Bali– prachtvolle Reisterrassen, wilde Wasserfälle, romantische Strände, Taucherparadies, Yoga & Energie Zentrum, leckeres vegetarisches/ veganes Essen- es gibt kaum ein Land, das in den letzten Monaten und Jahren vor allem von Reisebloggern so hoch gehypt wurde wie diese indonesische Insel. Ein möglicher weiterer Grund für den Bali-Wahnsinn dürfte auch Julia Robert’s weltbekannter Film „Eat, Pray, Love“ sein, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Elizabeth Gilbert, der viele vor allem weibliche Besucherinnen nach Bali zog, in der Hoffnung sich selbst zu finden.

Ich muss zugeben, auch ich wurde dank der zahlreichen Berichte und ausführlichen Blogbeiträge vom Bali-Fieber gepackt und plante seit einiger Zeit meine ganz persönliche Bali-Rundreise. Die vielen euphorischen Beiträge und – als ambitionierte Reisefotografin natürlich ganz wichtig – vor allem die zahlreichen atemberaubenden Fotos von Vulkanen, Stränden und Sonnenuntergängen auf Facebook, Instagram und Co. hatten meine Neugier geweckt, auch wenn ich bis dato nicht unbedingt viel mit Südostasien anfangen konnte.

Bali-Rundreise: Ausblick von Gili Meno
Die traumhaften Bilder von Sonnenuntergängen auf Bali und den Nachbarinseln machten auch mich neugierig

Anders als viele „Reiseblogger-Kollegen“ hatte ich meine erste Backpacking Erfahrung nämlich nicht in Thailand oder Indonesien gesammelt, sondern in Neuseeland. Und auch sonst waren meine zahlreichen Reiseziele immer sehr anglophon angehaucht, z.B. in Form einer Rundereise durch Kanada oder im Rahmen von zahlreichen Städtetrips in den USA. Nicht zu vergessen natürlich auch meine große Soloreise nach Australien im Spätherbst 2014.

Doch im Mai 2016 sollte es dann endlich Zeit für meine langersehnte Bali-Rundreise werden und so buchte ich im Februar ein passendes Arrangement. Eigentlich hatte ich ja wie immer vorgehabt nur den Flug zu buchen und alles weitere auf mich zukommen zu lassen, doch dann stieß ich auf ein wirklich sehr verlockendes und vor allem auch sehr günstiges Angebot von Travelbird, was mich alle meine Pläne über Wasser werfen ließ. Ich bin normalerweise nicht der typische „ich-google-mich-durch-das-günstigste-Reiseangebot“ Typ und nutze Seiten wie Travelbird oder Urlaubshamster, wenn eigentlich nur für Städtereisen. (da kann man nämlich wirklich regelmäßig das eine oder andere Schnäppchen machen)

Da wir bereits bei unserer Lissabon Reise im April extrem positive Erfahrungen mit dem Anbieter Travelbird gemacht hatten, das Angebot für die Bali-Rundreise wirklich ansprechend klang und auch preislich mehr als überzeugte, entschied ich mich relativ rasch für eine Buchung der Reise „Die Perlen von Indonesien“. 15 Nächte würden wir also auf Bali und Lombok verbringen, Aufenthalte auf den weltbekannten Gilis und dem verträumten Nusa Lembongan inklusive.

Die Nachteile eine Pauschalreise

Eines muss dir natürlich klar sein wenn du eine Pauschalreise buchst: viel Raum für persönliche Gestaltung bleibt dir nicht. So musste ich beispielsweise in Kauf nehmen, dass ich die Besteigung des Mount Batur – ein Fix-Punkt auf meiner Reise-Bucket-Liste – diesmal nicht erledigen würde können. Denn auch wenn die Bali-Rundreise von Travelbird viele Highlights umfasste, Zeit für eine Vulkanbesteigung blieb auf Grund des straffen Zeitplans leider nicht. Die fehlende Flexibilität ist also sicher einer der größten Nachteile bei der Buchung eines Komplettangebots.

Bali-Rundreise: Mt. Batur
Den weltbekannten Mt. Batur konnten wir nur aus der Ferne bewundern

Die Vorteile einer Pauschalreise

Vorteile gibt es aber natürlich auch: der Beste? Du musst dich (im Idealfall) um nichts kümmern. Die Frage wie man auf Bali am besten von A nach B kommt? Erübrigt sich, denn der Fahrer ist für die gesamte Zeit inkludiert. Hotel, Hostel oder Homestay? Du brauchst dir keine Gedanken machen, denn deine Unterkünfte sind ebenfalls bereits gebucht und du musst keine Zeit mit dem Abklappern von potenziellen Schlafgelegenheiten verbringen! Und wie komme ich am besten auf die Gilis? Mach dir keinen Stress, denn auch die Transfers per Speedboat sind bereits im Reisepreis enthalten- Abholung und Hotel-Drop inklusive!

Bali-Rundreise: Seri Resort Gili Meno
Alle Unterkünfte, wie hier das Seri Resort auf Gili Meno, waren bereits gebucht

Unabhängig jedoch davon, ob du Bali als Backpacker ohne fixe Route oder im Rahmen einer komplett durchgeplanten Pauschalreise buchst, gibt es einige Dinge die du beachten solltest. Die wichtigsten Tipps und Informationen für deine Bali-Rundreise habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst. Da dieser ziemlich umfangreich geworden ist, habe ich dir ein Menü eingefügt, so dass du direkt zu den Infos deiner Wahl springen kannst.

Tipps & Insiderinfos für deine Bali-Rundreise

Was ist die beste Reisezeit für Bali

Brauche ich für Bali / Indonesien ein Visum?

Welche Impfungen brauche ich für meinen Baliaufenthalt?

Was gibt es bezüglich Malariavorsorge auf Bali zu beachten?

Günstige Flüge nach Bali

Verkehrsmittel / Vorankommen auf Bali

Religion auf Bali

Essen und Trinken auf Bali

Was ist die beste Reisezeit für deine Bali-Rundreise

Egal wohin es dich zieht, die Frage nach der besten Reisezeit ist bei der Reiseplanung essenziell. Schließlich möchte man ja nicht 15 Stunden fliegen, um danach zwei Wochen im Dauerregen zu sitzen oder gar zu frieren. Gott sei Dank ist das Thema Reisezeit was Bali betrifft nicht so kompliziert, denn das Klima in Bali ist tropisch und es ist dort eigentlich immer warm. Im Grunde gibt es nur zwei „Jahreszeiten“, nämlich Regenzeit (ca. von Oktober bis April) und Trockenzeit (ca. von Mai bis September). Hauptsaison in Bali ist im Juli und August, dann ist die Insel voll und die bekannten Touristenspots wie Kuta, Sanur oder Seminyak hoffnungslos überfüllt.

