Meine erste Tour in Australien führte mich nach Fraser Island, ein unberührtes Naturparadies vor der Küste von Queensland. Fraser Island ist eine Insel, die im Laufe der Jahre durch angeschwemmten Sand entstanden ist und auf Grund der besonderen Gegebenheiten eine ganz eigene Flora entwickelt hat. Obwohl es nicht wirklich „am Weg“ lag, wollte ich Fraser Island unbedingt besuchen, da ich nur positive Berichte darüber gehört hatte und außerdem unbedingt auch die tropische Seite Australiens kennenlernen wollte.

Außerdem hatte ich bereits schweren Herzens einsehen müssen, dass sich ein Ausflug zu den berühmten Whitsunday Islands und dem weltbekannten Great Barrier Reef nicht ausgehen würde, daher sollte mich die Fraser Island Tour ein bisschen dafür entschädigen.

Australien Fraser Island Tour
Sonnenuntergang auf Fraser Island

Fraser Island Tour – Anreise & Organisation

Fraser Island besucht man am besten von Hervey Bay oder Rainbow Beach aus. Von beiden Orten gibt es regelmäßige Fährverbindungen zur Insel, wobei Hervey Bay der wichtigste Knotenpunkt ist. Wie bereits erwähnt ist Fraser Island eine reine Sandinsel, von daher gibt es vor dem Besuch einiges zu beachten. Das Wichtigste ist, dass die Insel nur mit Allradfahrzeugen befahren werden darf, welche auch über eine Mindest- Bodenfreiheit verfügen müssen. Jedes Fahrzeug, das auf die Insel fährt, muss vorher angemeldet werden und braucht eine spezielle Genehmigung.

Die Fraser Island Tour auf eigene Faust organisieren?

Wenn du also nicht bereits zufälliger Weise über ein geeignetes Fahrzeug verfügst, musst du extra ein solches anmieten. Das ist sowohl in Hervey Bay als auch direkt auf der Insel möglich. Ich gebe zu, dass das Campen und Selberfahren auf einem tropischen Inselparadies definitiv mehr Reiz hat, als der Besuch mittels einer organisierten Tour, aber dennoch würde ich einen selbstorganisierten Trip gut überlegen. Es gibt dort, mit Ausnahme der Ressorts, keine normalen Straßenverbindungen, das heißt das gesamte „Straßennetz“ besteht aus sandigen und zum Teil sehr steilen Pisten.

Ein Allradfahrzeug ist natürlich schon die halbe Miete, aber bei diesen Verhältnissen verlangt es auch nach viel Fahrerfahrung, einem guten Gefühl für Gas und Bremse und vor allem nach starken Nerven. Eine Seilwinde an Bord sorgt für zusätzlichen Sicherheit und gibt dir die Möglichkeit, dich notfalls selber aus dem tiefen Sand zu ziehen (sofern ein Baum in der Nähe ist). Ansonsten heißt es nämlich auf das nächste vorbeikommende Auto warten, was besonders an den weniger befahrenen Strecken durchaus etwas länger dauern kann.

Australien Fraser Island 75 Miles Beach
75 Miles Beach, Fraser Island

Um kurz zu unterstreichen, wie schnell man in den Sandpisten den Grip verliert: Selbst unser gut ausgerüsteter Tourbus mit unserem erfahrenen Ranger blieb das eine oder andere Mal stecken und wir brauchten mehrere Anläufe, um die Steigungen zu überwinden. Einmal musste unser Ranger sogar Luft aus den Reifen lassen, weil er das Steilstück mit dem losen Sand sonst nicht hätte bewältigen können. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Verhältnisse besonders schwierig sind, wenn es länger nicht geregnet hat. Dadurch ist der Sand besonders lose und fein und bietet wenig halt für die Reifen.

Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass es auf der Insel, außerhalb der wenigen Hotelanlagen keinen Handyempfang gibt? Selbstfahrer sollten sich also unbedingt auch ein Funkgerät oder Satellitentelefon dazumieten, um im Notfall gerüstet zu sein.

