Zufällig bin ich vor einigen Tagen über die Blogparade von Ousuca „Mein coolstes Outdoor-Erlebnis“ gestolpert. Und da ich auf der Redaktionsliste schon länger einen Artikel habe, der absolut perfekt zu diesem Thema passt, entschied ich mich spontan diesen vorzuziehen. Auch wenn das ein bisschen in Stress ausartete, denn die Blogparade endet schon heute, am 1. November. Doch wenn das atemberaubende Lares Trekking zu Machu Picchu sich nicht den Titel coolstes Outdoor-Erlebnis 2018 verdient, was dann?

Ich wusste schon vor meiner Reise nach Peru im März 2018, dass ich das neue Weltwunder Machu Picchu unbedingt besuchen wollte. Mein Bruder war bereits 2014 im Zuge seiner dreimonatigen Südamerika-Rundreise dort gewesen und zeigte sich besonders von der spektakulären Lage der Ruinenstätte tief beeindruckt. Im Gegensatz zu meinem Bruder war ich aber auch von Beginn meiner Reiseplanung an fest entschlossen, den Machu Picchu nicht klassisch mit der Bahn, sondern zu Fuß über die alten Inka-Wege zu erreichen. Der weltberühmte Inka-Trail, eine geführte 4-Tages Wanderung auf den Spuren der Inka, sollte mich zu den legendären Ruinen von Machu Picchu bringen.

Lares Trekking nach Machu Picchu
Die atemberaubenden Ruinen von Machu Picchu wollte ich zu Fuß erreichen

Warum ich mich schließlich doch für das weniger bekannte Lares Trekking entschied, erzähle ich dir im folgenden Artikel.

Inka-Trail oder Lares Trekking nach Machu Picchu?

Die Bekanntheit des Inka-Trails hat auch einen großen Nachteil: Er ist meist mehrere Monate im Voraus ausgebucht, da die Anzahl der Gäste auf 500 pro Tag limitiert ist. Und trotz der begrenzten Kontingente ist der Pfad noch immer ziemlich überlaufen. Besonders in der Hauptsaison kann es auf einigen Abschnitten und natürlich den Campingplätzen ziemlich voll werden.

Die Vorteile des Lares Trekking nach Machu Picchu

Als mein Reisebüro mir als Alternative zum Inka-Trail das Lares Trekking nach Machu Picchu vorschlug, war ich zunächst skeptisch. Immerhin war das eben nicht der „richtige“ Inka-Trail. Doch die Recherche im Netz und auch die Argumente meiner Kontaktpersonen vor Ort überzeugten mich recht schnell. Für das Lares Trekking spricht, dass es weitaus ursprünglicher und viel weniger überlaufen ist als der Inka-Trail. Es führt zwar nicht bei so vielen Inka-Ruinen und historischen Stätten vorbei, dafür ist die Wanderung landschaftlich um einiges spektakulärer und bietet zudem interessante Einblicke in das abgeschiedene Leben der einheimischen Bevölkerung, da man immer wieder durch kleine Bergdörfer läuft und in diesen auch seine Zelte aufschlägt.

Lares Trekking nach Machu Picchu
Das Lares Trekking überzeugt mit atemberaubender Naturlandschaft und spektakulären Panoramen

Wer also unberührte Natur, zerklüftete Panoramen und frische Bergluft schätzt, ist mit dem Lares Trekking nach Machu Picchu wirklich gut beraten. Auch die Abgeschiedenheit und Stille der Region ist einzigartig. Wir haben beispielsweise während unseres dreitägigen Trekkings keinen einzigen anderen Wanderer gesehen!

Lares Trekking nach Machu Picchu Begegnungen
Viele andere Wanderer sieht man nicht, dafür garantiert das Lares Trekking einzigartige Begegnungen mit Einheimischen

Welcher der beiden Treks ist anspruchsvoller?

