(Pressereise) In Kooperation mit Ruralidays.com testeten wir Ende September 2017 mehrere Touren und eine Finca in Andalusien. Philipp nützte die Reise auch aus, um Madrid kennenzulernen. Seine Erlebnisse in der spanischen Hauptstadt, wird er bald in einem separaten Beitrag verarbeiten.

Wenn es in unseren Breitengraden kalt und nass wird, und die Zeit fehlt, in die Ferne zu reisen, kann man sich immer noch einen Kurztrip nach Spanien leisten. Insbesondere die Costa del Sol in Andalusien bietet sich in den kalten Monaten an. Den Namen trägt sie nicht von ungefähr: Hier gibt es 320 Sonnentage im Jahr. Schlechtwetter kennen viele Einheimischen nur aus dem Fernsehen. Und wer im Winter dann doch Sehnsucht nach Schnee und Kälte bekommt, kann innerhalb von ein bis zwei Stunden zu einem Skigebiet in der Sierra Nevada fahren.

Neben der Costa del Sol liegt übrigens die Costa Tropical, die einzige Gegend Europas in der Zuckerrohr, Datteln, Ananas, Bananen, Avocados ganzjährig angebaut werden können.

Malaga

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Malaga gilt als eine der wärmsten Städte Europas und ist mit circa 500.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt in Spanien. Malaga ist schon uralt und wurde vor circa 2.700 Jahren von den Phöniziern gegründet. Aus dieser Zeit gibt es keine Hinterlassenschaften mehr, die ältesten noch heute sichtbaren Ruinen stammen aus der Römerzeit.

In den letzten Jahren hat sich die Stadt ein Facelift gegeben: Die Strandpromenade wurde modernisiert und verschönert und viele Kultureinrichtungen wie das Museo Pompidou Málaga oder das Museo Ruso (Ein Zweig des Russischen Museums in St.Petersburg) in die Stadt geholt. So kommen nicht nur Strand und Sonnentouristen in Malaga auf ihre Kosten, sondern auch kulturbegeisterte Strandmuffel. Wer der Hitze in den Straßen der Stadt entkommen will, kann das nun in klimatisierten Museumsräumen tun.

Museen in Malaga

  • Museo Picasso

Das Museo Picasso ist nur wenige hundert Meter vom Geburtshaus des Malers entfernt und zeigt mehr als 200 Kunstwerke aus allen Schaffensperioden Picassos.

www.museopicassomalaga.org

  • Museo Pompidou Málaga
Museo Pompidou Málaga
Museo Pompidou Málaga

Im Jahr 2015 eröffnete das Museo Pompidou Málaga. Es ist die erste Außenstelle des legendären Pariser Centre Pompidou und wird im Volksmund aufgrund seiner Kubus-Architektur als Cubidou bezeichnet. Das Museum erstreckt sich weitläufig im Untergrund und bietet Platz für Ausstellungen auf 6300 Quadratmeter. Wer auf moderne Gegenwartskunst steht, sollte sich dieses Museum nicht entgehen lassen.

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www.centrepompidou-malaga.eu

  • Museo Ruso

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2014 eröffnete das staatliche russische Museum seine erste Außenstelle in einer ehemaligen Tabakfabrik etwas außerhalb des Zentrums von Malaga. Das Museum selbst hat keine Sammlung, aber mehrere temporäre Ausstellungen, die halbjährlich und jährlich wechseln. Ich sah mir folgende Ausstellungen an:

  • La Dinastía Románov: Die Darstellung der Románovs in der Kunst, von den Anfängen im 17.Jahrhundert bis zum letzten Zar Nikolaus II.
  • Alexéi y Andreas Jawlensky: la aventura del color: Eine Ausstellung von Werken des expressionistischen russisch-deutschen Malers Alexej von Jawlensky.
  • Carteles de la Revolución: Gezeigt werden Propagandaplakate aus den Revolutionsjahren nach 1917.

www.coleccionmuseoruso.es

  • Museo Carmen Thyssen

Ebenfalls ein relativ neues Museum in Malaga, das ich leider nicht besuchen konnte. Hier werden hauptsächlich Werke von andalusischen und spanischen Künstlern aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt.

www.carmenthyssenmalaga.org

  • Centro de Arte Contemporáneo Malága

Ich wollte dieses Museum besuchen, aber stand leider am einzigen Ruhetag der Woche (Montag) vor verschlossenen Türen. Auf 2400 Quadratmeter findet man Kunst von Louise Bourgeois, Olafur Eliasson, Thomas Hirschhorn, Damien Hirst, Julian Opie, Thomas Ruff und vielen weiteren Künstlern.

http://cacmalaga.eu

Sehenswürdigkeiten in Malaga

  • Alcazaba und Gibralfaro
Mauern der Gibralfaro
Mauern der Gibralfaro

Besuchern der Stadt werden als erstes diese beiden imposanten Festungsanlagen ins Auge springen, die auf einem Hügel über der Altstadt thronen. Der Hügel wurde vermutlich schon in der Antike befestigt, die heutige Anlage stammt größtenteils von den arabischen Eroberern. 1487 wurde Malaga mitsamt den Festungen im Zuge der Reconquista ins spanische Reich eingegliedert.