Falls du also von der Urlaubsplanung her die Möglichkeit hast, die beiden Sommermonate auszulassen, würde ich dir dringend empfehlen deine Bali-Rundreise in den Mai oder September zu verlegen. Das sind die beiden Übergangsmonate zwischen Regen- und Trockenzeit wo es noch etwas ruhiger zugeht, aber das Wetter für gewöhnlich schon bzw. noch trocken uns sonnig ist. (Anmerkung: ich hatte im Mai 2016 2 Wochen lang bis auf wenige Ausnahmen strahlenden Sonnenschein)

Bali-Rundreise: Sanur
Kaum ein Wölkchen trübt den blauen Himmel und die Liegestühle sind auch noch frei. Das ist Mai in Sanur!

Natürlich spricht auch nichts dagegen Bali in der Regenzeit zu besuchen. Regenzeit bedeutet nämlich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, dass es dauerhaft regnet, sondern meistens muss man ein bis zweimal am Tag oder auch in der Nacht mit heftigen Regenschauern rechnen, die aber auch rasch wieder abklingen. Ein weiterer Vorteil bei einem Besuch zwischen Oktober und April sind natürlich die deutlich günstigeren Preise und das Mehr an Ruhe und Entspannung.

Tipp: der Norden der Insel ist durch die Gebirgskette geschützt und daher in der Regenzeit deutlich weniger regenanfällig als der Süden.

Beachte auch, dass es in Bali Unterschiede zwischen dem Klima an der Küste auf Meeresniveau und dem Klima im Hochland gibt. In den Bergen können die Temperaturen Nachts durchaus auch mal auf 10 Grad fallen und auch untertags ist es deutlich frischer als an den Stränden. Auf Grund der vielen Quellwolken rund um die Vulkane und der generell unbeständigeren Wetterverhältnisse im Hochland, eignet sich die Trockenzeit zwischen Mai und September am besten für eine Besteigung.

Brauche ich für Bali / Indonesien ein Visum?

Diese Frage ist differenziert zu beantworten.

NEIN bei Einreise für touristische Zwecke und einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen an ausgewählten Grenzen und Flughäfen, über die auch die Ausreise erfolgt.

Einreisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und einigen anderen europäischen Ländern müssen, anstatt wie früher das Visum bei Ankunft zu bezahlen, nur noch das Zollformular ausfüllen und einen Reisepass haben, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Bei Einreise wirst du dann gefragt was du so vor hast und bekommst einen hübschen Stempel in deinen Pass-fertig! Danach darfst du dich für 30 Tage in Indonesien aufhalten. Generell solltest du dich in Indonesien streng an die Fristen deiner Aufenthaltsgenehmigung halten, um keine Probleme zu provozieren.

Das Zollformular wird – ähnlich wie bei Reisen in die USA – im Flugzeug ausgeteilt und sofern du alle Fragen mit „Nein“ beantwortest, wirst du auch kleine Probleme bei der Einreise haben.

JA bei einem Aufenthalt mit einem geschäftlichen, kulturellen oder auch familiären Hintergrund, oder  bei einer Reisedauer von mehr als 30 Tagen.

Das Visum kannst du bei der indonesischen Botschaft deines Heimatlandes, bei sogenannten „Visa-Vermittlungsagenturen (Achtung diese Leistung ist kostenpflichtig) oder auch als „Visa on Arrival“ für Touristen und Geschäftsreisende an ausgewählten Grenzübergängen beantragen. Das „Visa on Arrival“ ist 30 Tage gültig und kann einmalig bei der Einwanderungsbehörde (gegen Gebühr; mindestens eine Woche vor Ablauf) um weitere 30 Tage verlängert werden.

Weitere Informationen findest du auf der Seite des auswärtigen Amtes (DE) bzw. des Außenministeriums (AT)

In meinem Reiseführer steht etwas von Ausreisegebühr? Was bedeutet das?

Bis Anfang 2015 gab es eine Ausreisegebühr, die sogenannte Departure Tax oder Passenger Service Charge, in der Höhe von 200.000 Rupiah (ca. 13 €, Stand Juni 2016) die bei Ausreise in bar zu entrichten war. Mittlerweile ist diese Steuer in den Flutickets enthalten, aber viele Reiseführer enthalten noch den Hinweis auf diese Steuer, lass dich also diesbezüglich nicht verwirren!

Welche Impfungen brauche ich für meinen Baliaufenthalt?

Was die Impfvorsorge angeht empfehlen wir grundsätzlich immer die Konsultation eines Arztes, vorzugsweise eines Tropenmediziners. In  Wien vertrauen wir dabei auf das kompetente Team von www.traveldoc.at.

Für Bali sind keine besonderen Impfungen vorgeschrieben, aber uns wurden zusätzlich zum österreichischen Standardimpfplan folgende Impfungen empfohlen:

  • Hepatitis A & B (Tipp: falls du bereits einmal geimpft wurdest, lass eine Titer-Bestimmung machen, da besonders der Impfschutz von Hepatitis B von Person zu Person variiert)
  • Typhus
  • Tollwut

Bezüglich der Tollwutimpfung gehen die Meinungen auseinander. Falls du deine Reise in einem Hotel verbringst, wirst du vermutlich darauf verzichten können. Das Bali ein Tollwutproblem hat ist aber unbestritten, auch wenn in den letzten Jahren einiges gegen die Ausbreitung des Virus getan wurde. Leider zählen auch Massentötungen von Streunerhunden dazu, auch wenn Tierschutzorganisationen im Sinne einer gezielten Ausrottung der Krankheit für ein konsequentes Durchimpfen der Hundepopulation plädieren.

Bis es soweit ist, sollte das Thema Tollwutimpfung Teil deiner Reisevorbereitung sein. Übrigens auch wenn du, anders als ich, kein Tierfreund bist und meinst, sowie so nicht freiwillig mit Straßenhunden in Kontakt zu kommen. Fakt ist, es gibt auf Bali unzählige – am Strand, im Markt, in den Tempelanlagen etc. – und du wirst ihnen zwangsläufig begegnen. Nicht alle von Ihnen sind aggressiv – ganz im Gegenteil die meisten sind sogar sehr freundlich – und ganz bestimmt nicht alle haben Tollwut. Aufpassen musst du übrigens auch mit den Affen, beispielsweise im Monkey Forest in Ubud, auch sie sind potenzielle Überträger, und im Gegensatz zu den meisten Hunden auch richtig frech. Wir haben selbst erlebt, wie in Ubud ein Affe Essen klauen wollte und beim Versuch ihn zu vertreiben zugeschnappt hat!

