Diesen Jänner verbrachte ich mehrere Wochen in Medellín – der zweitgrößten Metropole Kolumbiens. Früher zählte die Stadt zu den gefährlichsten Orten der Welt. Doch in den letzten Jahren hat sich viel geändert. Heute gilt Medellín als eine der innovativsten Städte Südamerikas und ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen, auch wenn in einigen Vierteln die Luft noch immer sehr bleihaltig ist.

Überraschend hoch ist aber die Lebensqualität in den Vierteln Poblado und Laureles. Hier lässt es sich gut, billig und relativ sicher leben. Doch wirklich spannend ist es in Medellín leider nicht, da die Stadt kaum über Sehenswürdigkeiten verfügt. Daher war ich froh, als ich Ende Jänner dem Großstadtmoloch entfliehen konnte, um ein Wochenende in Guatapé und El Penón verbringen zu können.

Guatapé ist ein wunderschönes Kolonialstädtchen, das von grünen Wäldern umgeben ist und an einem Stausee liegt. Um Ufer des Sees stehen die Wochenendhäuser von Medellíns Oberschicht und auch die ehemalige Finca des „Lord of Drugs“ Pablo Escobar befindet sich hier.

Was kannst du in Guatapé unternehmen?

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Die wunderschönen Gassen von Guatapé

Wer nach Guatapé kommt, muss unbedingt durch die hübschen Gassen der Stadt schlendern und eine Bootstour über den Stausee durchführen. Der Höhepunkt der Stadt ist jedoch El Peñón de Guatapé – ein gigantischer 10 Miliionen Tonnen schwerer Felsen.

Mehr als 700 Stufen führen auf den Gipfel des Felsen - La piedra del Peñol
Mehr als 700 Stufen führen auf den Gipfel des Felsen – La piedra del Peñol

Vom Aussehen ähnelt er dem Zuckerhut in Rio de Janeiro. Anders als in Rio führt in Kolumbien jedoch keine Seilbahn auf den Gipfel. Wer die Aussicht genießen will, muss erst ein Fitnesstraining absolvieren und ca. 700 Treppen erklimmen. Der Aufstieg erfordert Kondition und Mut, denn wirklich vertrauenswürdig wirkte dieses Ergebnis kolumbianischen Ingenieurskunst nicht auf mich.

Nachdem du die Treppen absolviert hast, musst du nur noch eine Phalanx von Souveniers- und Essensständen überwinden, bevor du den Ausblick vom Felsen genießen kannst. Die Strapazen lohnen sich, denn der Blick auf Guatapé und den Stausee vom Gipfel des Felsens ist einfach fantastisch. Am besten lässt sich dieser Augenblick übrigens mit einem kühlen Club Colombia genießen (unbezahlte Werbung 😉 ). Klarerweise ist der Berg auch eine tolle Fotolocation.

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Ausblick vom Piedra del Peñol

Wie kommst du nach Guatapé?

Die Anreise nach Guatapé ist sehr einfach. In Medellín nimmst du einfach die Metro zur Estación Caribe. Hier liegt der nördliche Busterminal (terminal de transportes norte). Es fahren fast stündlich Busse nach Guatapé und die Fahrtzeit dauert ungefähr 2 Stunden. In Guatapé kannst du dann entscheiden, ob du in der Stadt oder gleich beim Felsen aussteigen willst. Vom Stadtzentrum kannst du innerhalb von 20 Minuten zum El Peñón wandern, schneller geht es mit einem Taxi oder TukTuk.

Um zurück nach Medellín zu fahren, kauf dir einfach ein Ticket bei der Bushaltestelle im Stadtzentrum. Normalerweise sollte es kein Problem sein, die Tickets am selben Tag zu kaufen.

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TukTuk am Weg zum El Peñón

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Autor

Reisejunkie, Autor, Solopreneur. Mag es, ungewöhnliche Orte zu entdecken und nach seinen eigenen Regeln zu leben.

1 Kommentar

  1. Stimmt, Guatape ist ein Abestecher wert! Wem es in Medellin zu kalt ist (ja mir war es im Oktober zu kalt) dem kann ich einen Kurztrip nach Santafe de Antioquia emfehlen. Das liegt nur auf 550m Höhe und ist viel wärmer als Medellin an kalten Tagen.

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