreflexkameras.

Tamron 100-400mm F/4.5-6.3 Di VC US, gibt es für Nikon* & Canon* Spiegelreflexkameras.

Objektiv_Vergleich_Tele
Das 70-300 mm Telezoom Objektiv von Nikon in voller Länge

Natürlich gibt es auch lichtstarke Telezooms und Teleobjektive, allerdings sind diese nicht ganz günstig. Ein 400 mm Teleobjektiv mit Blende 2,8 kostet schnell mehr als ein Kleinwagen und lohnt sich daher wirklich nur für Berufsfotografen im entsprechenden Genre (professionelle Natur- oder Sportfotografie).

Eine Alternative für ambitionierte Hobbyfotografen können lichtstarke Telezooms mit etwas weniger Brennweite sein (eventuell in Verbindung mit einem Teleconverter):

Nikon: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED*

Canon: EF 70-200 mm 1:2,8 L IS II USM*

Tamron SP 70-200mm F/2.8 Di VC USD G2, gibt es für Nikon* & Canon* Spiegelreflexkameras

Festbrennweite

Auch eine Festbrennweite sollte in der Kameratasche eines jeden ambitionierten Fotografen nicht fehlen. Als Festbrennweite bezeichnet man ein Objektiv mit einer einzigen, fix eingestellten Brennweite. Typische Brennweiten bei einer Festbrennweite sind zum Beispiel 35 mm oder 50 mm. Im Unterschied zum Zoomobjektiv kannst du mit einer Festbrennweite den Bildausschnitt nicht bequem durch zoomen verändern, sondern musst dich selbst bewegen.

Durch den eingeschränkten Bildwinkel musst du dich intensiver mit dem Motivabstand, der Perspektive und der Bildkomposition an sich beschäftigen. Eine Festbrennweite „nötigt“ dich also quasi zu mehr Kreativität in der Bildgestaltung und hilft dir so, dein fotografisches Auge zu verbessern.

Objektiv_Vergleich_Festbrennweiten
Links eine 50 mm Festbrennweite, rechts eine 35 mm Festbrennweite

Ich gebe zu, mir fiel es anfangs schwer mit einer Festbrennweite zu fotografieren. Jahrelanges fotografieren mit meinem Standardzoom hatte mich ganz schön faul gemacht und ich musste erst wieder lernen, Motive durch aktiven Positionswechsel und den Einsatz meiner Füße in Szene zu setzen.

Gerade für Portraits oder Detailaufnahmen möchte ich meine Festbrennweiten nun aber nicht mehr missen. Durch die hohe Lichtstärke von f/1,8 oder in manchen Fällen sogar f/1,4 kannst du dein Motiv toll in Szene setzen. Eine weit geöffnete Blende hat nämlich den Effekt, dass der Hintergrund verschwimmt und sich dein Motiv quasi davon abhebt. „Freistellen“ nennt man das in der Fachsprache und der verschwommene Hintergrund wird auch als „Bokeh“ bezeichnet. Je qualitativ hochwertiger das Objektiv, desto schöner und weicher ist normalerweise das Bokeh.

Anbei zeige ich dir zwei ganz unterschiedliche Portraits, die ich mit meiner 35 mm Festbrennweite aufgenommen habe. Das erste Bild entstand spontan im Rahmen eines Marktbesuches auf Bali, das zweite Foto ist das Ergebnis eines Fotoshootings in Barcelona. In beiden Fällen spielte die Festbrennweite ihre ganzen Stärken aus. Speziell beim zweiten Bild sieht man den Effekt vom Freistellen sehr gut.

Junge am Markt, Bali 2016
Junge auf Bali fotografiert mit 35 mm Festbrennweite
Objektiv_Vergleich_Festbrennweite_Portraits
Outdoor Portrait aus Barcelona mit der 35 mm Festbrennweite

Festbrennweiten haben noch weitere Vorteil. Erstens sind Sie leicht und handlich und nehmen so kaum Platz in deinem Reisegepäck weg. Und zusätzlich sind sie auch noch verhältnismäßig billig. Es ist kaum zu glauben, dass man das auch einmal im Zusammenhang mit der Fotografie sagt, aber gute Festbrennweiten sind tatsächlich schon sehr günstig zu haben.

Die Einsteiger-Festbrennweite von Canon kostet zum Beispiel nur rund 100 €, das Äquivalent von Nikon ist für knapp 200 € zu haben.