Straßenhund Bali
Dem treuherizgen Blick der Hunde solltest du widerstehen

Das Problem sind allerdings weder die Hunde noch die Affen an sich, sondern eher die Tatsache, dass der Tollwutimpfstoff und besonders das bei nicht geimpften Personen nötige Imunglobulin auf Bali nicht immer zuverlässig verfügbar ist. In den meisten Fällen heißt das, dass der Patient nach Singapur oder Australien ausgeflogen werden muss. Abgesehen davon, dass so ein Vorkommnis deinen ganzen Reiseverlauf auf den Kopf stellt und natürlich sehr teuer ist, begibst du dich auch in einen Wettlauf mit der Zeit, denn bei Tollwut entscheiden bei nicht geimpften Personen Stunden über eine erfolgreiche Behandlung.

Achtung: auch wenn du geimpft bist musst du nach einem Biss weitere Impfungen bekommen und zwar an Tag 0 und Tag 3. Die Gabe von Immunglobuli entfällt allerdings, was ein Vorteil ist, da dieser aktive Impfstoff in Ländern wie Indonesien oft nicht vorrätig ist und außerdem die Gefahr besteht, durch unsauber hergestelltes Immunglobulin mit Hepatitis C oder HIV angesteckt zu werden!

Eine bestehende Tollwutimpfung verhindert also nicht eine Erkrankung, aber sie erleichtert die Behandlung und lässt dich mehr Zeit gewinnen. Da bereits Abwehrstoffe vorhanden sind, muss die Nachimpfung nicht sofort, sondern innerhalb der ersten 5 Tage nach der Exposition erfolgen.

Verträglichkeit der Tollwutimpfung

Noch immer kursieren Märchen im Internet und in den Köpfen der Leute, über die angeblich extrem schlimmen Nebenwirkungen der Tollwutimpfung. Ich habe die Impfung vor meiner Bali-Rundreise erhalten, und kann von mir selber sagen, dass ich sie weit besser vertragen habe als die Typhus-Impfung oder auch die FSME Impfung. Ich hatte weder Fieber, Übelkeit oder Kopfschmerzen und nicht einmal nennenswerte Muskelschmerzen. Am Tag danach habe ich die Einstichstelle leicht gespürt, aber das war es auch schon. Im Hinblick auf das Risiko – die Erkrankung verläuft bei nicht rechtzeitiger Impfung nach einem Biss immer tödlich – würde ich bei Reisen nach Indonesien, Indien aber auch in dünn besiedelte Gegendes Afrikas die Impfung definitiv empfehlen!

Kosten der Tollwutimpfung

Einziger Nachteil: Die Impfung ist sehr teuer, pro Teilimpfung kannst du mit ca. 80 € rechnen. Ich habe für meine Tollwut Grundimmunisierung € 250 bezahlt. Nach einem Jahr folgt noch eine 4. Teilimpfung. (Zusatzinfo für Deutschland: die Impfung dürfte dort manchmal von der Krankenkasse übernommen werden- erkundige dich bei deinem Arzt!)

Mehr über die Tollwut Erkrankung, das Impfschema und andere wichtige Punkte findest du im Internet auf den Webseiten von Reise- und Tropeninstituten wie z.B. auf der Webseite der Traveldocs (–> Tollwut).

Bitte beachte, dass wir selbst keine Reisemediziner sind und hier am Blog nur unsere eigenen Erfahrungen weitergeben.  Die Notwendigkeit einer Impfung hängt immer vom Reiseverlauf ab und auch die Verträglichkeit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wir empfehlen daher, vor jeder Auslandsreise eine kompetente, reisemedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen und die medizinische Reisevorsorge auf die eigenen, individuellen Bedürfnisse abzustimmen.

Was gibt es bezüglich Malariavorsorge auf Bali zu beachten?

Ein weiteres wichtiges Thema bei einer Bali-Rundereise ist die richtige Malaria-Vorsorge. Auch hier empfehlen wir natürlich, den Rat eines Tropenmediziners einzuholen. Nur Fachleute kennen die aktuellen Risikogebiete und wissen, welche Medikation wo am besten wirkt.

Generell ist Malaria auf Bali Gott sei Dank kein besonders großes Problem und die Wahrscheinlichkeit, während einer Urlaubsreise auf Bali an Malaria zu erkranken ist ziemlich gering. Anders sieht die Situation auf der Nachbarinsel Lombok aus, wo es vor allem auf der Ostküste und in Dschungelnähe häufig zu Malariafällen kommt. Auch die berühmten und bei Reisenden sehr beliebten Gili-Inseln gehören zu Lombok, und nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen zu Bali, dementsprechend ist das Risiko sich hier mit Malaria zu infizieren etwas höher.

Lombok: Lombok Dschungel
Im Dschungel von Lombok ist das Malaria-Risiko höher!

Ein Grund zur Panik oder gar Anlass zur Absage deines Traumurlaubs ist das aber nicht. Malaria lässt sich, im Gegensatz etwa zu Tollwut (siehe oben) und sofern rechtzeitig erkannt sehr gut behandeln und heilt auch sehr gut aus. Selbst wenn du also an Malaria erkranken solltest, heißt das also noch lange nicht, dass dein Urlaub damit vorbei ist. Sobald du die entsprechende Medikation bekommst, kannst du deine Reise normalerweise sogar fortsetzen, ausgiebige Saufgelage auf Gili Trawangan mal ausgenommen. 😉

Zur Malaria-Vorsorge während deiner Bali-Rundreise gibt es zwei Möglichkeiten: man kann die Erkrankung vorbeugend mittels einer Prophylaxe verhindern oder eine Stand-By Medikation mitführen. Für die Prophylaxe musst du 24 Stunden vor der Einreise in das Malaria-Gebiet mit der Einnahme der Tabletten beginnen und diese nach der Ausreise noch mindestens 7 Tage weiter nehmen. Manchmal kommt es zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall oder Schwindelgefühl, ich möchte an dieser Stelle aber erwähnen, dass von den Personen, die sich beispielsweise während meiner Südafrikareise für die Prophylaxe entschieden hatten, niemand betroffen war.

Wir sind wie gesagt keine Ärzte und können dir hier nur Informationen basierend auf unseren eigenen Erfahrungsberichten geben, dennoch bin ich der Meinung, dass auf Grund des verhältnismäßig geringen Risikos, speziell während der Trockenzeit, eine prophylaktische Behandlung für Bali, als auch für Lombok unnötig ist und so wurde es mir auch vom Tropenarzt meines Vertrauens bestätigt.

Wir haben uns daher für eine Stand-By Medikation entschieden.