In Bezug auf die Schwierigkeit schenken sich die beiden Wanderungen kaum etwas. Der Inka-Trail hat mehr Steigungen, dafür überwindet man auf dem Lares Trekking größere Höhen. Der höchste Pass liegt auf 4.600 Metern Seehöhe, während auf dem Inka-Trail maximal 4.200 Meter bewältigt werden müssen. Ein weiterer Vorteil der Wanderung durch das Lares Tal ist, dass man die letzte Nacht in einem komfortablen Hotel in Aguas Calientes verbringt und vor der Besichtigung von Machu Picchu mit einer heißen Dusche und einem kuscheligen Bett entspannen kann. Dafür entfällt der spektakuläre Ausblick vom Sonnentor auf die Ruinen von Machu Picchu zu Sonnenaufgang, ohne Zweifel eines der absoluten Highlights des Inka-Trails.

Lares Trekking nach Machu Picchu Eindrücke
Das Lares Trekking nach Machu Picchu garantiert unvergessliche Eindrücke

Für welchen Trek du dich am Ende entscheidest, hängt also ganz von deinen Vorlieben und Erwartungen ab. Wer mehr an historischen Stätten, Ruinen und authentischem Inka-Flair interessiert ist und außerdem die bessere Infrastruktur wünscht, ist mit dem Inka-Trail besser beraten. Allen, die unberührte Natur, spektakuläre Panoramen, Abgeschiedenheit und Zeit für sich wünschen und gerne einen Einblick in das heutige Leben der einheimischen Bevölkerung, abseits der großen Städte, gewinnen möchten, lege ich den Lares Trail nach Machu Picchu ans Herz.

Lares Trekking nach Machu Picchu – die Route

Unser Trekking Richtung Machu Picchu startete im Dorf Lares, das neben den Wanderrouten auch für seine heißen Quellen bekannt ist. Was man vorab wissen sollte ist, dass es im Lares Tal verschiedene Routen gibt und die Gestaltung der Wanderung daher im Ermessen des Anbieters bzw. des Guides liegt. Anders als beim Inka-Trail gibt es nicht DIE EINE Route, sondern viele verschiedene, die am Ende alle irgendwie nach Ollantaytambo führen, wo man dann den Zug nach Aguas Calientes nimmt. Das ist sicher mit ein Grund, dass man während der Wanderung kaum auf andere Leute trifft, da sich die verschiedenen Anbieter auf die unterschiedlichen Pfade aufteilen.

Lares Trekking nach Machu Picchu Hot Springs
Die heißen Quellen im Dorf Lares

Tag 1 des Lares Trekkings nach Machu Picchu

Nach einer spektakulären Fahrt von Cusco über schwindelerregende Pässe nach Lares, können wir am Vormittag noch in den heißen Quellen entspannen, bevor es ernst wird und wir die Wanderschuhe schnüren. Auf einer Art Forststraße geht es dann hinauf in die Berge, immer weiter weg von Zivilisation jeglicher Art. Wir tragen lediglich einen Tagesrucksack und unsere Kameras, das Hauptgepäck wird von Maultieren von Camp zu Camp transportiert.

Lares Trekking nach Machu Picchu Maultiere
Am Lares Trekking wird dein Gepäck von Maultieren transportiert

Unsere Begleitung auf der Wanderung sind ein Guide, ein Koch mit Gehilfe und zwei Treiber für die Maultiere. Es sorgen sich also während des Trekkings fünf Personen um mich und meine Begleitung. Da wir zwei Mädls sind, hat das Reisebüro sogar extra einen weiblichen Guide – die unglaublich tolle Irma – für uns organisiert, damit wir uns nicht unwohl fühlen. Das ist ein Luxus, den es am Inka-Trail mit Sicherheit nicht mehr gibt, andererseits wirst du dort sowieso selten das Privileg einer Privattour haben.