Nikon 35 mm f/1,8: AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G *

Nikon 50 mm f/1,8: Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G*

Canon 50 mm f/1,8: Canon EF 50mm 1:1.8 STM*

Etwas teurer, aber dafür noch lichtstärker sind die Objektive mit Offenblende f/1,4:

Nikon 50 mm f/1,4: Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G*

Canon 50 mm f/1.4: Canon EF 50mm 1:1.4 USM*

Wer noch mehr Qualität und Lichtstärke haben will, sollte sich unbedingt die Festbrennweiten der Sigma ART-Linie ansehen. Diese Objektive sind nicht mehr ganz günstig, bieten aber eine tolle Abbildungsqualität.

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht das Sigma ART 35 mm f/1,4 DG HSM-Objektiv, das es für Nikon*, Canon*, Sony* & Pentax* Spiegelreflexkameras gibt.

Weitwinkel

Ein Weitwinkelobjektiv ist unverzichtbar, wenn man Landschaftspanoramen aber auch architektonische Kunstwerke in ihrer vollen Pracht auf ein Bild bannen möchte. Natürlich ist es auch möglich ein Panoramabild im Nachhinein am Computer zusammenzusetzen, praktischer ist es trotzdem, wenn du eine Linse hast, die dir diesen zusätzlichen Arbeitsschritt erspart.

Objektiv_Vergleich_Weitwinkel_Architektur
Für dieses Bild der Karlskirche mitsamt der Reflexion schraubte ich mein Weitwinkelobjektiv an

Je kürzer die Brennweite, desto mehr kann man abbilden. Extreme Weitwinkel werden auch als Ultra-Weitwinkel bezeichnet. Bei APS-C Objektiven sprechen wir hier von Brennweiten zwischen 10 und 16mm, bei Vollformat sind es Brennweiten von ca. 14 – 24 mm.

Objektiv_Vergleich_Weitwinkel_Tokina
Das Ultra-Weitwinkelobjektiv von Tokina ist das einzige Fremdhersteller-Objektiv in meiner Kameratasche. Ausschlaggebend war die hohe Lichtstärke.

Neben beeindruckenden Panoramaaufnahmen gibt es noch einen weiteren Verwendungszweck für Weitwinkelobjektive: Sternenhimmel-, Milchstraßen– und Nordlichtfotos. Je weiter der Bildwinkel des Objektivs, desto besser gelingen normalerweise diese Aufnahmen. Erstens, weil du natürlich mit einem Weitwinkelobjektiv viel mehr vom Himmel bzw. der Umgebung auf das Foto bekommst und das Bild dadurch besser „wirkt“. Viel wichtiger ist allerdings zu wissen, dass die Brennweite auch einen Einfluss auch die Belichtungszeit hat.

Im Gegensatz zu normalen Nachtaufnahmen darf man den Sternenhimmel paradoxerweise nämlich nicht zu lange belichten, da sonst die Sterne wegen der Erdrotation als Striche abgebildet werden und nicht als Punkte. Die Kamera fängt also quasi bei zu langer Belichtungszeit die Bewegung der Erde mit ein.

Die gängige Formel, um die längste mögliche Belichtungszeit zu berechnen lautet übrigens 500/(Crop-Faktor*Brennweite). Aus dieser ergibt sich logischerweise, dass man mit einer kürzeren Brennweite länger belichten kann. Und das hilft ungemein, da Sternenhimmel-Fotografie immer der bestmögliche Kompromiss zwischen optimaler Belichtungszeit, notwendiger ISO und kleinstmöglichem Blendenwert (=größtmögliche Blendenöffnung) ist. Mit einer möglichst kurzen Brennweite, also einem sehr weitwinkeligen Objektiv in Verbindung mit guter Lichtstärke, muss ich die ISO nicht ganz so hochschrauben, was sich positiv auf die Bildqualität auswirkt, da ein hoher ISO-Wert eigentlich immer Bildrauschen zur Folge hat.

Objektiv_Vergleich_Sternenhimmel
Die Milchstraße im afrikanischen Busch aufgenommen mit dem Tokina 11-16 mm f/2,8 Ultra-Weitwinkelobjektiv

Ich hatte bei Landschaftsaufnahmen selten das Gefühl, dass die 16 mm Brennweite meines Standardzooms mich stark einschränken würden. Und wenn ich einmal wirklich mehr auf ein Bild bannen wollte, fotografierte ich mehrere Einzelaufnahmen, die ich dann in Lightroom zu einem Panorama zusammensetzte.

Als ich jedoch begann, mich mit Astrofotografie zu beschäftigen wurde mir ziemlich bald klar, dass ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv her musste. Und das ist – zumindest für Kameras mit APS-C Sensor – gar nicht so einfach zu finden! Aber es gibt eines, das alle wichtigen Punkte erfüllt und zudem noch extrem fair bepreist ist.