Fraser Island mit einer geführten Tour erkunden

Die weitaus entspanntere Art und Weise die Insel kennenzulernen ist eine organisierte Fraser Island Tour. Die Auswahl ist überwältigend und es wird für jeden Geschmack etwas geboten. Von luxuriösen Touren im Mini-Bus und Übernachtungen in den einladenden Suiten des Kingfisher Resorts bis hin zu günstigen Backpacker-Touren und organisierten Campingausflügen ist alles dabei. Die Buchung ist entweder im Voraus online oder über das Reisebüro deiner Wahl möglich. Wer spontan ist, kann kurzfristig vor Ort in Hervey Bay nach günstigen Last-Minute Schnäppchen Ausschau halten.

In der Hochsaison zwischen Dezember und Februar empfehle ich dir allerdings, den Ausflug vorzeitig zu buchen, da es sich bei Fraser Island um ein sehr beliebtes Ausflugsziel handelt.

Australien Fraser Island Cool Dingo Tour
Cool Dingo Tourbus

Ich habe mich nach eingehender Nachforschung im Internet und Durchforstung der Bewertungen auf Tripadvisor* für eine Cool Dingo Tour entschieden. Die Tour wendet sich an Kunden zwischen 18 und 35 und Spaß und Abenteuer stehen im Vordergrund. Standardunterkunft ist ein Vierbettzimmer mit gemeinsamem Badezimmer in der sogenannten Wilderness Lodge (Teil des Kingfisher Bay Ressorts), es gibt aber die Möglichkeit gegen eine Aufzahlung Einzel– oder Doppelzimmer zu buchen.

Fraser Island Tour mit Cool Dingo – die Unterkunft

Die Zimmer sind recht klein und typisch für Hostels mit platzsparenden Stockbetten ausgerüstet. Die Bettlaken waren sauber und es wurde sogar ein Handtuch pro Person bereitgestellt. Pro Lodge gibt es um die fünf Zimmer und jeweils ein gemeinsames Badezimmer für Mädls und Jungs. Die Sauberkeit dessen, speziell die der Duschen, ließ allerdings eher zu wünschen übrig. Flip-Flops* werden an dieser Stelle dringend empfohlen. Für die Punkteabzüge in Sachen Badezimmer entschädigten allerdings der großzügige Küchen-Wohnraum und der gemütliche Balkon. Alles in allem hat es sich durchaus aushalten lassen, für Luxusliebhaber ist diese Tour allerdings definitiv nicht geeignet!

Die Cool Dingo Tour gibt es in allen möglichen Variationen vom eintägigen Schnupperausflug bis zum dreitägigen Kompletterlebnis. Normalerweise startet die Tour ab Hervey Bay, aber auch für Besucher aus Brisbane gibt es ein spezielles Paket, welches den Bustransfer von Brisbane nach Hervey Bay (ca. 4 – 5 Stunden) beinhaltet. Besucher aus Brisbane haben zudem vor und nach der Tour jeweils eine Übernachtung inkludiert, was ganz angenehm ist und dir die Möglichkeit gibt, bereits vor Tourbeginn einen ersten Eindruck der Insel zu gewinnen.

Ich persönlich habe mich aus Zeitgründen für die 2-tägige Tour entschieden und denke, dass ich damit ganz gut gefahren bin. Sicher ist das dreitägige Tourerlebnis noch kompletter, aber die wichtigsten Highlights der Insel werden in den zwei Tagen definitiv abgedeckt.

Australien Fraser Island Pier
Fraser Island Pier

Die Tour startet am ersten Tag unten am Pier bei der sogenannten „Jetty Hut“, wo die Fähre aus Hervey Bay ankommt. Dort treffen die am Vortag aus Brisbane angereisten Teilnehmer mit den Gästen aus Hervey Bay sowie dem Cool Dingo Ranger zusammen. Unser Ranger bzw. unsere Rangerin hieß Kirstie, eine waschechte australische Powerfrau mit einer guten Portion Aussie- Humor und einem typischen Aussie- Slang, bei dem du erstmal kein Wort verstehst.