Die Stand-By Medikation bedeutet, dass du die Tabletten mitführst, aber nur im Fall einer akuten Erkrankung einnimmst. Malaria äußert sich unter anderem durch hohes Fieber und schwere Gliederschmerzen und der Zustand kann sich schnell dramatisch verschlechtern. Entscheidest du dich für die Stand-By Variante gilt es bei jeglichem Anzeichen von Fieber sofort mit der Therapie zu beginnen. Nur so kann die Bekämpfung wirkungsvoll erfolgen!

Was kann ich sonst noch tun, um mich gegen Malaria zu schützen?

Malaria wird durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen, daher ist die beste Vorsorge gegen Malaria nicht gestochen zu werden!

  • Sprühe dich (besonders am Abend) ausgiebig mit Mückenspray ein. Das Mückenspray deiner Wahl sollte einen hohen Anteil „Deet“ enthalten, wir empfehlen dir „No Bite“. Zusätzlich kannst du auch vor der Abreise deine Kleidung imprägnieren, das sorgt für zusätzlichen Schutz.
  • Trage, besonders in den Abendstunden, lange, helle Kleidung, z.B. aus dünnem Leinenstoff.
  • Wenn du ein Zimmer mit Klimaanlage hast, dreh sie unter Tags ordentlich auf, Mücken mögen die kalte Luft nicht!
  • Halte Fenster und Türen deiner Unterkunft stets geschlossen und lass während deiner Abwesenheit das Licht nicht brennen. (Mücken suchen das Licht)
  • Wenn es in deiner Unterkunft ein Moskitonetz gibt, benutze es!
  • Auf Balkon oder Terrasse helfen Räucherspiralen, viele bessere Hotels stellen diese sogar gratis zur Verfügung
Bali-Rundreise: Moskitonetz
Wenn dein Bett über ein Moskitonetz verfügt, benutze es!
Ein Wort noch zum Dengue Fieber

Viel höher als das Risiko mit Malaria angesteckt zu werden, ist die Gefahr in Bali, besonders während der Regenzeit, an Dengue-Fieber zu erkranken. Gegen Dengue-Fieber gibt es weder eine Impfung noch eine geeignete Prophylaxe, und die einzige Möglichkeit sich zu schützen ist ein konsequenter Schutz vor Moskitostichen. Da die Überträgermücken tagaktiv sind, solltest du dich auch untertags mit einem „Deet“ haltigen Mittel schützen! Mehr zum Dengue-Fieber kannst du hier nachlesen.

Günstige Flüge nach Bali

Wenn du nicht so wie wir ein Pauschalangebot buchst, heißt es zunächst verschiedene Flugsuchmaschinen zu durchkämmen, um nach günstigen Flugangeboten Ausschau zu halten. Ein Flug nach Bali dauert ungefähr 15 Stunden und beinhaltet mindestens einen, manchmal auch zwei Stops. Direktflüge von Österreich, der Schweiz oder Deutschland aus gibt es leider nicht.

Ich selber lege doch einigermaßen Wert auf Komfort und Unkompliziertheit und suche meistens nach der schnellsten Art an mein Ziel zu kommen. Außerdem buche ich grundsätzlich (und sofern möglich) nur bei renommierten Airlines, wie der Lufthansa Gruppe (bzw. den Staralliance Partnern) oder den Fluglinien aus den Emiraten. 100 oder auch 200 € weniger sind es mir nicht wert, zwei oder mehr Stopps auf mich zu nehmen, die meine Anreise dementsprechend verlängern oder mit einem wenig vertrauenserweckendem Billigflieger mit schlechter Servicequalität und mangelndem Entertainment unterwegs zu sein. Aber ich gestehe das ist mein persönlicher Tick, während andere Reisende mit knapperem Budget ausschließlich nach monetären Gründen entscheiden mögen.

Was auch immer deine Präferenzen sind, eine gute Flugsuchmaschine brauchst du sowieso, um dir die möglichen Verbindungen und die Preisspannen anzuzeigen. Wir empfehlen (und benutzen) dazu Momondo, Skyscanner und Checkfelix. Wir raten dir davon ab nur eine Flugsuchmaschine zu benutzen, denn je nach Reisezeitraum, Ziel und Reisedauer, findet mal die eine oder die andere das bessere Angebot. Zusätzlich habe ich mir angewöhnt auch immer das Reisebüro meines Vertrauens (Statravel) zu konsultieren sowie die Flüge auch direkt bei der Airline meiner Wahl zu checken. Auf diesem Weg habe ich schon einige Überraschungen erlebt wie z.B. die Flüge nach Neuseeland und Australien, wo ich beide Male vom Reisebüro das attraktivste Angebot bekam, sowie den Flug nach New York letzten Dezember, den ich direkt auf der Internetseite von Austrian Airlines buchte.

Tipp: Auf Checkfelix gibt es neuerdings auch einen sogenannten Dealfinder„, der dir auf einer Landkarte die jeweils günstigsten Raten pro Ziel anzeigt. So siehst du auf einen Blick welches Reiseziel gerade besonders günstig anzufliegen ist.

Als grobe Orientierung zum Flugpreis ist zu sagen, dass du mit Glück ein Schnäppchen für ungefähr 600 € und zwei oder mehr Stopps machen kannst. Für einen Flug mit einem Stop kannst du mit 750 -900 € kalkulieren, natürlich sind aber alle Preise immer abhängig von Reisezeit und Nachfrage.

Wie immer gilt: je flexibler du bist, desto günstiger wirst du nach Bali kommen. Falls du wie ich eine möglichst direkte Verbindung suchst, dann lege ich dir die Golfairlines Emirates oder Qatar nahe, die Bali Denpasar über das Drehkreuz Dubai bzw. Doha bedienen. Beide Airlines verfügen über eine moderne Flugzeugflotte, ausgezeichnetes Entertainment und hervorragendes Service an Board (tolle Menüauswahl für Vegetarier) und überzeugen auch mit attraktiven Angeboten.

Hotels & Unterkünfte auf Bali

Hotels und Unterkünfte findest du auf Bali in jeder Preisklasse. In den letzten Jahren wurde das Land vom Massentourismus überschwemmt und dementsprechend groß ist das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Ob Hostel, Boutiquehotel, Homestay oder Luxusresort, auf Bali findet jeder Reisende das passende Bett.

Da wir eine Pauschalreise gebucht hatten, waren unsere Unterkünfte bereits im Reisepreis inkludiert. Es handelte sich dabei meistens um kleine 3 bis 4 Sterne Hotels, die bis auf eine Ausnahme vollkommen in Ordnung waren und in einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis standen.

Folgende Hotels haben wir auf unserer Bali-Rundreise besucht:

Ari Putri Hotel in Sanur; kleines Hotel in entzückender Anlage, leider etwas abgewohnt und schwer renovierungsbedürftig. Die Zimmer im zweiten Stock dürften besser sein, die unteren sind besonders optisch nicht mehr sehr ansprechend. Allerdings recht sauber, auch wenn die Duschköpfe dringend entkalkt gehören. Dafür preislich top: Mit 40 $ pro Zimmer war es mit Abstand das günstigste Hotel der Reise.