Während die Alcazaba nicht nur eine Festung, sondern auch ein Palast ist, findet man auf dem höher gelegenen Gibralfaro nur noch die Festungsmauern vor. Von diesen hat man den besten Ausblick auf die Stadt

  • Catedral de la Encarnación
Catedral de la Encarnación
Catedral de la Encarnación

Ursprünglich eine Moschee, wurde sie ab dem 16. Jahrhundert zur Kathedrale umgebaut. Die Bauphase dauerte mehr als 250 Jahre lang an, weshalb die Kathedrale heute eine interessante Mischung verschiedenster Baustile ist.

  • Casa Natal de Picasso

Der Maler und Begründer des Kubismus ist der berühmteste Sohn Malagas. Sein Geburtshaus befindet sich zentral am Plaza de la Merced in der Nähe des römischen Amphitheaters. Im Grunde ist das Geburtshaus eher für Fans des Künstlers interessant. Wer sich erwartet, zu sehen wie Picasso gelebt hat, wird enttäuscht werden, da kaum Originalmöbel aus der Zeit erhalten sind. Auch hängen hier nur wenige Bilder von Picasso,  wer mehr sehen will, sollte ins Museo Picasso ausweichen. Da die Eintrittskarte nicht viel kostet, kann man hier aber eine nette halbe Stunde verbringen.

  • Hafenpromenade – Puerto de Malaga

Malaga hat einen der ältesten Häfen des Mittelmeers. Lange Zeit galt das Hafenviertel als öde. Durch eine umfassende Renovierung änderte sich dieses Image und heute lädt die elegante Hafenpromenade, die von vielen kleinen Läden und Cafés gesäumt ist, zum Bummeln ein.

Touren und Wanderungen in Malaga und Umgebung

  • Food-Tour mit den Spain Food Sherpas
Food-Tour mit den Spain Food Sherpas
Food-Tour mit den Spain Food Sherpas

Im Rahmen der Reise nahm Philipp an der Wein und Tapas Tour von den Spain Food Sherpas teil. Das ist die perfekte Aktivität für alle Feinschmecker und Gourmets. Bei dieser Tour zeigt ein lokaler Führer den Teilnehmer traditionellen Bäckereien, Bars, Tavernen und Restaurants, die versteckt in der Altstadt von Malaga liegen. Klarerweise kann man sich durch lokale Käse, Schinken, Tapas und Weine kosten.

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Wein & Tapas Tour

www.spainfoodsherpas.com

  • Caminito del Rey
Der neue Caminito wurde einige Meter über den alten Weg gebaut
Der neue Caminito wurde einige Meter über den alten Weg gebaut

Der ursprüngliche Caminito del Rey war ein alter Wanderweg aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts in einer Gegend, die als El Chorro bekannt ist. Den Namen “Königspfad” bekam er, weil der damalige spanische König Alfonso XIII. den Weg zur Eröffnung teilweise bewanderte.

Das spektakuläre an diesem Weg ist, dass er durch zwei sehr enge und mehrere hundert Meter tiefe Schluchten führt. Früher wurde der Weg sogar von Schulkindern aus den umliegenden Dörfern benutzt. Da der Caminito nicht saniert wurde, verfiel die Anlage im Lauf der Zeit. Das Begehen des Weges wurde immer gefährlicher, gleichzeitig wurde er immer beliebter bei Kletterern. Nachdem um die Jahrtausendwende mehrere Personen am Caminito tödlich verunglückten, wurde der Weg geschlossen und erst vor wenigen Jahren renoviert und wiedereröffnet.

caminito-del-rey-schluchtDer neue Caminito führt mehr oder weniger wenige Meter über dem alten Wanderweg, dessen Reste noch immer sichtbar sind. Heute wird viel Wert auf Sicherheit gelegt: Alle Besucher müssen einen Helm tragen (Wegen Steinschlag), dürfen den Weg nicht verlassen, nur in eine Richtung gehen und müssen sich an die Anweisungen des Personals halten.

