Fotografie zählt zu meinen größten Leidenschaften und daher spielt sie auch auf diesem Blog eine wichtige Rolle. Seit ich Anfang 2008 meine erste Spiegelreflexkamera in Händen hielt, lässt mich das Fotografievirus nicht mehr los und ich arbeite ständig daran mich zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Denn mir wurde bald klar, dass eine teure Spiegelreflexkamera nicht automatisch gute Fotos macht und es sehr viel Wissen und Übung braucht, um dieses komplexe Instrument wirklich zu beherrschen. Die richtige Technik und die Zusammenhänge zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO bilden natürlich die Grundlage für gute Fotos, doch auch die Bildgestaltung und Motivfindung sowie natürlich die Nachbearbeitung wollen gelernt und vor allem geübt werden.

Zu Beginn studierte ich Bücher und suchte im Internet nach Fotografietutorials für bestimmte Motive und Lichtsituationen. Wie gelingt mir eine gute Langzeitbelichtung und was muss ich bei der Landschaftsfotografie beachten?

Nachtaufnahme Barcelona

Bald begann ich mich auch mit dem Thema RAW-Fotografie und der Bildbearbeitung mit klassischen Programmen wie Adobe Photoshop und Lightroom zu beschäftigen. Zwei unverzichtbare Tools in der heutigen Welt der digitalen Fotografie!

Ich brachte mir vieles im Selbststudium bei und konnte so meine Fotos wirklich stark verbessern. Doch richtig gut wurden meine Bilder (und auch deren Bearbeitung) erst durch die Teilnahme an Fotoworkshops, Fotokursen und später auch Fotoreisen!

Daher möchte ich dir heute 5 gute Gründe zusammenfassen, warum eine Teilnahme an einem Fotokurs oder auch einer Fotoreise wirklich Sinn macht:

  1. Die professionelle Leitung

Es gibt mittlerweile unzählige Tutorials im Internet und auch Online-Fotokurse, die dir helfen die Grundlagen der Fotografie zu erlernen. Dem ist grundsätzlich nichts entgegenzusetzen, auch wir schreiben regelmäßig Anleitungen und empfehlen auf dem Blog auch einen Fotokurs, den wir für absolut wertvoll und nützlich halten.

Einen Nachteil haben Blogartikel und Onlinekurse aber trotzdem: man hat niemandem, der einem direkt Feedback gibt!

Anders bei einem geleiteten Fotoworkshop. Hier steht dir ein professioneller Fotograf zur Seite, der – meist in Kleingruppen – einen bestimmten Themenschwerpunkt erarbeitet. Das können technische Grundlagen, eine bestimmte Fotosituation oder auch die abschließende Bildbearbeitung sein. Neben der oft doch sehr trockenen Theorie steht die Praxis im Vordergrund, bei der das Erlernte sofort umgesetzt und natürlich auch beurteilt wird. Und gerade das Feedback ist besonders wichtig, denn am Anfang tut man sich oft schwer, das Ergebnis zu bewerten. Ist das Foto jetzt gut geworden oder kann ich vielleicht noch etwas besser machen? Und damit sind wir schon beim zweiten Punkt.

  1. Echte Verbesserung deiner Fotografie

Ein guter Fotoworkshop wird deine Fotokünste wirklich dramatisch verbessern. Warum? Nun, ein guter Fotokursleiter gibt dir sofort eine konstruktive Kritik sowie direkt umsetzbare Verbesserungsvorschläge. Oder er greift selbst zu deiner Kamera und zeigt dir, wie er ein Bild gestalten oder ein bestimmtes Fotomotiv in Szene setzen würde. Erfahrungsgemäß wirkt das oft Wunder, denn schon Kleinigkeiten können großen Einfluss darauf haben, wie gut ein Bild am Ende wirklich wirkt.

Bei einigen der von mir besuchten Workshops gab es abschließend auch noch eine kurze Einführung in das Thema Bildbearbeitung, wo gezeigt wurde, wie man mit Programmen wie Photoshop und Lightroom noch mehr aus seinen Bildern herausholt.

Fotografie_Milchstrasse_Botswana
Bei der Sternenhimmelfotografie spielt die Nachbearbeitung eine große Rolle! Gut, wenn diese im Rahmen des Workshops besprochen wird!

Auf jeden Fall hatten alle Workshops gemeinsam, dass meine Fotos danach um Hausecken besser waren als zuvor!

  1. Vernetzung und Austausch mit anderen Fotografen

Auch den Austausch unter Gleichgesinnten sollte man nicht unterschätzen. Ich konnte mir in den zahlreichen von mir besuchten Fotokursen wirklich unfassbar viele und wertvolle Tipps und Tricks direkt von Fotografenkollegen abschauen, indem ich Ihnen bei der Umsetzung über die Schultern schaute.

Welches Equipment benutzen meine Kollegen, wie setzen sie das Motiv um und welche Einstellungen verwenden sie?

Studiofotografie_Barcelona
Es hilft immens seinen Fotografenkollegen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, wie hier beim Workshop in Barcelona

Ich konnte zum Beispiel nie etwas mit Panoramabildern anfangen, bis mir ein netter Fotografenkollege beim Workshop in Barcelona zeigte, wie einfach sich diese eigentlich umsetzen lassen. Mittlerweile bin ich ein absoluter Fan davon und habe auf dem Blog auch schon ein Tutorial zu diesem Thema geschrieben.

Natürlich ergeben sich aus den verschiedenen Fotokursen auch Zusammenarbeiten in Form von Gastartikeln oder gemeinsamen Fotowalks und auch zukünftige Reisepartner habe ich auf diesem Weg schon kennengelernt.

