Die USA sind in jeglicher Hinsicht ein Land der Superlative und auch in Sachen Weihnachtsbeleuchtung schenken sich die Amerikaner nichts. Wer kennt sie nicht, die weihnachtlichen Hollywoodschinken, die uns alljährlich die Vorweihnachtszeit verkürzen und eines gemeinsam haben: bunt geschmückte Häuser, Lichterketten und glitzernde Weihnachtsbäume soweit das Auge reicht.

Das exzessive Hochrüsten der Weihnachtsbeleuchtungen und das Wetteifern mit den Nachbarn spiegeln sich natürlich auch im Energieverbrauch und auf der Stromrechnung nieder, was verständlicherweise auch Kritik an dieser Tradition laut werden lässt. So verbraucht die amerikanische Weihnachtsbeleuchtung laut Naturschutzaktivisten angeblich mehr Energie und Strom, als einige ärmere Länder der Welt zusammen. Weitere Infos dazu kannst du z.B. hier nachlesen.

Aber auch die Kritik hält die weihnachtsbegeisterten Amerikaner nicht davon, keine Kosten und Mühen zu scheuen, um ihr Zuhause im Dezember in einen wahrgewordenen Weihnachtstraum zu verwandeln.

Ein besonders engagiertes Viertel in Sachen Weihnachtsbeleuchtung sind die Dyker Heights in New York. Ich hatte vor meiner Abreise im Internet darüber gelesen und wollte mich unbedingt selbst von diesem sogenannten „Weihnachtswunder“ überzeugen. Laut Berichten sollen die bunten Weihnachtsdekorationen und mühevoll installierten Lichteranimationen in den Dyker Heights ja jegliche Vorstellungskraft sprengen und selbst die weltberühmte Weihnachtsbeleuchtung am Rockefeller Center zum Nebenschauplatz degradieren.

Die Dyker Heights Christmas Lights starteten in den 80er Jahren und wurden Jahr für Jahr größer und teurer. Mittlerweile herrscht zwischen den Anwohnern wohl eine Art unausgesprochener Konkurrenzkampf, wer die kreativste, opulenteste und einprägsamste Weihnachtsbeleuchtung sein Eigen nennt. Viele Hausbesitzer kümmern sich mittlerweile auch nicht mehr selbst um die Installation, sondern beauftragen professionelle Agenturen mit der Umsetzung der Weihnachtsbeleuchtung, koste es was es wolle.

Wenn du also einmal ein richtiges amerikanisches Weihnachtswunder erleben möchtest, dann solltest du dir einen Besuch der Dyker Heights Christmas Lights in Brooklyn nicht entgehen lassen! Falls du dich nun fragst, wie du am besten dorthin kommst keine Sorge, alle wichtigen Infos habe ich dir im nächsten Absatz zusammengefasst.

Dyker Heights Christmas Lights Anreise

Die Anreise zu den Dyker Heights ist prinzipiell nicht kompliziert, allerdings ist sie, zumindest was ich im Zuge meiner Recherchen festgestellt habe, gerade auf deutschsprachigen Seiten meist nur unzureichend beschrieben.

Die Dyker Heights liegen im Stadtteil Brooklyn und sind von Manhattan aus per Taxi, U-Bahn oder im Rahmen einer geführten Tour erreichbar.

Dyker Heights Christmas Lights Tour

Alle Informationen zu der geführten Tour findest du hier, allerdings würde ich dir raten gut zu überlegen, ob du wirklich 50$ pro Person in eine Weihnachtsbeleuchtungstour stecken möchtest. Bitte nicht falsch verstehen, wenn du dich gerne vom vorweihnachtlichen Zauber in den Bann ziehen lassen möchtest, empfehle ich dir einen Besuch der Dyker Heights unbedingt, ich bin allerdings der Meinung, dass die geführte Tour hoffnungslos überteuert ist. Und mittlerweile bekommt man nicht einmal mehr die typischen italienischen Cannoli und die heiße Schokolade, weshalb man bei einem selbst organisierten Besuch um nichts schlechter gestellt ist. (gut eventuell muss man ein Stück weiter laufen aber dazu komme ich später)

Die Infos über die Entstehung des Weihnachtsmärchens in den Dyker Heights, die Bedeutung der verschiedenen Beleuchtungen und wo man die spektakulärsten Weihnachtsdekorationen findet, kann man auch gut im Internet recherchieren. Deshalb und wegen des sehr teuren Preises halte ich die Tour für entbehrlich, auch wenn sie mit Sicherheit die komfortabelste und bequemste Option bietet, die Dyker Heights zu besuchen.

Empfehlung: Dyker Heights Anreise per Taxi oder U-Bahn

Ich empfehle dir von Manhattan aus per Taxi oder per U-Bahn zu den Dyker Heights zu fahren. Gerade wenn ihr mehr als 2 Personen seid, kann sich das Taxi schon auszahlen. Du musst mit rund 45-60 $ ab Manhattan rechnen, abhängig vom Startpunkt. Falls du bei Uber registriert bist, kannst du auch dieses Limousinenservice nutzen. Der Vorteil hier ist, dass du bereits bei der Buchung eine Schätzung des Fahrpreises angezeigt bekommst.

Achtung: Die Dyker Heights sind ein sehr ruhiges Wohnviertel, wo, anders als in Manhattan üblich, keine Taxis herumkreisen. Du solltest dich also nicht darauf verlassen dort ein Taxi zu finden. Wenn du per Taxi zurück nach Manhattan willst, solltest du bei deinem Fahrer eines vorbestellen lassen, das dich bei einem abgesprochenen Treffpunkt wieder abholt oder via Uber die entsprechende Rückfahrt buchen.