Das beste Ultra-Weitwinkelobjektiv für APS-C Kameras ist meiner Meinung nach das Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II, das für Nikon*, Canon* & Sony* Spiegelreflexkameras zu haben ist. Es bietet mit einem Brennweitenumfang von 11-16 mm sehr viel Weitwinkel und verfügt mit einem kleinsten Blendenwert von f/2,8 über eine enorm hohe Lichtstärke. Zudem ist die Abbildungsqualität und Schärfeleistung für diesen Preis (ca. 450 €) wirklich top!

Die Eigenprodukte der Hersteller in diesem Brennweitenbereich sind meist deutlich teurer und dabei weniger lichtstark:

Nikon: AF-P DX Nikkor 10-20mm 1:4.5-5.6G* (zum Preis von ca. 329 €)

Canon: EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM* (zum Preis von ca. 500 €)

Noch teurer wird es bei lichtstarken Weitwinkellinsen im Vollformatbereich:

Nikon: AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED* (ca. 1.900 €)

Canon: EF 16-35mm 1:2,8L III USM* (ca. 2.200 €)

Objektive für Spezialsituationen

Wir verwenden keines dieser im folgenden Absatz genannten Objektive und haben daher auch keine Beispielfotos dafür. Der Vollständigkeit halber möchten wir sie aber in unserem Objektiv Vergleich erwähnen, denn sie haben auf jeden Fall ihre Berechtigung, auch wenn sie in unserer persönlichen fotografischen Ausrichtung eine untergeordnete Rolle spielen.

Fisheye

Ein Fisheye Objektiv ist ein Objektiv, welches das Motiv quasi gewollt verzeichnet. Durch die spezielle Konstruktion der Linse werden gerade Linien, die nicht durch die Bildmitte verlaufen, gekrümmt dargestellt. Durch die extrem kurze Brennweite besitzt es einen sehr großen Bildwinkel von manchmal bis zu 220°, weit mehr, als man bei konventioneller Projektion erreichen kann. So gesehen ist ein Fisheye Objektiv eigentlich nichts anderes als ein extremes Ultra-Weitwinkelobjektiv, das dank der ungewöhnlichen Perspektive hauptsächlich für gestalterische Zwecke und coole Effekte eingesetzt wird.

Ob man so etwas wirklich braucht ist sicherlich Einstellungs- bzw. Geschmackssache. Mir persönlich wäre es zuviel Geld für eine Spielerei, die ich vermutlich nicht regelmäßig nützen würde.

Superzoom

Ein Superzoom ist nichts anderes als ein Telezoom, deckt aber einen noch höheren Brennweitenbereich ab. Ein solches Objektiv brauchst du eigentlich nur, wenn du viel Tier- bzw. Natur- oder Sportfotografie betreiben willst. Für die meisten Fotografen lohnt sich die Anschaffung eines solchen Riesenteils normalerweise nicht. Außerdem will der Einsatz und die Handhabung eines solchen Objektivs gelernt sein, denn mit Brennweiten jenseits der 300 mm fotografiert es sich nicht mehr so leicht aus der Hand.

Es erfordert viel Übung und Geduld, sowie Kenntnisse der Zusammenhänge zwischen Belichtungszeit und Brennweite, um mit einem Superzoom Objektiv verwacklungsfreie, scharfe Fotos schießen zu können.

Ich rate dir auf jeden Fall davon ab, so einen Superzoom für deine erste Safari einzupacken, ohne dich vorher ausgiebig damit zu beschäftigen!

Nikon: 200-500 mm / F 5.6 AF-S NIKKOR E ED VR* (ca. 1.500 €)

Tamron: SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD G2, gibt es für Nikon* & Canon* Spiegelreflexkameras (ca. 1.300 €)

Sigma: 150-600/5,0-6,3 DG OS HSM Sports, gibt es für Nikon* & Canon* Spiegelreflexkameras (ca. 1.500 €)

Makro-Objektive

Ein Makro-Objektiv ist ein  Objektiv, das es – abhängig vom Abbildungsmaßstab – ermöglicht, Objekte nahezu in Originalgröße auf dem Sensor abzubilden. Kennst du die Bilder von Insekten, Blütenpollen oder Wassertropfen? Das sind alles typische Makro-Motive, die mit diesem Spezialobjektiv effektvoll in Szene gesetzt werden.

Typisch für ein Makro-Objektiv sind auch eine hohe Lichtstärke und eine kurze Naheinstellgrenze. Als Naheinstellgrenze bezeichnet man die kürzest mögliche Distanz zwischen Sensorebene und Motiv, bei der das Motiv noch scharf gestellt werden kann. Da Makro-Aufnahmen eigentlich immer Nahaufnahmen sind macht es Sinn, dass die Naheinstellgrenze möglichst kurz ist. Wäre das nicht der Fall könnte man das Objekt der Begierde nicht mehr scharf stellen.