  1. Exotische Reiseziele abseits vom Massentourismus

Da ich auf diesem Blog natürlich auch vorrangig das Thema Reisen behandle, stellte sich für mich auch bald die Frage, ob ich denn nicht einmal an einer Fotoreise teilnehmen wollte. Immerhin suche ich meine Reiseziele seit einiger Zeit schon vermehrt nach dem fotografischen Potenzial aus und kaum ein anderes Hobby lässt sich so gut mit dem Thema Fotografie verbinden, wie das Reisen.

Eine organisierte Fotoreise hat aber noch weitere Vorteile. Zum Beispiel führt sie dich sehr häufig nicht (nur) zu den klassischen Touristenzielen, sondern in die fotografisch interessantesten Gegenden eines Landes. Meist bist du in Kleingruppen unterwegs und kannst so einen tiefen Einblick in die Kultur und Traditionen deines Ziellandes gewinnen.

Fotoreise_Kontakt_Bevoelkerung
Bei geführten Fotoreisen kommst du leicht in Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung

Fotoreiseleiter haben meistens sehr gute Kontakte vor Ort und bemühen sich schon im eigenen Interesse, für ihre Kunden die fotogensten Flecken und besten Motive zu finden. Bei einer organisierten Fotoreise kannst du dir fast sicher sein, dass du die beste Aussicht, den schönsten Sonnenuntergang und die beeindruckendste Architektur vor die Linse bekommst. Natürlich gibt es immer externe Faktoren auf die man keinen Einfluss hat, wie das Wetter oder das Verhalten von Tieren bei Safaris, aber generell sind solche Reisen immer stark auf Fotografen und ihre ganz speziellen Bedürfnisse zugeschnitten.

Außerdem brauchst du auf einer Fotoreise niemals ein schlechtes Gewissen haben, wenn du eine Stunde lang Langzeitbelichtungen vom einem Wasserfall machst. Dafür bist du schließlich hier und alle anderen werden es genauso tun. Das ist ein riesiger Vorteil zu einer normalen Reise, wo du meist stark an einen strengen Zeitplan und vor allem die Gruppendynamik gebunden bist.

Island_Bilder_Skogafoss2
Langzeitbelichtungen sind zeitaufwendig. Auf Fotoreisen brauchst du deshalb kein schlechtes Gewissen haben!

Auf einer organisierten Fotoreise wird dir niemand Vorwürfe machen, dass du dich mehr auf deine Kamera, als auf deine Mitreisenden konzentrierst!

  1. Spaß mit Gleichgesinnten

Zu guter Letzt möchte ich natürlich auch noch den sozialen Faktor erwähnen. In einem Fotoworkshop oder auch auf einer Fotoreise bist du ausschließlich von Gleichgesinnten umgeben. Euch verbindet ein gemeinsames Hobby oder sogar ein ähnlicher Beruf, so dass es natürlich viel zu erzählen gibt und sich ein spannender Austausch fast von selbst ergibt.

Es macht Spaß gemeinsam zu lernen, zu experimentieren und danach den Tag zusammen ausklingen zu lassen. Nicht selten ergeben sich durch die Teilnahme an Fotokursen und/oder Fotoreisen lebenslange Freundschaften, denn nichts verbindet mehr als ein gemeinsames Hobby und eine ähnliche Leidenschaft.

Wo finde ich nun den richtigen Fotoworkshop oder die perfekte Fotoreise?

Du bist nun überzeugt von der Idee eines Fotokurses und fragst dich wo du das für dich passende Angebot findest? Falls du nicht zufällig jemanden kennst, der dir einen Anbieter empfehlen kann, ist in erster Linie ist natürlich Google dein bester Freund. Die meisten Fotografen haben mittlerweile Webseiten, um ihr Projekt vorzustellen. Aber natürlich können die Suche und vor allem der Vergleich der verschiedenen Angebote ziemlich zeitraubend und nervenaufreibend sein.

Wir haben dir außerdem auf unserer Seite eine Übersicht empfehlenswerter Fotografen und Fotoreisen-Anbieter zusammengestellt. Dort findest du eine große Auswahl für Reisen im In- und Ausland. Außerdem möchten wir natürlich auch an dieser Stelle etwas Werbung in eigener Sache machen und auf unsere beiden Fotoreisen nach Tansania und Patagonien hinweisen. Falls du schon immer einmal mit uns verreisen wolltest, hast du 2019 sogar zweimal die Möglichkeit dazu. Natürlich stehen wir dir bei jeglichen Fragen zur Verfügung, schreib uns einfach ein kurzes Mail und wir melden uns bei dir!

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Um keine Infos zu verpassen, folge mir auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. Alternativ kannst du meinen Blog auch auf Bloglovin' oder via RSS Feed abonnieren!

Möchtest du meine Reiseberichte und Fototipps direkt in deine Mailbox erhalten? Melde dich jetzt für meinen kostenlosen Newsletter an. Zusätzlich erhältst du als Dankeschön für deine Anmeldung gratis Zugriff auf das E-Book "Günstig Reisen"!

Melde dich für meinen Newsletter an und erhalte 4-6 Mal pro Jahr eine Extraportion Reiselust, spannende Fototipps und exklusive Infos zu meinen Projekten direkt in deine Mailbox.


P.S. Kein Spam, nur viel Fernweh!




Dir gefällt dieser Beitrag? Dann teile ihn doch!
Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

1 Kommentar

  1. Sehr schöner Beitrag! Dort findet ihr auch die coolen Fotoworkshops von #insiderfototour in Metropolen wie Barcelona, Sevilla, Lissabon und Fes ????☀️?

Schreibe ein Kommentar