Lares Trekkinng nach Machu Picchu Gruppenfoto
Unsere kleine Wandergruppe mit Treibern, Köchen und Guide

Der erste Tag der Wanderung gestaltet sich angenehm. Trotz des Regens am Vormittag kommt im Laufe des Tages die Sonne heraus und taucht die Landschaft in ein wunderschönes Licht. Wir wandern teils auf Forststraßen, teils querfeldein neben einem rauschenden Fluss durch ein grünes Tal und bewundern die unberührte Umgebung. Immer wieder treffen wir auf Lamas und Alpakas, die uns aus sicherer Entfernung neugierig beäugen.

Lares Trekking nach Machu Picchu Tag 1
Am ersten Tag wandern wir durch eine saftig grüne Umgebung und treffen immer wieder auf Lamas und Alpakas

Durch den vorausgegangenen vierwöchigen Aufenthalt in Bolivien bin ich bereits gut an die Höhe akklimatisiert und habe diesbezüglich keine Probleme. Eigentlich bin ich überrrascht wie leicht ich mir tue, denn diverse Erfahrungsberichte auf anderen Blogs haben das Lares Trekking als ziemliche Herausforderung und Grenzerfahrung beschrieben.

Auf unserem Weg Richtung Camp treffen wir hin und wieder auf Einheimische, die hier im Tal in vollkommener Abgeschiedenheit fernab der Zivilisation leben. Für die Kids haben wir Bonbons und Schokolade eingesteckt, die wir mit Maß und Ziel verteilen. Die älteren Leute freuen sich über Obst und Coca Blätter. Es ist faszinierend zu sehen, welche Glücksgefühle und strahlende Augen ein halbes Snickers heutzutage noch auslösen kann. Eine Erfahrung, die uns – die wir doch täglich in absolutem Überschuss und Verschwendung leben – sehr schnell auf den Boden der Realität zurückholt.

Lares Trekking nach Machu Picchu Menschen
Schon am ersten Wandertag treffen wir unglaublich viele nette Einheimische

Unsere Zelte schlagen wir am ersten Abend im kleinen Dorf Huacahuasi mitten im Nirgendwo auf. Besser gesagt, sie werden für uns aufgeschlagen, denn als wir Abends im Camp eintreffen ist bereits alles aufgebaut und der Koch erwartet uns schon mit einem heißen Coca Tee. Die Kids sind uns gefolgt und breiten vor den Zelten ihre Waren aus. Handgestrickte Handschuhe und Wollmützen sowie farbenfrohe Taschen und gewebte Decken gibt es zum Kaufen. Und das zu einem Preis, der deutlich günstiger ist als auf den touristischen Märkten in Cusco und Umgebung.

Daher nutzen wir die Zeit vor dem Abendessen, um ein wenig zu shoppen. Das ist trotz meiner fließenden Spanisch-Kenntnisse gar nicht so einfach ist, denn die Menschen hier sprechen kaum Spanisch, sondern nur Quechua, eine indigene Sprache, die bereits von den Inka gesprochen wurde. Was für ein Glück, dass unser Guide zumindest über Basiskenntnisse der Sprache verfügt und uns bei der Verständigung hilft.

Lares Trekking nach Machu Picchu Camp
Unser Camp im Nirgendwo

Nach dem Essen ziehen wir uns bald in unsere Zelte zurück und kuscheln uns in die warmen Schlafsäcke. Auch wenn wir ob der vielen, tollen Eindrücke noch ziemlich aufgedreht sind, zollen wir den Anstrengungen des Tages bald Tribut und fallen in einen tiefen und überraschenderweise ziemlich erholsamen Schlaf.

Tag 2 des Lares Trekkings nach Machu Picchu

Der nächste Morgen beginnt früh, denn am zweiten Tag steht meiner Begleitung und mir die längste und härteste Etappe des Trekkings bevor. Bereits um 5:30 stellt uns der Koch einen heißen Tee vor das Zelt. Nach einer Katzenwäsche am Dorfbrunnen folgt ein stärkendes, leckeres Frühstück mit allem was das Herz begehrt. Es ist wirklich unglaublich, was unser Koch hier in der Einöde mit einfachsten Mitteln aus dem Kochtopf zaubert.

