Nachdem es bei mir nach meiner Rückkehr aus Australien beruflich ziemlich stressig wurde- ich persönlich arbeite ja Vollzeit als Brandmanager in einem internationalen Unternehmen und bezeichne mich daher gerne als „Hobby-Reiseblogger“- bin ich leider bis jetzt nicht dazugekommen meine Reiseberichte zu Ende zu bringen.

Eine Traumreise wie die vier Wochen Australien hat es aber auf jeden Fall verdient, zu Ende erzählt zu werden und gerade im zweiten Teil meines Aufenthaltes Down Under konnte ich noch so viele wunderschöne Orte entdecken, die ich euch keines Falls vorenthalten möchte. Daher habe ich mir fest vorgenommen, auch noch die letzten zwei Wochen meiner Reise im Blog zu kommentieren – wenn auch mit einigen Monaten Verspätung.

Jedenfalls kehrte ich nach meinem Abstecher ins Outback und drei Tagen voller wundervoller Impressionen und Abenteuer müde aber glücklich nach Alice Springs zurück und war wirklich sehr froh, dass ich mich vorsorglich in ein echtes Hotel eingebucht hatte. Nach den Campingstrapazen und den Nächten unter freiem Himmel war mein Körper wirklich dankbar für das riesige Queensize Bed und eine ausgiebige warme Dusche.

Tags darauf besorgte ich noch ein paar Souvenirs in einer Aborigine Gallerie bevor es ab zum Flughafen ging und ich Alice Springs Richtung Süden verließ. Adelaide hieß mein nächstes Ziel, das ich gewählt hatte weil es sowohl eine perfekte Ausgangsbasis für einen Besuch auf Kangaroo Island als auch ein idealer Startpunkt für einen Ausflug auf die Great Ocean Road ist. Zudem gilt das etwa 70 nordöstlich von Adelaide gelegene Barossa Valley als eines der besten Weinanbaugebiete Australiens. Für mich als großer Weinliebhaber stand ein Besuch daher ganz oben auf der Liste.

Im Gegensatz zu Brisbane oder Sydney ist Adelaide eine relativ kleine und ruhige Stadt, die schon fast einen ländlichen Eindruck macht. Auf Grund zahlreicher kultureller Veranstaltungen trägt Adelaide auch den Beinamen „Festival City“. Als ich in Adelaide aus dem Flugzeug stieg fiel mir als erstes das angenehme Klima auf. Warme 26 Grad und Sonnenschein empfingen mich, ein Segen nach der trockenen Hitze des Outbacks und dem feucht-tropischen Klima in Brisbane.

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Vom Flughafen ging es mit einem Linienbus ins Stadtzentrum. Die Fahrt kostet keine 4 Dollar und dauert etwa eine halbe Stunde. Nachdem ich nicht wirklich eine Ahnung hatte welcher Stopp das „echte“ Zentrum markierte und der Busfahrer leider nicht zu den hilfbereitesten seiner Art zählte, endete meine Busfahrt in einer kleinen unfreiwilligen Stadtrundfahrt, was mir aber einen guten Überblick verschaffte. Victoria Square heißt übrigens der zentrale Platz und von dort war es dann auch nicht mehr weit zu meinem entzückenden Hostel 109. Ich hatte ein Doppelzimmer gebucht, war aber während meines gesamten Aufenthaltes alleine im Zimmer, was ich als sehr angenehm empfand. Ich kann mir vorstellen, dass das öfter passiert, da die Leute wohl eher entweder Einzelzimmer oder Dorms buchen. Mit ein bisschen Glück kann die Buchung eines Doppelzimmers daher eine verhältnismäßig günstige Variante darstellen, für die Dauer des Aufenthalts ein Einzelzimmer zu bekommen.

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Nachdem ich meine Sachen untergebracht hatte, machte ich mich sofort auf zu einem kleinen Spaziergang und auf die Suche nach etwas Essbarem. Was mir sofort auffiel war wie unglaublich ruhig die Stadt ist. Vielleicht lag es auch daran dass Sonntag war und viele Geschäfte und Lokale geschlossen hatten, aber selbst der Verkehr war sehr verhalten und es war fast gespenstisch still. Jedenfalls ein komplett anderes Bild als in Brisbane oder Sydney und selbst Alice Springs, einzigartiger Touristen Hotspot im Nirgendwo, erschien mir an diesem Abend lebhafter das als verschlafene Adelaide.

Nachdem ich einige Kilometer spaziert war machten sich ob der menschenleeren Straßen und der heruntergelassenen Rolläden schon echte Bedenken breit, ob ich denn an diesem Abend verhungern sollte? Auf Grund des Fluges hatte ich das Mittagessen ausgelassen und dementsprechend empört machte sich mein Magen bemerkbar. Glücklicherweise führte mich mein Spaziergang schlussendlich in das für seine Restaurants und Bars bekannte East End, wo ich dann eher zufälligerweise in die Pizzeria San Giorgio stolperte. Mit Sicherheit nicht die günstigste ihrer Art, aber die Pizza war echt fantastisch und das Ambiente sehr nett. Bei gutem Wetter kann man auch in einem kleinen Gastgarten auf der Straße essen. So hatte ich spät aber doch meinen rebellierenden Magen ruhig gestellt und kehrte satt und zufrieden ins Hostel zurück, wo ich früh schlafen ging, um am nächsten Morgen fit für die erste Tour zu sein.