Die günstigste Methode zu den Dyker Heights zu fahren ist die U-Bahn. Eine Fahrt kostet aktuell 2,75$, falls du im Besitz einer Wochenkarte bist entsprechend weniger. Du zahlst also im schlechtesten Fall 5,50$ pro Person für die Hin- und Rückfahrt zu bzw. von den Dyker Heights mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die U-Bahn Linie deiner Wahl, um zu den Dyker Heights zu kommen ist die Orange Linie D Richtung Coney Island. Diese Linie hat auch den Vorteil, dass sie relativ zentrale Orte in Manhattan anfährt, z.B. das Rockefeller Center oder den Washington Square; je nach dem von wo du startest musst du aber eventuell trotzdem einmal umsteigen.

Mit der U-Bahn fährst du dann bis zu Station 18th Avenue, rechne mit ungefähr 45-50min ab Manhattan für diese Strecke. Was die Sicherheit angeht, würde ich mir keine großen Sorgen machen, die Wagons waren gut gefüllt und wir haben uns während unserer Anreise niemals unwohl gefühlt. Natürlich würde ich dir abraten diese Strecke um Mitternacht zu fahren, aber um diese Zeit würdest du sowieso keine Weihnachtsbeleuchtung mehr sehen, da die Hausbewohner diese größtenteils abschalten, sobald sie zu Bett gehen.

Sobald du in der Station angekommen bist, gehe die Treppen hinunter und wende dich nach links und gehe vor bis zur 86. Straße. Diese musst du dann eigentlich nur noch bis zur 12th Avenue entlang laufen und dann rechts abbiegen. Es handelt sich bei der Straße um eine gut befahrene und ausgeleuchtete Hauptstraße, weshalb ich persönlich keine Bedenken hinsichtlich Sicherheit hatte. Wenn du dich unwohl fühlst, kannst du aber auch den Bus B1 nehmen, der die 86. Straße entlang fährt. Für den Fußweg musst du ungefähr 15 bis 20 min einplanen, abhängig von deiner Fitness.

Die besten Weihnachtsbeleuchtungen findest du übrigens zwischen der 11. und der 13. Avenue bzw. der 83. und 86. Straße. Wie in den USA üblich ist auch diese Nachbarschaft im Schachbrettmuster angelegt, was dir die Orientierung erleichtert.

Tipp am Rande: da es sich um ein sehr ruhiges, reines Wohnviertel handelt, solltest du vor deinem Besuch noch eine Toilette aufsuchen. Dafür gibt es dort nämlich keine wirkliche Möglichkeit mehr und es wäre ja schade, wenn dir deine volle Blase den Weihnachtszauber verdirbt. 🙂

Weitere Tipps Dyker Heights Christmas Lights

  • die Dyker Heights Christmas Lights starten teilweise bereits Ende November am Wochenende nach Thanksgiving und bleiben normalerweise bis Neujahr installiert. Die beste Zeit für einen Besuch dürfte aber Mitte bis Ende Dezember sein.
  • Generell dürfte am Wochenende noch mehr los sein als unter der Woche, ich selbst besuchte die Dyker Heights an einem Mittwoch und war schon so erschlagen von den Eindrücken, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass das Erlebnis noch getoppt werden kann.
  • Die beste Zeit für einen Besuch ist nach Einbruch der Dunkelheit, ca. von 17- 21 Uhr. Viele Anwohner stellen die Beleuchtung ab, sobald sie zu Bett gehen.
  • Normalerweise kann es in New York im Dezember empfindlich kalt werden, rüste dich also entsprechend aus. Haube, dicke Jacke und Handschuhe sind ein Muss! Wie bereits erwähnt gibt es auch kaum Cafés oder Restaurants in der Gegend und du musst dich darauf einstellen, eine geraume Zeit im Freien zu verbringen.
  • Die Dyker Heights sind eine private Wohngegend und keine öffentliche Parkanlage! Respektiere die Privatsphäre der Bewohner und betritt keineswegs ungefragt die Gärten oder Treppen der Häuser! Erfreue dich einfach an den schönen Eindrücken und den liebevollen Arrangements.

Fazit: Mir persönlich hat der Besuch der Dyker Heights wahnsinnig gut gefallen und ich bin froh, dass ich die doch etwas langwierige Anreise auf mich genommen habe, um dieses Viertel kennenzulernen. Die Lichtinstallationen sind wirklich wahnsinnig schön und sind mit viel Liebe zum Detail erstellt worden. Auch wenn manche Häuser schon etwas kitschig waren und manchmal eine etwas dezentere Beleuchtung vielleicht angebrachter gewesen wäre, so ist ein Besuch in den Dyker Heights doch ein ganz besonderes Erlebnis.

Eines ist sicher, die Dyker Heights Christmas Lights versetzen auch den überzeugtesten Weihnachtsmuffel in Weihnachtsstimmung, bei so vielen bildlichen und akustischen Eindrücken, kann man sich dagegen auch kaum erwehren!

Und auch Hobbyfotografen kommen auf ihre Kosten, die Dyker Heights Christmas Lights bieten fast unendliche Möglichkeiten, um mit Langzeitbelichtung und Effekten zu experimentieren! Seht selbst in meiner Galerie!


Hast du die Dyker Heights Christmas Lights schon einmal besucht und wie haben Sie dir gefallen? Falls du noch Tipps hast, um diesen Artikel zu ergänzen, hinterlasse mir doch einfach ein Kommentar oder schreibe eine Mail! Ich freue mich auf dein Feedback! Übrigens, wenn du Lust hast New Yorks schönste Weihnachtbäume kennenzulernen, dann schau doch am Blog von Alexa vorbei, wo sie dir ihre Top-10 vorstellt.

Dyker Heights Christmas Lights Brooklyn New York City. Individuelle Anreise und Tipps.

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

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