Ich persönlich verfüge nicht über viel Erfahrung in der Makro-Fotografie. Ich weiß allerdings von Kollegen, dass sie mit den folgenden beiden Objektiven sehr zufrieden sind und tolle Ergebnisse erzielen.

Nikon: AF-S Micro-Nikkor 105mm 1:2,8G VR*

Canon: EF 100 mm 2,8 L IS USM Macro-Objektiv*

Fazit meines großen Objektiv Vergleichs:

Die Auswahl des Objektivs hängt stark von den fotografischen Vorlieben des Benutzers ab. Einsteigern rate ich, mit dem Kitobjektiv die Grundlagen der Fotografie zu erlernen und die Ausrüstung nach und nach zu ergänzen. Eine Festbrennweite kann ich auf jeden Fall empfehlen, denn deren Einsatz hat absolut positive Auswirkungen auf die fotografische Entwicklung.

Alles weitere ergibt sich dann aus den persönlichen Vorlieben. Architekturliebhaber und Landschaftsfotografen wird es eher Richtung Weitwinkel ziehen, während Tierfans zum Teleobjektiv greifen werden.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass dir dieser umfangreiche Vergleich dabei hilft, dich im Objektivdschungel zu orientieren und die technischen Angaben besser zu verstehen. Natürlich ist es unmöglich, jedes einzelne auf dem Markt erhältliche Objektiv hier zu listen, geschweige denn es persönlich zu testen.

Mir war es wichtig, dir die wichtigsten Kategorien aufzulisten und möglichst auch für jedes Objektiv, aber auch für die verschiedenen Einsatzmöglichkeit ein Beispielbild zu bringen, um dir die Auswahl deines nächsten Objektivs zu erleichtern. Solltest du noch Fragen haben, oder nicht sicher sein, ob dein Wunschobjektiv zu deiner Kamera passt, hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar unter dem Beitrag! Ich freue mich auch über Infos, falls du noch ein Objektiv kennst, das hier unbedingt gelistet werden sollte!


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Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

3 Kommentare

  1. Hallo Lisa,
    danke für deinen tollen Beitrag, das sind echt coole Tipps. Ich plane eine Reise nach Südamerika, viel Outdoor, möglichst wenig Gepäck. Ich nehme meine Canon EOS 100D mit und auf jeden Fall mein 10-18er Weitwinkel. Nun schwanke ich zwischen dem superleichten 50mm Festbrennweite Objektiv mit dem ich sehr gern fotografiere und dem 18-50mm Kit-Objektiv das halt schon deutlich weniger lichtstark ist und schwerer. Oder beide mitnehmen? Das scheint mir so garnicht in meine Gewichtspartaktik zu passen, wobei es effektiv nur knapp 200g mehr wären.
    Natürlich muss ich das selbst entscheiden, klar, ich wäre aber interessiert an deiner Meinung, scheint dir das Kit-Objektiv verzichtbar für eine Reise?
    Viele liebe Grüße
    Conny

    • Hallo Conny,

      Danke für dein Lob. Was deine Frage angeht, das kommt natürlich sehr darauf an, was du fotografieren möchtest. 50 mm sind auf einem APS-C Sensor schon relativ eng, das heißt der Bildausschnitt ist eingeschränkt. Mir persönlich würde vermutlich zwischen 18 und 50 mm zuviel „fehlen“ und ich würde daher das Kitobjektiv mitnehmen, das ist aber auf jeden Fall eine Frage des Geschmacks und des persönlichen Stils. Oder ich würde alternativ zum 10-18 und 50 mm noch eine leichte 35mm Festbrennweite dazunehmen, damit ich im mittleren Bereich noch etwas abgedeckt habe.

      Liebe Grüße

      Lisa

  2. Hi Lisa

    Vielen Dank für diesen super Beitrag! Ist alles sehr gut und leicht verständlich erklärt. Und ich muss zugeben, dass ich auch wieder etwas Neues gelernt habe. Dass die „Belichtungszeit maximal dem Umkehrwert der Brennweite entsprechen sollte“, wusste ich bisher noch nicht. Das man bei höherer Brennweite eine kürzere Belichtungszeit wählen muss war mir schon klar, aber dass es dafür eine Grundregel gibt wusste ich nicht. Und auch die Formel für die Nachtaufnahmen kannte ich bisher noch nicht. Vielen Dank also dafür 😉

    LG
    Dominic

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