Bali-Rundreise: Ari Putri Hotel in Sanur
Ari Putri Hotel in Sanur

Strawberry Hills in Bedugul; kleine Bungalows in entzückender Lage in einem wunderschönen Garten mit exotischen Blumen und Erdbeerfeldern. Das Frühstück wird ins Zimmer serviert und kann auf der kleinen Terrasse eingenommen werden. Einziger Kritikpunkt: durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlt sich die Bettwäsche etwas klamm an.

Bali-Rundreise: Strawberry Hills Hotel in Bedugul
Strawberry Hills Hotel in Bedugul

Adi Assri Beach Resort in Pemuteran; definitiv eines der besten Hotels unserer Reise. Großzügige Anlage mit Pool- und Spabereich direkt am Strand. Selbst die Standardbungalows überzeugen mit luxuriöser Ausstattung und genialem Outdoor-Bad. Schönes Strandrestaurant mit Barbecue Option.

Bali-Rundreise: Adi Assri Beach Resort in Pemuteran
Adi Assri Beach Resort in Pemuteran

Saren Indah in Ubud; nettes Hotel direkt beim berühmten Monkey Forest. Die Anlage ist luftig und großzügig gestaltet und liegt direkt an den Reisfeldern. Die Zimmer sind groß und sauber, jedoch nicht besonders modern. Beim Frühstück achtsam sein, da die Affen aus dem benachbarten Monkey Forest dem Hotel gerne einen Besuch abstatten, um den ahnungslosen Touristen ihr Frühstück abzuluchsen.

Bali-Rundreise: Saren Indah Hotel in Ubud
Saren Indah Hotel in Ubud

Rama Shinta in Candidasa; super süßes Boutique Hotel am Strand, wobei Strand in Candidasa leider auf Grund des Raubbaus am vorgelagerten Korallenriff quasi nicht mehr vorhanden ist. Große luftige Zimmer mit Terrasse und Blick auf den Garten, wo es auch einen hübschen Pool gibt.

Bali-Rundreise: Rama Shinta Hotel in Candidasa
Rama Shinta Hotel in Candidasa

Seri Resort auf Gili Meno; eines der wenigen Resorts auf Gili Meno, schlicht im weiß blauen Design gehalten, Top-Service und Mitarbeiter, die dir jeden Wunsch von den Augen ablesen. Der Strand Abschnitt ist leider nicht der schönste und leidet auch unter dem Raubbau an den Korallen. Beim Baden Badeschuhe verwenden, um schmerzhafte Begegnungen mit Seeigel zu vermeiden!

Bali-Rundreise: Seri Resort auf Gili Meno
Seri Resort auf Gili Meno

Kila Senggigi Beach auf Lombok; riesige Ferienanlage in Lomboks Touristenhotspot Senggigi. Sehr beliebt auch bei Einheimischen, was sich an unzähligen Reisegruppen mit dementsprechendem Lärmpegel bemerkbar machte. Die Zimmer waren absolut in Ordnung, der hoteleigene Strandabschnitt ok, aber nicht besonders. Plus: das eindeutig beste und umfangreichste Frühstücksbuffet der Reise.

Lombok-Rundreise: Kila Senggigi Beach Hotel, Lombok
Kila Senggigi Beach Hotel, Lombok

D’Nusa Beach Club & Resort auf Lembongan; von außen eine Katastrophe, da das Hotel gerade erweitert wird und rundherum Baustelle herrscht. Im Inneren wird alles versucht, um den Besuchern einen normalen Hotelalltag vorzugauckeln. Wegen des Umbaus bekamen wir ein Upgrade vom Standardzimmer auf eine Private Villa mit Pool, was uns sehr freute. Außerdem hatte das Hotel definitiv das beste und bequemste Bett und den schönsten Strandabschnitt von allen Hotels die wir auf der Reise bewohnten. Sobald die Renovierung abgeschlossen ist erwartet euch mit Sicherheit eine Traumunterkunft!

Bali-Rundreise: D'Nusa Beach Club & Resort, Lembongan
D’Nusa Beach Club & Resort, Lembongan

Falls dich eine oder mehrere dieser Unterkünfte ansprechen, empfehlen wir dir eine Buchung über Booking.com.

Erlebe Bali ganz persönlich im Rahmen einer Homestays

Falls du Wert auf ein persönliches Reiseerlebnis legst und gerne in Kontakt mit Locals trittst, solltest du dich über die sogenannten Homestays informieren. Homestay heißt, dass du ein Zimmer oder Gästehaus von einer balinesischen Familie mietest und während deines Aufenthalts von diesen versorgt wirst. Für viele Balinesen tragen Homestays wesentlich zur Aufbesserung des Familieneinkommens bei und die Qualität ist meistens dementsprechend hoch. Empfehlungen für Homestays findest du im Internet auf entsprechenden Webseiten wie z.B. Tripadvisor oder auf einschlägigen Blogs.

Alternativ kannst du dich auch einfach bei deiner Ankunft für eines der Homestay Angebote entscheiden, denn egal ob auf Gili oder Lembongan, auf jeder Insel warten dutzende hoffnungsvolle Einheimische auf die Fähren und Wassertaxis, um den ankommenden Touristen ein Angebot für ein Zimmer zu machen.

Eine weitere Möglichkeit Homestays zu buchen ist übrigens AirBnB. Auf der Plattform gibt es mittlerweile unzählige Angebote für Bali und die nahegelegenen Inseln und falls du zu denjenigen gehörst die gerne im Voraus buchen, ist AirBnB mit Sicherheit eine interessante Option. Falls du noch kein Mitglied bei AirBnB bist, kannst du dir übrigens über folgenden Link 30 € Reiseguthaben sichern!

Verkehrsmittel / Vorankommen auf Bali

Als wir mit dem Taxi den Fluhafen in Denpasar verließen, war ich als Südostasien-Laie erstmal schockiert über das Verkehrsaufkommen auf Bali. Stau scheint hier etwas ganz normales zu sein und die Menschen sind offensichtlich daran gewöhnt, dass sie für eine Strecke von wenigen Kilometern stundenlang im Auto sitzen. Außerdem sind auch die Straßen abseits der Hauptverbindungen eher schlecht als recht ausgebaut, was das Vorankommen auf Bali nicht unbedingt einfacher macht. Die Insel ist zwar nicht sehr groß, die Nord-Süd Ausdehnung beträgt etwa 95 km, die West-Ost Ausdehnung knapp 145 km, dennoch sollte man die Anreisezeiten nicht unterschätzen. Strecken, die wir zu Hause in wenigen Stunden absolvieren, werden auf Bali zu einer Tagesreise. Ein Fehler den man also niemals machen sollte, ist die Routenplanung auf die zu absolvierenden Kilometer zu basieren!