Lares Trekking nach Machu Picchu Tag 2
Am zweiten Tag wandern wir tief in das Lares Tal hinein

Satt und motiviert verlassen wir das Dorf und wandern noch tiefer in das Tal hinein. Der Weg wird steiler und felsiger, so dass wir uns bei jedem Schritt konzentrieren müssen und dankbar für unsere Trekkingstöcke sind. Vorbei an rauschenden Flüssen und tosenden Wasserfällen führt uns der Pfad immer höher hinauf in die Berge. Die schroffen Gipfel der Anden dominieren die fast unwirklich schöne Szenerie und wir können es kaum fassen, dass wir immer noch vollkommen alleine in dieser atemberaubenden Gegend unterwegs sind.

Lares Trekking nach Machu Picchu
Das Lares-Tal beeindruckt mit seiner schroffen, unberührten Naturlandschaft

Na gut, fast alleine, denn auch heute treffen wir immer wieder auf Einheimische, die uns aus ihrem Leben erzählen und Einblicke in den harten Alltag in den Anden geben. Dank freundlicher Worte und kleiner Geschenke dürfen wir fast immer Fotos machen und nehmen so tolle Eindrücke und unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause. Die Bilder sind ganz anders und weit authentischer, als die Fotos, die man gegen Bezahlung an den Sehenswürdigkeiten in Cusco und Umgebung machen darf.

Lares Trekking nach Machu Picchu Begegnungen
Unsere tollen Begegnungen vom zweiten Tag des Lares Trekkings

Landschaftlich finde ich persönlich den zweiten Tag über weite Strecken noch spektakulärer als den ersten, auch wenn das Wetter deutlich schlechter ist. Heute zeigt sich uns auf dem gesamten Weg das einzigartige Peru, welches man von Bildbänden oder vom Fernsehen kennt. Je höher wir aufsteigen, desto beeindruckender werden die Panoramen und hinter jeder Kurve tun sich neue, atemberaubende Ausblicke auf. Mit den vielen Lama und Alpaka-Herden, die wir auf unserer Wanderung passieren, sind dann auch wirklich alle Peru-Klischees erfüllt.

Lares Trekking nach Machu Picchu Eindrücke
Eindrücke des zweiten Tages der Wanderung durch das Lares Tal

Auch die Überwindung des fast 4.600 m hohen Ipsayjasa Passes, gestaltet sich deutlich einfacher als befürchtet. In Wahrheit merken wir es kaum, als wir den höchsten Punkt des Trekkings passieren, was für unsere gute Akklimatisierung spricht. Zeit für ein obligatorisches Erinnerungsfoto bevor es wieder abwärts geht, nehmen wir uns aber natürlich schon.

Lares Trekking Machu Picchu Pass
Der höchste Pass des Lares Trekkings führt auf knapp 4.600 m Seehöhe

Die zweite Nacht verbringen wir in der kleinen Quechua Gemeinde Patacancha, wo wir freundlicherweise im Vorgarten eines Bewohners zelten und sogar sein „Bad“ und – ganz wichtig – das Handyladekabel benützen dürfen. Wie schon am Vortag zaubert unser Koch wieder ein großartiges Abendessen mit drei Gängen, so dass wir mehr als satt und zufrieden in unsere Schlafsäcke kriechen.

Tag 3 des Lares Trekkings nach Machu Picchu

Der dritte Tag des Lares Trekkings führt fast nur noch bergab Richtung Ollantaytambo, wo wir am Nachmittag den Zug nach Aguas Calientes nehmen werden. Einen Teil der Strecke legen wir mit einem lokalen Sammeltaxi zurück, in dem die zugelassene Personenanzahl gleich mal um das doppelte überschritten wird. Zusammenrücken heißt das Stichwort, aber auch das ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell wieder vergessen wird.