Nach einem kurzen Briefing der Teilnehmer, die übrigens buntgemischt von 18 bis Ende 30 waren und sich aus Alleinreisenden, Pärchen und kleinen Gruppen zusammensetzten, hieß es auch schon Einsteigen in den Allradbus und ab in die Wildnis. Bei der Ausfahrt des Ressorts endet die Zivilisation ziemlich abrupt, denn nach Überwinden des Dingozauns, der die wilden Dingos davon abhalten soll, in die Hotelanlage vorzudringen, endet auch die Straße und es geht auf einmal ziemlich steil, ziemlich eng und vor allem ziemlich unbefestigt bergab.

„Ernsthaft jetzt?“ fragte ich meine Sitznachbarin nach einem zweifelnden Blick auf die „Straßenverhältnisse“, aber uns blieb gar keine Zeit zum Grübeln, den Kirstie steuerte das Riesendrum von Bus zielstrebig den Hang hinab und erzählte uns dabei seelenruhig die Entstehungsgeschichte von Fraser Island und seine Entdeckung durch Captain Fraser. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich dir die Tour absolut nicht empfehlen würde, wenn du zu Reisekrankheit neigst, denn der Bus bahnt sich schwankend wie ein betrunkenes Kamel seinen Weg durch den Sand und die Insassen werden dabei kräftig durchgeschüttelt.

Die schönsten Fraser Island Sehenswürdigkeiten

Der malerische Lake Mc Kenzie

Fraser island Tour Lake McKenzie
Lake Mc Kenzie, Fraser Island

Unser erstes Ziel war der Bilderbuchsee Lake Mc Kenzie, ein Süßwassersee, der sich im Laufe der Jahre durch die Ansammlung von Regenwasser gebildet hat und auf Grund der Mineralstoffe im Boden in allen möglichen blau und türkis Schattierungen schillert. Dazu kommt sein feiner, weißer Sandstrand und die absolute Sicherheit, auf keine Quallen, Haie oder sonstige bedenkliche Gesellen stoßen zu können. Gott sei Dank hatten wir hier ein großzügiges Zeitfenster um baden und den See erkunden zu können.

Lake McKenzie ist eines der berühmtesten Ziele auf Fraser Island und daher dementsprechend überlaufen. Mein Tipp für alle Ruhe suchenden: wenn du unten am Strand angekommen bist wende dich nach links und laufe etwa 300 Meter den Strand entlang. Am Ende siehst du einen kleinen Pfad, der leicht nach rechts über eine kleine Holzbrücke führt. Folge dem und du wirst am sogenannten „Secret Beach“ ankommen, einem zweiten, aber nicht weniger schönen Strand abseits vom Hauptstrand wo du herrliche Ruhe genießen kannst. Während am Hauptstrand Sardinenbüchsen- Alarm herrschte, waren wir dort maximal zu fünft und hatten ein Paradies quasi für uns alleine!

Fraser Island Sehenswürdigkeiten – Basin Lake & Central Station

Australien, Fraser Island, Basin Lake
FraserIsland, Basin Lake

Nach dem ausgiebigen Badeerlebnis empfing uns Ranger Kirstie in der Picknick-Area mit einem leckeren Lunch (Achtung auf die Kakadus, die gerne mal eine ganze Hühnerkeule vom Teller stibitzen), bevor es im Bus zu einem weiteren malerischen See namens Basin Lake und von dort zu Fuß (ca. 45 min, optional) zur Central Station ging. Dabei handelt es sich um die Reste einer ehemaligen Holzfällersiedlung, wo man Gebäude besichtigen kann und Informationen über die Besiedelung und Arbeit auf Fraser Island bekommt, quasi das historische Zentrum der Insel.

Fraser Island Tour – Valley of Pines

Nach einer kurzen Info über das Holzfällerbusiness und die Besonderheiten des Timberholzes von Fraser Island (es ist einzigartig auf der Welt salzwasserresistent) ging es auf einem weiteren Walk entlang des malerischen Wanggoolba Creeks durch Regenwald und Busch zu den mächtigen Pinien. Uralte, riesige Bäume mit gewaltigen Stämmen, die als stumme Zeitzeugen über die Insel wachen, säumen hier im Valley of Pines den Pfad. Übrigens, es bringt Glück die Bäume zu umarmen!

