Einst sagte der berühmte Dichter Oscar Wilde: „Leidenschaft verleitet dazu, im Kreis zu denken.“ Bei einem Reiseblog verhält es sich ähnlich, denn jeder Artikel muss einen runden Abschluss haben. Es reicht nicht aus, einfach mal die Feder zu schwingen und einige Worte zu verfassen.

Doch mit der richtigen Strategie kannst du die Leser im Handumdrehen für dich gewinnen. In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie du einen Reiseblog erstellen kannst.

Emotionen wecken – mit Worten!

Mein Gesicht färbte sich kreideweiß, als ich in der Kirche stand. Überall waren Knochen, soweit das Auge reichte – und ich befand mich in einer heiligen Stätte! „Wie viele Menschen hier wohl gestorben sind?“, überlegte ich mir.

Eine Infotafel lieferte mir die schockierende Antwort: Ich blickte auf die Überreste von rund 40.000 Verstorbenen in der böhmischen Knochenkirche Kutná Hora nahe der Metropole Prag.

Wie du an diesem Beispiel erkennen kannst, arbeite ich gerne mit bildhafter Sprache, um den Leser in den Bann zu ziehen. Hätte ich nur „Ich stand in der Knochenkirche Kutná Hora.“ geschrieben, wäre der Blogleser sofort wieder verschwunden.

Wie du es von der Schule kennst, baut eine gute Geschichte auf einem Spannungsbogen auf. 

- Wer einen tollen Reiseblog erstellen möchte, sollte sich einen roten Faden überlegen.
- Eine chronologische Erzählung der Erlebnisse ist zu empfehlen.
- Wechsle niemals sprunghaft zwischen den Schauplätzen, sondern leite von A zu B geschickt über: „Ich hatte genug vom Big City Life gesehen, nun wollte ich mir etwas Ruhe gönnen. Wo kann man sich besser entspannen, als am gerade mal 20 Kilometer entfernten Strand?“
- Sprich nicht nur über Fakten, sondern verbinde sie mit einer Emotion.

Oftmals machen Reiseblogger den Fehler und zählen einige plumpe Zahlen auf. Doch der Leser möchte unterhalten werden und nicht etwa den aktuellen Mietspiegel von Panama erfahren. Statt zu schreiben „Die Busfahrt war günstig!“, amüsiere deinen Besucher mit den Worten „Ich stieg in den Bus T5 ein und war angenehm überrascht: Hier kann man rund 120 Kilometer für umgerechnet 6,50 Euro fahren.“

Erlebnisse mit Einheimischen

Vermeide es bloß die schönsten Wahrzeichen der Stadt aufzuzählen. Dafür kann der Leser auch jeden x-beliebigen Städteführer zur Hand nehmen. Wenn du einen erfolgreichen Reiseblog erstellen möchtest, musst du von deinen persönlichen Begegnungen berichten: Wie haben die Menschen auf dich reagiert?

Das sind die Geschichten, welche den Leser an deinen Blog binden, denn nur du hast sie erlebt und kannst sie erzählen.

Du musst eine Marke aufbauen und dich von den anderen Reisebloggern abheben. Wie bereits erwähnt, schaut kaum jemand wegen den wichtigsten Ausflugszielen auf deinem Blog vorbei. Es ist dein toller Schreibstil, deine bildhafte Sprache und die individuelle Würze, welche den Leser in deinen Bann ziehen.

3 Faktoren für ausdrucksstarke Bilder

Um deine Worte zu unterstreichen, musst du passende Fotos verwenden.

Vom Torre de Belém in Lissabon existieren bereits zahlreiche Bilder, da es sich um ein beliebtes Touristenziel handelt. Ich empfehle dir, auf solche gängigen Wahrzeichen zu verzichten und lieber das Unbekannte gekonnt ins Bild zu setzen.

 1. Wenn du das Torre de Belém fotografieren möchtest, mache das niemals aus der Touristen-Perspektive. Nimm lieber das Dach deines Hotels oder einen anderen ungewöhnlichen Ausgangspunkt für Fotos.

 2. Fotografiere die kleinen Dinge, welche den Charme einer Stadt ausmachen. Suche dir ein unbekanntes Gässlein und fertige davon eine einzigartige Aufnahme an.

Nichts spricht dagegen, ein Foto bei Nacht zu schießen. So kannst du eine Geschichte bildhafter gestalten, welche du um 02:30 Uhr erlebt hast.

 3. Menschen beleben Bilder. Ein Foto von einem Handwerker, der gerade seiner Arbeit nachgeht, steht für einen individuellen Reisebericht. Solche Aufnahmen sieht der Leser in keinem Städteführer, was deinen Blog individuell macht.

Der Reisebericht sollte von wenigstens drei oder vier Bildern geschmückt werden. Wähle sie sorgfältig aus und achte darauf, dass sie zu deinen Worte passen. Viele Leser lieben Extreme, etwa die schmalste Gasse der Stadt oder die Bank mit der schönsten Aussicht auf die Landschaft. Versuche die ursprüngliche Seite einer Region zu zeigen, welche von der Erzählungen der Reiseführer abweicht. Deine Besucher erwarten von dir echtes Insiderwissen und das gibst du ihnen.


 Reiseblog erstellen: Checklisten wirken Wunder: 

Schließe den Urlaubsbericht mit einer informativen Checkliste ab.

Als Reiseblogger bist du daran interessiert, neue Leser zu gewinnen, also musst du deine Inhalte möglichst lesenswert gestalten. Ist ein praktischer Ratgeber enthalten, spricht sich das schnell im Netz herum. So erhältst du auch einen runden Abschluss und der Blogleser fühlt sich wunderbar informiert.

 Derartige Checklisten kommen infrage:
 Packliste für Brasilien: Das gehört in den Koffer!
- Wichtige Versicherungen für Fernost-Reisen
- 5 Wahrzeichen in Lissabon, die du gesehen haben musst
- Meine privaten Reisetipps für Kuba


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Fazit: Wer einen Reiseblog erstellen möchte, sollte sich bereits vor der Reise einen roten Faden überlegen. Den Text kannst du daheim noch verändern, doch die Fotos sind besonders wichtig. Denke auch an Google, damit deine Artikel über bestimmte Suchbegriffe gefunden werden.

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Autor

Reisejunkie, Autor, Solopreneur. Mag es, ungewöhnliche Orte zu entdecken und nach seinen eigenen Regeln zu leben.

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