Lares Trekking nach Machu Picchu Ollantaytambo
Auf dem Weg nach Ollantaytambo ändert sich das Klima und die Vegetation wird tropischer

Auf dem Weg hinunter ins Tal ändern sich Klima und Vegetation merklich. Es wird deutlich wärmer und so müssen wir uns schon bald aus den ersten Schichten unserer Wanderkleidung schälen. Der schmale Pfad führt durch eine fast tropische Vegetation entlang eines alte InkaKanals und Terrassen, die noch heute landwirtschaftlich genutzt werden.

Lares Trekking nach Machu Picchu Kanal
Das letzte Stück wandern wir entlang von Inka-Terrassen und folgen dem Verlauf eines alten Kanals

Bei einem Zwischenstop an alten Ruinen von Pumamarca genießen wir unser zweites Frühstück und den Ausblick auf die fruchtbare Umgebung mit Kartoffelfeldern und Bananenbäumen. Leider hängen die Wolken auch am dritten Tag des Trekkings tief im Tal und so ist die Aussicht ziemlich eingeschränkt. Trotzdem sind wir dankbar, dass wir trotz vorherrschender Regenzeit bis auf ein paar wenige Tropfen während der gesamten drei Tage trocken geblieben sind.

Lares Trekking nach Machu Picchu Aussicht
Von den Überresten alter Ruinen hat man einen schönen Ausblick auf das Tal

Unsere Wanderung endet schließlich Mittags im kleinen Städtchen Ollantaytambo, das nicht nur der Ausgangspunkt für die Züge nach Machu Picchu ist, sondern auch selbst über eine beeindruckende Ruinen-Anlage verfügt. Sofern es deine Zeit zulässt, solltest du diese unbedingt besichtigen, da es sich bei dieser Stätte ebenfalls um eine bedeutsame Anlage aus der Inka-Zeit handelt. Wir haben Ollantaytambo bereits vor dem Trekking im Zuge einer Sightseeing-Tour durch das Heilige Tal besichtigt und nützen die restliche Zeit bis zur Zugfahrt lieber, um in einem der zahlreichen Cafés zu entspannen und die Füße hochzulagern. Drei Tage Wandern in dieser extremen Höhenlage und knapp 45 absolvierte Kilometer laut GPS-Tracking haben am Ende auch bei uns ihre Spuren hinterlassen.

Lares Trekking nach Machu Picchu Ollantaytambo
Ausblick von den Ruinen von Ollantaytambo auf die Stadt

Offiziell endet das Lares Trekking übrigens erst am vierten Tag mit dem Besuch der Ruinen von Machu Picchu. Da wir Machu Picchu bereits einen ausführlichen, eigenen Artikel gewidmet haben, werde ich die Besichtigung der legendären Inka-Stätte hier nicht noch einmal thematisieren, da es den Rahmen dieses Berichts gehörig sprengen würde.

Fazit des Lares Trekkings nach Machu Picchu

Mir hat die Wanderung durch das Lares Tal wahnsinnig gut gefallen und ich habe überhaupt nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Klar, ich habe keinen persönlichen Vergleich, da ich den Inka-Trail nicht absolviert habe, jedoch kann ich mir kaum vorstellen, dass sich meine Eindrücke und Erlebnisse noch toppen lassen. Besonders die Abgeschiedenheit und Unberührtheit der Strecke fernab von Zivilisation und Massentourismus, wie er uns dann bei Machu Picchu wieder eingeholt hat, haben mich begeistert.

Ich persönlich fand das Trekking auch nicht besonders schwierig und ich hatte auch mit der Höhe keine Probleme. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass ich davor bereits vier Wochen durch Bolivien reiste und dementsprechend gut an die extreme Höhenlage akklimatisiert war. Diese Ausgangssituation ist völlig anders, als wenn man die Wanderung direkt nach der Ankunft in Cusco in Angriff nimmt.