Australien, Fraser Island Valley of Pines
Fraser Island, Valley of Pines

Danach gab es als Belohnung für die „Strapazen“ des ersten Tages einen Nachmittagstee bzw. – Kaffee und Kekse, bevor es mit dem Bus auf einer weiteren, gut durchgeschüttelten Fahrt zurück zur Lodge und dem verdienten Abendessen ging.

Fraser Island Tour Tag 2 – 75 Miles Beach

Australien, Fraser Island Tours, 75 Miles Beach
Fraser Island Tours, 75 Miles Beach

Am nächsten Tag hieß es 6 Uhr Tagwache, denn wir hatten viel vor und ein volles Program für den Tag geplant. Das Wetter war leider nicht ganz so schön wie am Vortag, sondern ziemlich Wolkenverhangen, aber zumindest blieb es größtenteils trocken. Erster Zwischenstopp war der berühmte 75 Miles Beach, ein endlos langer, goldener Sandstrand, der die Ostküste der Insel säumt. 75 Miles Beach ist nicht nur einfach ein Strand (vom Baden wird übrigens wegen der unberechenbaren Strömungen dringend abgeraten!) sondern vor allem Autobahn und Landebahn für Flugzeuge. Wenn du also mal zwischendurch die Füße ins Wasser steckst oder einen Strandspaziergang machst, achte auf den Gegenverkehr, denn schon so mancher Tourist hat sich nur mit einem Hechtsprung aus der Gefahrenzone retten können.

Tipp: Fraser Island von oben

Bezüglich Flugzeuge noch ein Hinweis: der Scenic Flight auf Fraser Island wurde offiziell zum zweitschönsten Rundflug Australiens gekürt und ist im Zuge der Cool Dingo Tour möglich (75$, optional). Wenn du also im Gegensatz zu mir keine Angst vor den kleinen Propeller-Maschinen hast, mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis, nicht nur wegen der grandiosen Ausblicke auf die Insel, sondern auch durch das Starten und Landen direkt am Strand neben der Brandung.

Touristenmagnet auf Fraser Island – das Wrack der Moheno

Fraser Island, Wrack der Moheno
Fraser Island, Wrack der Moheno

Erster Anziehungspunkt für Touristen am Strand ist das Wrack der Moheno, welches dort seit Jahren vor sich hinrottet. Der ehemalige Luxuskreuzer, bzw. das was davon übrig geblieben ist, bietet wirklich ein bizarres Fotomotiv in den Wellen, speziell HDR Fans haben daran mit Sicherheit eine wahre Freude.

Fraser Island Highlight – die Champagne Pools

Australien, Fraser Island, Champagne-Pools
Champagne-Pools, Fraser Island

Nach einem kurzen Fotostop ging es weiter Richtung Norden zu den sogenannten Champagne- Pools, eine Ansammlung von kleinen, natürlichen mit Meerwasser gespeisten Pools in den Felsen, die zum Relaxen einladen. Auch hierbei handelt es sich um eine der Hauptattraktionen und es ist dementsprechend voll. Leider gibt es hier keinen „secret espace“ wie bei Lake Mc Kenzie und so muss man sich die Champagne Pools leider mit zahlreichen anderen Touristen teilen.

Fraser Island Aussichtspunkt Indian Head

Nach einem gemütlichen Mittagessen am Strand, standen am Nachmittag noch der Indian Head und Eli Creek am Programm. Indian Head ist eine Anhöhe, die sich im Rahmen einer kurzen Wanderung erreichen lässt und herrliche Ausblicke über Fraser Island und das Meer bietet. Dort oben auf den Klippen fühlt man sich, frei nach Leonardo DiCaprio in Titanic, tatsächlich wie der König der Welt!