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Wenn du zu den Weinliebhabern zählst und einen guten, edlen Tropfen zu schätzen weißt, dann kann ich dir den Ausflug ins Barossa Valley nur empfehlen. Etwa 70 km von Adelaide entfernt, malerisch in den Adelaide Hills gelegen, hat es sich im Laufe der Jahre als eines der renommiertesten australischen Weinanbaugebiete etabliert.Ich hatte als Touranbieter Groovy Grape Tours gewählt und kann diesen Anbieter uneingeschränkt weiterempfehlen.

Vor Start der Tour wurde ich noch einmal kontaktiert um meine Unterkunftsdaten bekannt zu geben, damit einer pünktlichen Abholung vom Hostel nichts im Wege stehen würde. Pünktlich um 7:40 stand dann auch schon der Bus bereit, den ich mir für den Rest des Tages mit einer älteren Russin, einer jungen Schwedin, einem entzückenen schwulen englischen Pärchen und einem sympathischen Pärchen von den Färör-Inseln teilen würde. Alles in allem eine recht ungewöhnliche Mischung aber wir sollten im Laufe des Tages – nicht zuletzt ob der Mengen an verkostetem Wein – viel Spaß miteinander haben.

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Da unsere Gruppe verhältnismäßig klein war, durften wir nämlich zum Teil mehr Weine verkosten als ursprünglich geplant. Insgesamt standen vier renommierte Weingüter zur Auswahl, die eine gute Mischung von klein und familiär bis hin zu einem riesigen Betrieb mit Weltbekanntheit boten. Wir besuchten zwei Betriebe am Vormittag – Jacob’s Creek und Kies – und zwei weitere – Chateau Barossa und Seppeltsfield – am Nachmittag, nachdem wir am Picknick-Platz des Kiel’s Weingutes ein hervorragendes Barbecue genossen hatten.

Unser Guide Phil, überraschte mit seinen hervorragenden Kochkünsten und briet mit Leidenschaft und Einsatz Rinder- und Känguru-Steaks. An dieser Stelle sei erwähnt, dass für mich als Vegetarierin extra vom Café des Weingutes eine Spezialmahlzeit bestellt wurde und zwar ein hervorragendes Spinat-Quiche. Ein Service, das aus Erfahrung nicht immer selbstverständlich ist!

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Am Weg ins Barossa Valley stoppten wir auch bei einem kleine Streichelzoo, wo man für wenige Dollar Eintritt mit Kängurus und anderen Tierchen auf Tuchfühlung gehen konnte. Dieser gehört zur Toy Factory, ein Unternehmen das hochwertige Spielzeuge aus Holz herstellt. Markenzeichen ist ein riesiges Schaukelpferd – angeblich das größte der Welt – welches auf dem Parkplatz vor der Fabrik aufgestellt ist und auch erklommen werden kann.

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Wir haben es zwar nicht probiert, da wir nicht genug Zeit hatten, aber der Ausblick soll ziemlich beeindruckend sein. Außerdem besuchten wir die „Whispering Wall“, ein Staudamm des Barossa Wasser Reservoirs, welcher durch seine besondere Akustik überrascht. Auf Grund der Konstruktion ist es möglich, sich trotz einer Distanz von ca. 100 Metern von einem zum anderen Ende zu unterhalten. Das wollten wir zwar Anfangs nicht so recht glauben, aber der Selbstversuch belehrte uns rasch eines besseren.

Nach einem wundervollen Tag in Barossa und Umgebung mit vielen unvergesslichen Eindrücken und zahlreichen verkosteten Weinen setzte und Phil am Nachmittag wieder im Zentrum von Adelaide ab. Zu Feier des Tages und um den Tag ausklingen zu lassen zog es einen Teil von unserer Gruppe noch in eine nahe gelegene Bar, wo wir auf das Erlebte anstießen und uns über unsere weiteren Reisepläne austauschten.

Mich würde es schon im Morgengrauen des nächsten Tages zu einem zweitägigen Ausflug nach Kangaroo Island verschlagen ein einzigartiges Naturparadies im Süden Australiens, über das ich euch im nächsten Bericht ausführlich erzählen werde.

Unterkunft: Hostel 109, 109 Carrington St, Adelaide, 5000, SA, Australien, Tel: +61 8 8223 1771, E-Mail:

Tipp: Dieses entzückende Hostel kannst du bequem über Booking.com oder auch Hostelworld.com buchen!

Essen: Pizzeria San Giorgio, 217 Rundle St, Adelaide SA 5000, Australien, Tel: +61 8 8223 1700

Tour: Groovy Grape Barossa Valley Tour, Montag, Freitag, Samstag und Sonntag, November – April. Inkl. 4 Weinverkostungen.

Australien Reise: Adelaide und Barossa Valley, Tipps für deinen Aufenthalt

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

2 Kommentare

  1. Hallo Lisa, toll, von deinen Erlebnissen in Australien zu lesen! Australien steht auch immer noch auf meiner Bucket-List, den Kängurus würde ich auf jeden Fall auch einen Besuch abstatten. Toll geschrieben und super Fotos! Lieben Gruß, Katrin von http://ilovetravelling.de

    • Hallo Katrin,
      Danke für dein Lob! Australien ist wirklich ein Traum- auf jeden Fall genug Zeit dafür einplanen! 😉

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