Abgesehen davon würde ich dir generell vom selber Autofahren abraten. Wie gesagt sind die Straßen schlecht und der Fahrstil gewöhnungsbedürftig. Es herrscht zwar anscheinend offensichtlich eine Art stilles Abkommen zwischen den Verkehrsteilnehmern, so dass alle spektakulären Überholvorgänge und rasanten Manöver während unserer Bali-Rundreise gut ausgingen, aber ich selbst möchte eigentlich nicht aktiver Teil davon sein.

Was kostet ein Auto mit Fahrer auf Bali?

Eine Alternative ist, sich ein Auto mit Fahrer zu mieten (so wie es bei unserer Rundreise inkludiert war). Das kostet ab ungefährt 25-30 € pro Tag (je nach Verhandlungsgeschickt) aber nimmt dir die Belastung, dich selber in das Verkehrschaos einbringen zu müssen. Gute Nerven brauchst du aber trotzdem, ich hatte öfter das Gefühl bald ein Loch in die Fußmatten zu bremsen, wenn unser Fahrer mal wieder zu einem besonders rasanten Überholmanöver ansetzte. Vorteil eines eigenen Fahrer ist natürlich auch, dass er dir etwas zu den Sehenswürdigkeiten und interessanten Locations auf der Insel erzählen kann. Wir waren jedenfalls sehr froh über unseren Fahrer und Guide Ketut, der uns sicher über die Insel kutschierte und uns gleichzeitig viele interessante Einblicke in das Leben und den Alltag auf Bali ermöglichte. An dieser Stelle noch einmal „Danke Ketut!“.

Wie kann ich auf Bali einen Roller mieten?

Die beste und günstigste Art Bali individuell zu erkunden ist mit Sicherheit ein Roller. (in Österreich gerne auch Moped genannt) Prinzipiell hat auf Bali sowieso jeder ein Moped, weil es nicht nur günstig ist, sondern auch ermöglicht die Staus zu umfahren und man damit relativ schnell vorankommt.

Den Lebensgefahren im balinesischen Verkehrschaos bist du natürlich auch mit einem Moped ausgesetzt, eigentlich bist du sogar noch verwundbarer als im Auto, von daher bleibt es dir überlassen wie du deine Fahrkenntnisse einschätzt. Ich sage ehrlich, dass mir das Fahren in den Städten und auf den Hauptstraßen als zu riskant erschien. Aber um kurz zu einem versteckten Strand zu tuckern oder rund um Ubud durch die Reisfelder zu düsen eignet es sich natürlich perfekt. Auch Nusa Lembongan war ideal, um es mit dem Roller zu erkunden, da es verhälnismäßig wenig Verkehr gab und die Distanzen überschaubar waren. Besonders für Zweirad-Neulinge ein perfekter Ort, um sich mit dem Roller vertraut zu machen.

Einen Roller mieten kannst du an fast jeder Ecke und auch viele Hotels oder Homestays bieten dir an, einen fahrbaren Untersatz zu organisieren. Entweder haben sie selber welche vor Ort oder es wird unkompliziert einer über Bekannte oder Familie organisiert. Das Vermieten selbst funktioniert unkompliziert und basiert meistens auf Handschlag und einem gewissen Grundvertrauen. Papierkram und Verträge findest du selten.

Wenn du ganz sichergehen willst kannst du deinen Roller bei Bali Bike Rental mieten, ein relativ junges Unternehmen, dass sich auf die Vermietung von Rollern an Touristen spezialisiert hat. Das ist etwas teurer als bei einem Vermieter an der Straße, aber hier sind verlässlich alle Versicherungen enthalten und der Roller wird dir auch zu deiner Unterkunft zugestellt. Vorteil: Die Buchung kannst du auch online abschließen!

Die Kosten für einen Tag variieren mit der Nachfrage und liegen meistens zwischen 50.000 und 100.000 Rupiah pro Tag, das sind etwa 4-6 €. In sehr touristischen Gegenden wie Ubud ist es normal, dass man etwas mehr zahlt, handeln zahlt sich aber jedenfalls immer aus. Wir haben auf Lembongan 60.000 Rupiah für unseren Roller bezahlt.

Übrigens, auf Bali herrscht Helmpflicht, das Foto anbei ist definitiv nicht repräsentativ und nachahmenswert. Es empfiehlt sich auch, lange Hosen und festes Schuhwerk zu tragen, um das Verletzungsrisiko bei Stürzen zu minimieren und Verbrennungen durch den Auspuff zu vermeiden. Wie du am Bild sehen kannst, waren wir da etwas nachlässig.

Bali-Rundreise: Roller auf Bali
Die beste Art um auf Bali voranzukommen ist ein Roller (hier auf Nusa Lembongan)
Folgende Punkte solltest du also beim Roller-Mieten auf Bali beachten:
  • Lasse dir zu Hause einen internationalen Führerschein ausstellen (das kostet 15- 20 €), um bei einer möglichen Polizeikontrolle gewappnet zu sein
  • Handle einen angemessen Preis für deinen Roller aus und frag nach Fahrzeugschein und inkludierten Versicherungen
  • Frage immer nach einem Helm und benutze diesen
  • Untersuche deinen Roller vor der Abfahrt auf Schäden und teste Bremsen, Hupe usw. auf ihre Funktionstüchtigkeit. Sollten Schäden vorhanden sein, empfiehlt es sich Fotos machen.
  • Schaue, dass dein Roller vollgetankt ist. Ansonsten kannst du an Tankstellen tanken oder du bekommst Benzin auch abgefüllt in Mineralwasserflaschen in Shops am Straßenrand. (ca. 15.000 Rupiah/ 1€ im Shop, etwas weniger an der Tankstelle)
  • Bedenke, in Indonedien herrscht Linksverkehr!
  • Hupen dient nicht dazu, die anderen zu nerven, sondern um auf sich aufmerksam zu machen. Vor unübersichtlichen Kurven wird beispielsweise gehupt, um zu signalisieren „Ich bin da“
  • Für mögliche Polizeikontrollen empfiehlt es sich, ein paar Extrascheine als „Trinkgeld“ eingesteckt zu haben, wir sind allerdings nie in diese Situation gekommen und können hier keine Erfahrunswerte bieten.
  • Fahre jederzeit passiv und vorausschauend und lass dich vom rasanten Fahrstil der Balinesen nicht anstecken!