Australien, Fraser Island, Indian Head
Indian Head, fantastische Aussicht

Mit etwas Glück und Geduld kann man von den Klippen Haie, Rochen, Schildkröten und sogar Wale beobachten. An dieser Stelle möchte ich übrigens wirklich betonen, dass wir auf der Tour immer genug Zeit hatten, die verschiedenen Attraktionen bzw. Orte zu erkunden und zu genießen. Auch wenn es sich, wie bei Indian Head, eigentlich nur um einen reinen Fotostop handelte, wurde unser Ranger nicht müde uns die Besonderheiten und historischen Zusammenhänge zu erklären und uns Tipps in Sachen Tierbeobachtung zu geben. Mit Kirsties Hilfe konnten wir z.B. von Indian Head tatsächlich Rochen und Schildkröten beobachten, definitiv ein ganz besonderes Erlebnis. So hatten wir eigentlich nie das Gefühl, das die Tour in Stress oder gar eine Hetzerei ausarten würde, was sehr angenehm war.

Fraser Island Highlight – baden im Eli Creek

Australien, Fraser Island, Eli Creek
Fraser Island, Eli Creek

Letzter Stop für den Tag war dann der Eli Creek, ein malerisches Flüßchen, dass sich seinen Weg durch den Sand bahnt und eine angenehme und vor allem sichere Bademöglichkeit bietet. Naja Baden ist vielleicht übertrieben, denn das Wasser ist maximal hüfthoch, aber man kann sich schön treiben lassen, ein bisschen Wassertreten praktizieren oder einfach die Füße ins kühle Nass strecken. Leider war irgendwann Schluss mit der Entspannung und nach einem weiteren Nachmittagskaffee am Rande des Eli Creeks, ging es wieder zurück ins Hotel, was für mich auch leider hieß, dass die Tour damit beendet war.

Fazit der Fraser Island Tour mit Cool Dingo

Nach den spannenden zwei Tagen und den wunderschönen Erlebnissen, stimmte mich das natürlich etwas traurig und ich hätte gerne etwas mehr Zeit auf dieser wunderschönen Insel verbracht, aber wenn man nur knapp vier Wochen zur Verfügung hat muss man leider Prioritäten setzen und ich musste am nächsten Tag den Bus zurück nach Brisbane erreichen, um von dort meinen Anschlussflug nach Sydney zu nehmen.

Australien, Fraser Island, Cool Dingo Maskottchen
Cool Dingo Maskottchen

Alles in allem hat mir die Cool Dingo Tour sehr gut gefallen, wir hatten wie bereits erwähnt bei allen Stops genug Zeit zum Genießen und eine wirklich sehr bemühte Rangerin, die nicht nur über viel Wissen verfügte, sondern auch über eine gute Portion Humor, mit dem sie die Stimmung an Board auch früh Morgens stets aufzulockern wusste. Auch die Verpflegung auf der Tour war wirklich gut, es gab jeden Tag einen umfangreichen Lunch (mit vegetarischer Option) sowie Nachmittagstee und -Kaffee vor Rückkehr in die Lodge. Außerdem gab es täglich Obst und Müsliriegel zur freien Entnahme an Bord sowie große Wassertanks, um die Wasserflaschen aufzufüllen.

Das Frühstück und das Abendessen wurden dagegen in der Lodge eingenommen und dabei handelte es sich eher um eine Art Massenabfertigungsessen. Grundsätzlich schien alles essbar und die Mitreisenden waren durchaus zufrieden, aber wenn du Vegetarier bist, kannst du dich schon vorab darauf einstellen, dass du dich die Tage hauptsächlich vom Salatbuffet ernähren wirst. Auf meine Nachfrage, warum es nicht zumindest eine vegetarische Hauptspeise gibt, bekam ich die Antwort „das machen wir nicht, außerdem gibt es eh Salat“.

Nun gut, das ist wirklich eher schwach, aber zur Ehrenrettung sei gesagt, dass das Salatbuffet wirklich umfangreich und auch durchaus essbar war. Zum Frühstück gab es dann neben Ei, Speck und Würstchen zumindest die Option Cereals, Toast sowie diverse Aufstriche, alles in allem eine recht große Auswahl, die auch satt machte.