Trotz der vielen Vorschriften ist der Caminito del Rey absolut sehenswert. Die Felsformationen gehören zu den spektakulärsten, die ich bisher gesehen habe und wenn man am Ende eine kleine Stahlbrücke über der Klamm überqueren muss, ist trotz aller Sicherheitsmaßnahmen Schwindelfreiheit gefragt.

Pro Tag dürfen nur 200 Besucher den Caminito del Rey durchwandern, daher sollte man sich einen Platz online reservieren.

www.caminitodelrey.info

Unterkünfte in Andalusien

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Ausblick von der Finca in Frigiliana
  •  Finca in Frigiliana

Ruralidays.com sponserte den Aufenthalt in einer kleinen Finca (Villa Azul) in der Nähe von Frigiliana. Das weiße Bergdorf gilt als schönstes Dorf in Andalusien und liegt romantisch an einer engen Bergstraße. Die Gassen von Frigiliana sind eng und die weißen Häuser mit Blumen geschmückt. Im Hintergrund erheben sich die Sierra-Almijara-Berge, während man im Vordergrund das Blau des Mittelmeers sehen kann.

Die Finca selbst lag ungefähr einen Kilometer Luftlinie von Frigiliana entfernt. Ein kleines Manko ist, dass die Anfahrt sehr schwierig ist, weil man eine enge und unbefestigte Straße entlang fahren muss.

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In der Nacht war es auch gar nicht so einfach, die richtige Straße zur Finca zu finden. Belohnt werden Besucher aber mit einem spektakulären Ausblick und einem erfrischenden Pool. Wer etwas abgelegen und fern des Partytrubels der Küste leben will, sollte das hier tun. Die Finca eignet sich auch gut als Stützpunkt, um von hier die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Andalusiens zu besuchen. Mehrere Schlafzimmer für bis zu sechs Personen sind vorhanden. Klarerweise gibt es eine komplett ausgestattete Küche und ein gemütliches Wohnzimmer, das im ländlich-spanischen Stil eingerichtet ist.

Villa Azul auf Ruralidays.com

  • Hostel in Malaga

Die letzten 2 Tage meiner Reise wohnte ich noch im Lights Hostel, das direkt neben der Markthalle von Malaga gelegen ist. Ursprünglich buchte ich dieses Hostel spontan ohne hohe Erwartungen, im Endeffekt war es eines der besten Hostels, die ich in meiner Reisekarriere besucht habe:

  • Moderne Ausstattung
  • Sehr sauber
  • Zentrale Lage
  • Freundliches Personal
  • Viele Aktivitäten im Hostel wie Walking Tours, Sangira-Abende, gemeinsames Kochen.

Gibt es Negatives zu berichten? Nur wenn man pingelig ist: Das Frühstück könnte zum Beispiel etwas reichhaltiger sein, besonders weil Gäste aufzahlen müssen, um zu frühstücken. Aber in Hostels darf man generell keine hohen Erwartungen an das Frühstück haben und insgesamt überwiegen die positiven Dinge bei Weitem!

www.lightsouthostel.com

Fazit zu meiner Reise nach Malaga und Andalusien

Leider verbrachte ich insgesamt nur 5 Tage in Andalusien, das ist eine viel zu kurze Zeit, weil es hier sehr viel zu sehen gibt. Mir hat der Süden Spanien sehr gut gefallen und ich bin mir sicher, das ich bald wieder zurückkehren werde. Ein großes Dankeschön daher auch an ruralidays.com, die diese Reise teilweise organisierten und mir die Schönheit Andalusiens näher brachten!


Disclaimer: Philipp wurde von Ruralidays.com auf die Touren und die Übernachtungen in der Villa Azul eingeladen. Die Anreise nach Spanien sowie das Hostel in Malaga hat er selbst bezahlt!

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P.S. Kein Spam, nur viel Fernweh!



Autor

Reisejunkie, Autor, Solopreneur. Mag es, ungewöhnliche Orte zu entdecken und nach seinen eigenen Regeln zu leben.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen gelungenen Beitrag. Wenn ihr das nächste mal nach Málaga kommt, seid ihr herzlich zu unseren brandneuen Stadtabenteuern eingeladen. Die ersten interaktiven und privaten Touren in Málaga, die ganz ohne Guide auskommen und Malaga Besuchern auch wunderschöne Ecken im Zenrum abseits der Touristenpfade eröffnet. Ihr könnt euch gern jederzeit bei uns melden. Liebe Grüße vom Stadtabenteuer Málaga Team, Elizabeth & Matthias

  2. Ein toller Artikel! Ich bin drauf gestoßen, weil wir selbst Ende März nach Málaga fliegen! Den Caminito del Rey schauen wir uns in jedem Fall auch an, das finde ich total spannend! Danke für die Tipps!

    Liebst,
    Alena
    Lookslikeperfect.net

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