Noch mehr hilfreiche Tipps und Tricks zum Roller-Mieten auf Bali hat dir Melissa auf ihrem Blog Indojunkie zusammengefasst. Ich kann dir diesen Artikel nur ans Herz legen!

Religion auf Bali

Bali ist ein Teil von Indonesien, das mehrheitlich muslimisch geprägt ist. Dennoch ist Bali anders, denn es bekennen sich 90% der Einwohner zum Hinduismus. Das ist der Grund warum auf dieser Insel ein ganz anderer Flair herrscht als beispielsweise auf der Nachbarinsel Lombok. Der Glaube ist sehr wichtig für die Balinesen und er wird täglich öffentlich zelebriert und ist einfach Teil des Lebens auf Bali. Nachdem die Hindus sehr stark an verschiedene Kräfte und Gegensätze, wie Gut und Böse bzw. Götter und Geister glauben, sind Zeremonien, mit dem Ziel sich mit diesen über- bzw. unterirdischen Kräften gutzustellen, an der Tagesordnung.

Bali-Rundreise: Opferschalen
Opferschalen aus Bananenblättern findest du auf Bali an jeder Ecke

Das erste was dir als unbedarfter Tourist auf Bali auffallen wird, sind die vielen bunten Opferschalen, die überall herumstehen und leider auch häufig achtlos zertrampelt werden. Diese bestehen zumeist aus einem Bananenblatt, das mit Blüten, Reiskörnern und anderen Opfergaben wie Keksen, Früchten oder auch Zigaretten gefüllt ist und mit Räucherstäbchen dekoriert wird. Du solltest während deines Aufenthaltes auf Bali wirklich darauf achten, wo du deine Füße hinsetzt, denn das Zerstören der Opfergaben gilt als sehr unhöflich, auch wenn dich wahrscheinlich selten jemand mit diesem Fauxpas konfrontieren wird, da die Balinesen ein wirklich sehr höfliches Volk sind.

Bali-Rundreise: Zeremonie
Die Zeremonien sind ein tolles Erlebnis!

Und natürlich spiegelt sich die starke Verbindung zum ihrem Glauben auch in den vielen Tempelanlagen wider, die quer über die ganze Insel verstreut sind. Hier kannst du nicht nur außergewöhnliche balinesische Architektur bewundern, sondern mit ein wenig Glück auch Zeuge von beeindruckenden Zeremonien werden: Der Duft von Räucherstäbchen, unzählige festlich gekleidete Personen, die unter melodischen Gesängen ihre Opfergaben darbieten, die beeindruckende Kulisse eines Tempels, farbenfrohe und mit Liebe dekorierte Opferschalen… Dieses Erlebnis hat mit Sicherheit etwas für sich, so dass man rasch in Versuchung gerät diese ungewohnten Erlebnisse fotografisch festzuhalten.

Bali-Rundreise: Zeremonie
Hier durfen wir hautnah bei einer Verabschiedung dabei sein

Das ist durchaus verständlich, ich würde die nur dringend raten vorher um Erlaubnis zu fragen. Unserer Erfahrung nach sind die Balinesen ziemlich aufgeschlossen, solange man freundlich bleibt und sich respektvoll verhält. Uns haben die Priester im Pura Ulun Danu Bratan sogar die Türe zum Tempel geöffnet, damit wir eine bessere Sicht auf die Zeremonie hatten und so coolere Fotos schießen konnten.

Regeln für deinen Tempelbesuch auf Bali

Wenn du einen Tempelbesuch planst, gibt es ein paar Regeln an die du dich halten solltest. Generell gilt natürlich wie immer wenn man auf Reisen ist, dass ein Mindestmaß an Höflichkeit und Anpassung gegeben sein sollte. Viele Bräuche muten uns Europäern fremd und manchmal sogar merkwürdig an, sind aber Teil der balinesischen Kultur und daher als Reisender zu respektieren.

Das Erste was du beachten solltest ist, dass man beim Betreten eines Tempels oder einer Tempelanlage immer lange Kleidung, vorzugsweise in Form eines sogenannten Sarongs tragen sollte. Es handelt sich dabei um ein Tuch, das um den Körper gebunden wird. Diese Regel gilt übrigens auch für Männer, auch wenn uns das seltsam erscheint. In touristisch erschlossenen Anlagen kannst du den Sarong am Eingang für wenig Geld mieten, ansonsten gibt es rund um die meisten Tempeln kleine Märkte, wo du deinen eigenen Sarong kaufen kannst und damit gleich ein nettes, authentisches Souvenir hast. Falls du so wie wir einen eigenen Tourguide hast, kann es gut möglich sein, dass dieser mit Sarongs ausgestattet ist und dir für die Besuche einen zur Verfügung stellt.

In manchen Tempeln musst du zusätzlich eine Art Gürtel tragen, den du gemeinsam mit dem Sarong mieten kannst.

Bali-Rundreise: Sarong
Hier siehst du mich in einem typischen Sarong

Für blutende Menschen ist ein Tempelbesuch tabu, da Blut als unrein gilt und nur in Form einer Opfergabe den Tempelboden berühren darf. Das heißt im Klartext, dass menstruierende Frauen oder Menschen mit großflächigen, offenen Wunden draußen bleiben müssen. Auch wenn du als Frau meinst, dass es niemand merkt, es ist ein Zeichen von Respekt sich an diese Vorgaben zu halten!

Essen ist ebenfalls tabu im Tempel (außer natürlich in den Opferschalen) und es sollte selbstverständlich sein, dass man sich ruhig und respektvoll verhält und die Zeremonien nicht stört. Wir wären ja umgekehrt auch nicht sehr erfreut, wenn eine Horde von asiatischen Touristen unsere christlichen Messen stürmen würde, um – übertrieben ausgedrückt – Selfies mit Jesus am Kreuz zu knippsen.

Welche Tempel auf Bali sind einen Besuch wert?

Wir haben während unserer Bali-Rundreise unzählige Tempel besucht und möchten dir folgende besonders an Herz legen:

  • Den weltbekannten Meeres-Tempel Pura Tanah Lot
  • Den wunderschönen Wasser-Tempel Pura Bratan
  • Den an einer heiligen Quelle gelegenen Tempel Pura Tirtha Empul
  • Die beeindruckende Tempelanlage von Kertha Gosa

Doch ganz egal welchen Tempel du besuchst, genieße einfach die spirituelle Stimmung und die ganz besondere Atmosphäre, die diese heiligen Orte ausmacht!

