Peru ist ein tolles Land. Weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie Machu Picchu, der Titicaca-See oder die Nazca-Linien lassen jedes Jahr Millionen Touristen ins Land pilgern. Die meisten Reisenden verbringen jedoch kaum Zeit in der Hauptstadt des Landes. Zu unrecht, wie ich denke, denn Lima ist eine aufstrebende und sehr lebendige Metropole. Diese Stadt war die positive Überraschung meiner Südamerikareise.

Es ist interessant zu sehen, dass Lima stark polarisiert. Manche Menschen lieben Lima, andere hassen diese Stadt. Mir persönlich ist klar, dass die Stadt nicht perfekt ist, aber trotzdem konnte ich hier eine tolle Zeit erleben. Als Tourist reichen 2-3 Tage aus, doch digitale Nomaden oder Lifestyle-Reisende, die nicht unbedingt einen Ort mit vielen Sehenswürdigkeiten benötigen, können hier durchaus länger bleiben.

Lima ist eine riesige Stadt, fast 8 Millionen Menschen leben hier. Die meisten Stadtteile waren ursprünglich informelle Siedlungen und entstanden erst in den letzten Jahrzehnten, weshalb die meisten Stadtteile sehr schäbig aussehen.

Für Touristen und Reisende gibt es daher nur wenige interessante Stadtteile. Zum Leben und Übernachten kann ich den Bezirk Miraflores empfehlen. Dieser Stadtteil ist der reichste Stadtteil von Lima und ein Gringo-Ghetto.

Auch wenn es hier nicht authentisch zugeht, profitiert man hier von einer sehr hohen Lebensqualität, einer guten Infrastruktur und einer geringe Kriminalitätsrate. Während meiner Reise Südamerikareise habe ich mich in keiner anderen Stadt so sicher gefühlt. Zugegebenermaßen verließ ich Miraflores aber auch nur sehr selten.

Das Zentrum Limas ist historisch und architektonisch interessant, aber nicht außergewöhnlich. Ein 2-3 stündiger Spaziergang sollte ausreichen, um einen guten Eindruck von der Altstadt zu bekommen.

Im folgenden Abschnitt stelle ich dir mehrere Gründe für und gegen einen Aufenthalt in Lima/Miraflores vor.

4 Gründe die für Lima und Miraflores sprechen

Surfen in Lima
Die Wellen an der Küste von Lima sind zum Surfen ideal

1. Das Wetter

Das Klima in der Stadt ist nahezu perfekt. Lima liegt zwar in den Tropen, doch die Temperaturen werden durch den Humboldtstrom deutlich abgeschwächt und liegen im Jahresdurchschnitt zwischen 15-25° C. Das ist zwar keine ideale Urlaubstemperatur, aber zum Arbeiten und Leben fast perfekt.

Da die Stadt in einer Wüste liegt, regnet es fast nie. Wer das ganze Jahr über trockenes Frühlingswetter erleben will, befindet sich am richtigen Ort.

2. Die Küche

Die peruanische Küche gilt als die beste in Südamerika. Die meisten Speisen bestehen aus Mais, Kartoffeln und Fisch. Sehr bekannt ist Ceviche, ein im Limettensaft marinierter roher Fisch. Dieser Sushi-Verschnitt konnte mich jedoch nicht wirklich überzeugen. Trotzdem war ich mit der Auswahl an Restaurants sehr zufrieden. In Miraflores findet man Spezialitäten aus allen Regionen Perus und natürlich auch reichlich internationale Küche. Das Niveau der Restaurants ist fast überall sehr hoch.

Eines meiner Lieblingslokale war Punto Azul in Miraflores.

Adresse: Calle San Martin 595, Miraflores 15074, Peru

3. Die Preise

Auch wenn Miraflores eine der teuersten Orte in Peru ist, liegen die Preise deutlich unter europäischem Niveau. In Südamerika rangiert Peru vom Preisniveau im Mittelfeld. Länder wie Brasilien oder Chile sind teurer, Kolumbien, Paraguay und Argentinien billiger.

4. Die Küste

Ich mag Küstenstädte, dementsprechend war ich vom Pazifischen Ozean vor meinem Appartement angetan. Hier kann man die Freizeit mit Paragliding oder Surfen verbringen. Die Wellen an der peruanischen Küste sind zum Surfen ideal. Schwimmen ist natürlich auch möglich, aber nicht sehr angenehm, wie du im nächsten Abschnitt sehen wirst.

3 Gründe die gegen Lima und Miraflores sprechen

Altstadt von Lima
In der Altstadt von Lima befinden sich einige schöne Gebäude, beeindruckend fand ich sie jedoch nicht.

1. Die Wolken

Die Temperaturen in der Stadt sind zwar sehr angenehm, doch leider hängen während der Winterzeit dichte Wolken über der Stadt. Zwischen Juni und September gibt es pro Tag im Durchschnitt nur eine Sonnenstunde. In dieser Zeit herrscht Depressionsgefahr. Ich besuchte Lima im Hochsommer im Dezember, aber auch in dieser Zeit wurde die Sonne oft von dichten Nebelschwaden verdeckt.

2. Der Strand

So schön die Küste mit den Klippen und den vielen Parks auch ist, der Stadtstrand hat mich nicht begeistert. Das Wasser ist kalt und die Steine machen das Baden zur Tortur. Bessere Strände findest du außerhalb der Stadt.

Ein weiteres Manko ist, dass der Strand ohne Auto relativ schwer zu erreichen ist. Im Moment werden jedoch viele neue Fußgängerbrücken und Gehsteige gebaut, dadurch sollte zumindest die Erreichbarkeit in Zukunft deutlich leichter werden.

3. Die Altstadt

Die Altstadt von Lima gilt als eine der schöneren in Südamerika. Zwar gibt es rund um den Plaza Mayor einige beeindruckende Kolonialbauten, wirklich imponierend ist das aber alles nicht, wenn man europäische Innenstädte gewöhnt ist. In 2-3 Stunden sollte man mit dem Sightseeing durch sein.

Lima – Soll ich hier Zeit verbringen?

Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile die Nachteile bei weitem. Falls du ein Reisender mit einem begrenzten Zeitbudget bist, solltest du deine  Zeit mit dem Besuch der einzigartigen Inkaruinen und Naturwunder Perus verbringen und in Lima nicht mehr als 2 Tage bleiben. Wenn du jedoch etwas länger unterwegs sein kannst und mehr Zeit an einem Ort verbringen kannst – sei es als digitaler Nomade oder zum Spanisch lernen – könnte Lima der richtige Ort für dich sein.

Hast du Lima schon einmal besucht und würdest du die Stadt weiterempfehlen? Ich freue mich auf dein Feedback!

Foto © Surfen in Lima – Geraint Rowland

Foto @ Altstadt von Lima – Dennis Jarvis

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Autor

Reisejunkie, Autor, Solopreneur. Mag es, ungewöhnliche Orte zu entdecken und nach seinen eigenen Regeln zu leben.

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