Lares Trekking nach Machu Picchu Akklimatisierung
Eine gute Akklimatisierung ist wichtig, damit du die Wanderung wirklich genießen kannst

Tipp: Plane auf jeden Fall ein paar Tage ein, um dich an die Höhe zu gewöhnen bevor du eine körperlich anstrengende Aktivität wie den Inka-Trail oder das Lares Trekking startest, damit du das Abenteuer auch richtig genießen kannst.

Technisch ist der Trail auch nicht besonders anspruchsvoll und die Auf- und Abstiege halten sich in Grenzen. Auf der Strecke ist am zweiten Tag ein hoher Pass mit knapp 4.600 m (abhängig von der gewählten Route) zu absolvieren, ansonsten wandert man größtenteils auf gut ausgebauten Pfaden mit sanften An- und Abstiegen. Während der Regenzeit musst du immer mit Niederschlag rechnen und teilweise können die Wege dann sehr gatschig werden. Wasserdichte Wanderschuhe sind ein Muss!

Must-Haves für ein entspanntes Trekking

Je besser du dich vorbereitest, desto mehr kannst du deine Wanderung genießen. Das Equipment – Zelt & ISO-Matten – wird gestellt und auch einen Schlafsack und Trekking Stöcke* kannst du dir ausborgen. Falls du deinen eigenen Schlafsack mitnimmst achte darauf, dass er warm genug ist, denn in den Bergen kann es empfindlich kalt werden. Auch für deine Verpflegung ist gesorgt, dreimal am Tag gibt es eine energiereiche, frisch zubereitete Mahlzeit – auf Anfrage auch vegetarisch.

Folgende Dinge sollten aber auf keinem Fall in deinem Rucksack fehlen. (Hinweis: die Auflistung enthält ausschließlich Affiliate-Links zu Produkten, die ich während des Trekkings persönlich genutzt habe und dementsprechend empfehlen kann)

Dinge wie Wanderhose, warme Socken und wasserdichte, knöchelhohe Wanderschuhe* (ich empfehle Lowa) sowie Unterwäsche zum Wechseln verstehen sich denke ich von selbst. Falls du Bedenken hast, wie du das alles tragen sollst, keine Sorge, denn dein Hauptgepäck wird von Maultieren transportiert und du kannst dich voll und ganz auf das Erlebnis Lares Trekking konzentrieren. Daher solltest du neben deinem Tagesrucksack auch noch eine zweite, weiche Tasche oder einen größeren Rucksack dabei haben, wo du das Gepäck, das du nicht beim Wandern brauchst verstauen kannst.

Organisiert wurde unser Lares Trekking nach Machu Picchu übrigens von Michael Dirninger und Andean Expeditions in Zusammenarbeit mit Wayra Peru Travel. Falls du noch auf der Suche nach einem vertrauenswürdigen Anbieter bist, können wir diese beiden Reiseagenturen uneigeschräkt weiterempfehlen. Michael zeichnet sich übrigens auch für die Organisation meiner Fotoreise nach Patagonien im Herbst 2019 verantwortlich, für die wir auch noch fotografiebegeisterte Mitreisende suchen.


Wir hoffen, dass wir dir mit unserem Reisebericht zum Lares Trekking Lust auf diese einmalige Wanderung machen konnten. Vielleicht warst du auch schon einmal auf einer Mehrtageswanderung in den Anden unterwegs? Gibt es irgendwelche Routen, die du noch empfehlen kannst oder Dinge, die im Rucksack nicht fehlen sollten? Wir freuen uns wie immer über deine Rückmeldung in den Kommentaren! Schau auch unbedingt bei Mike von Ousuca vorbei, denn bei der Blogparade sind im Laufe der Wochen viele spannende Beiträge mit genialen Outdoor-Erlebnissen zusammengekommen. Prädikat: Absolut lesenswert!

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

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