Essen und Trinken auf Bali

Zu guter Letzt möchte ich dir noch einen kleinen Einblick in die kulinarischen Genüsse des Landes geben. Der Vorteil an Bali ist nämlich, dass man, zumindest wenn man weiß wo, für sehr wenig Geld wirklich exzellent essen kann. Gut, es ist nicht Thailand und ich habe mir sagen lassen, dass es dort noch günstiger ist, aber dennoch sind die Preise abseits der Touristenpfade gemessen an Europäischen Standards wirklich sehr billig. Anbei ein kleiner Überblick, was dich während deiner Bali-Rundreise an Köstlichkeiten erwartet:

Bali-Rundreise: Drachenfrüchte
Drachenfrüchte am Markt

Dank des sehr angenehmen Klimas wachsen und gedeihen auf Bali unzählige Früchte und Gemüsesorten, darunter nicht nur die bei uns bekannten Klassiker, sondern exotische Dinge wie Drachenfrüchte, Mangosteen oder Tamarillos. Es empfielt sich während deiner Bali-Rundreise ein Besuch am Markt, um sich einen Überblick zu verschaffen und sich durch die unbekannten Köstlichkeiten zu kosten. Sehr oft werden auch frisch gepresste Säfte angeboten, meine absoluten Highlights waren Wassermelone und Papaya.

Bali-Rundreise: Obstplatte
Sonne, Strand und eine köstliche Fruchtplatte!

Das Frühstück besteht oft aus Eiern nach Wahl und einer Fruchtplatte, aber auch Pancakes und Waffeln werden angeboten. Balinesen greifen auch gerne in der Früh bereits zu gebratenen Nudeln oder Reis mit Ei und Gemüse.

Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel auf Bali und somit auch in fast allen Hauptspeisen enthalten. Nasi Goreng  ist mit Sicherheit eines der bekanntesten indonesischen Gerichte und wird auf allen Speisekarten Balis angeboten. Es handelt sich dabei um gebratenen Reis mit Gemüse, der wahlweise mit Huhn oder Meeresfrüchten serviert wird. Für Vegetarier gibt es natürlich auch die fleischfreie Variante nur mit Gemüse.

Das Gegenstück dazu bildet Mie Goreng, das ist dann das Gleiche nur mit gebratenen Nudeln. Beide Gerichte werden übrigens gerne mit einem Spiegelei serviert.

Sowohl Nasi als auch Mie Goreng kannst du übrigens in einem authentischen balinesischen Lokal für nur wenige Euros genießen. Mein günstigstes Mie Goreng kostete in einem unscheinbaren (aber vorzüglichen) Lokal auf Lombok 25.000 Rupiah (das sind nicht einmal 2 Euro).

Auch sehr bekannt in der indonesischen Küche sind Satay/Sate, es handelt sich dabei um Fleischspieße, die in einer würzigen Erdnusssauce serviert werden. Meistens wird Hühnerfleisch verwendet, aber auch Lamm oder sogar Fisch sind möglich. Für Vegetarier wird oft alternativ auch die Variante mit Tofu oder Tempeh angeboten.

Bali-Rundreise: Satay
Tofu-Sate mit Reis

Für Vegetarier empfiehlt sich außerdem Gado Gado, das ist nichts anderes als gemischtes Gemüse (meist gekocht) mit einer leckeren Erdnusssauce. Dazu werden oft Cracker serviert und nicht selten wird das Gericht mit einem Spiegelei garniert. Gado Gado bedeutet übrigens „Durcheinander“, und so sieht es am Teller auch meist aus. Schmeckt aber trotzdem lecker!

Natürlich ist Bali auch ein Paradies für Fischliebhaber. Speziell in den Küstenorten kannst du den Fisch oft quasi direkt von der Angel erstehen und sofort grillen lassen, manche Hotels wie z.B. das Adi Assri Resort in Pemuteran veranstalten auch regelmäßig Barbecues am Strand, wo der Fang des Tages vor den Augen der Gäste verarbeitet wird.

Und natürlich muss auch meine absolute Lieblingsspeise bzw. eigentlich das Lieblingsgetränk erwähnt werden: Young Fresh Coconut! Ich wurde auf Bali absolut süchtig nach den frischen, jungen Kokosnüssen die du fast überall am Strand erwerben kannst. Manchmal kannst du sogar dabei zusehen, wie sie dir in einer halsbrecherischen Aktion direkt von der Palme geholt werden! Junge Kokosnüsse enthalten übrigens viele Mineralien und Elektrolyte und sind in der Hitze ein hervorragender Durstlöscher. Der günstigste Preis den wir gezahlt haben war übrigens umgerechnet 1 €!

Bali-Rundreise: Junge Kokosnüsse
Eine junge Kokosnuss ist ein herrlicher Durstlöscher!
Vegetarisches/ Veganes Essen auf Bali

Wie du bereits herauslesen konntest, findet sich auch in der traditionellen balinesischen Küche genug Auswahl für Vegetarier. Unabhängig davon hat sich aber vor allem rund um Ubud und in den größeren Touristenzentren der Insel eine beeindruckende Vielfalt an vegetarischen und veganen Restaurants einen Namen gemacht. Wir konnten beispielsweise während eines Aufenthaltes in Ubud das Lokal „The Alchemy“ testen und waren restlos begeistert.

Bali-Rundreise: The Alchemy
Roh-veganes Sushi im „The Alchemy“ in Ubud

Das Restaurant hat sich auf nachhaltige, roh-vegane Küche spezialisiert und bietet eine riesige Auswahl an frisch gepressten Säften, Salaten und diversen veganen Speisen an. Das Besondere ist, dass alle Speisen aus Gemüse zubereitet sind, sogar der Reis im Sushi oben ist eigentlich ein gehäckseltes Kraut! Zugegeben ist der Preis nicht gerade günstig – wir haben für zwei Personen mit Getränken, Hauptspeisen und einer geteilten Nachspeise rund 30 € bezahlt – aber das Essen ist wirklich fantastisch. Niemals hätte ich als langjähriger Vegetarier geglaubt, dass roh-vegane Küche so köstlich sein könnte!

Falls du dich also für pflanzenbasierte Ernährung interessierst, muss dieses Lokal bei deinem Ubud Besuch unbedingt auf deiner To-Do List stehen!


Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel eines ersten Überblick für die Planung deiner ganz persönlichen Bali-Rundreise geben konnte. Um deine Reise nach Bali weiter im Detail erarbeiten zu können, kann ich dir auch die folgenden Reiseführer ans Herz legen! Ich hatte den ersten vom Müller-Verlag und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen: prägnant und interessant geschrieben, viele Tipps und Empfehlungen, aktuelle Preise und tolles Kartenmaterial! Die Autoren haben sich wirklich alle Mühe gegeben und viel Liebe in dieses Buch gesteckt!

Weitere Insiderinfos und tolle Tipps für Bali und Südostasien findest du außerdem auf den Blogs von Indojunkie und Home is where your bag ist.

Meine Bali-Rundreise

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

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