Fraser Island Tour Kontakt:

Cool Dingo Tours, North White Cliffs, 1 Kingfisher Drive, Fraser Island QLD 4581, Australien, Tel: + 61 7 4120 3333, E-Mail:  reservations@kingfisherbay.com (Tourvorschlag ab Brisbane „Linger Longer on Fraser ex-Brisbane, 4 day 3 nights)

Besuch im Lone Pine Koala Sanctuary in Brisbane

Tja, und während meine Mitreisenden sich auf den dritten Tag der Tour machten, hieß es für mich ab auf die Fähre und auf zum Bus, um wieder zurück nach Brisbane zu kommen. Dort erwartete mich übrigens ein Tropensturm der Sonderklasse, der das für den Nachmittag angesetzte Sightseeing- Programm komplett auf den Kopf stellte. Ich war quasi an die Unterkunft gefesselt und betrachtete von der Veranda aus fasziniert den Regen, der alle bisher erlebten Gewitter alt aussehen ließ. Was innerhalb dieser paar Stunden vom Himmel kam war erschreckend und faszinierend zu gleich, aber so schnell wie es angefangen hatte, hörte es auch wieder auf und so stand einem gemütlichen Abendspaziergang nichts mehr im Wege.

Vor meinem Abflug am nächsten Tag wagte ich dann übrigens noch einen zweiten Versuch, das Lone Pine Koala Sanctuary zu besuchen und war endlich erfolgreich. Wenn man kein Auto hat, ist das Ganze etwas mühsam, da der Zoo sich etwa 12 km außerhalb der Stadt befindet. Glücklicherweise fuhren die Busse zumindest wieder, wenn auch nicht sehr regelmäßig. Den passenden Bus 435 findest du übrigens auf der Adelaide Street Stop 40 gegenüber der Queenstreet Mall. Die Fahrt von dort dauert ca. 30 Minuten und kostet $ 6,80. Stell dich darauf ein, dass die Busse nur ca. alle 30 Minuten fahren und achte besonders auf den Fahrplan für die Rückfahrt, speziell wenn du, so wie ich, einen Flughafentransfer oder anderen wichtigen Termin hast, denn der Zoo befindet sich wirklich in der Pampa und ein Taxi – für den Fall, dass du den Bus verpasst – würde teuer kommen!

Australien, Brisbane, Koalas im Lone Pine Koala Sanctuary
Koalas im Lone Pine Koala Sanctuary
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Auch Leguane gibt es im Lone Pine Koala Sanctuary
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Zahme Kängurus im Lone Pine Koala Sanctuary

Im Lone Pine Koala Sanctuary angekommen (Eintritt 33 $, Studenten 24 $) zog es mich gleich schnurstracks zu den Koalas, wo ich erfahren musste, dass das Fotoequipment am Vortag unter Wasser gesetzt wurde und daher Koala-Knuddel Fotos vorerst nicht möglich wären. WTF? Zuerst der G20 Gipfel und jetzt das? Das konnte ja nicht wahr sein, ich hatte langsam das Gefühl einer höhere Macht wollte verhindern, dass ich mit den knuffeligen Koalas auf Tuchfühlung ging. Daher ging ich erstmal Kängurus füttern, die hier auf einem riesigen, frei zugänglichen Areal leben und sich vom den Besuchern streicheln und füttern (Futtersäckchen 2 $) lassen. Ein Erlebnis, das man auch nicht alle Tage hat.

Danach probierte ich es nochmal bei den Koalas und hatte Glück, denn der Fotograf hatte in der Zwischenzeit sein Equipment wieder in Stand gesetzt und so bekam ich endlich die Möglichkeit, so einen kleinen verschlafenen Gesellen zu halten und ein Beweisfoto zu machen. (ab 16 $ pro Foto, digitaler Download zusätzlich 4$) Ihr seht, das Ganze war nicht billig und man musste viel zusätzlich zum Eintritt zahlen, aber hey, ich war im Urlaub, und da das Geld direkt in den Erhalt des Zoos und das Forschungsprogramm fließt, hatte ich zumindest das Gefühl in etwas Sinnvolles zu investieren.

Australien Brisbane zur blauen Stunde
Brisbane zur blauen Stunde

Nach diesem am Ende doch erfolgreichen Besuch ging es per Bus zurück in die Stadt und zur Unterkunft, wo mich mein Flughafentransfer abholen würde. Von Brisbane flog ich nach Sydney, wo ich fünf Tage Zeit hatte, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenzulernen und in den Blue Mountains zu wandern.

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

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