Atemnot, graue Architektur, Herbstwetter und Kriminalität – das ist mein Resümee von Bogotá nach 5 Tagen. Zwar können reiche Expats hier durchaus eine angenehme Zeit verbringen, als Touristenziel kann ich die Stadt jedoch nicht weiterempfehlen. Als ich nach meinem Aufenthalt in der kolumbianischen Hauptstadt nach Medellín weiterflog, konnte ich meinem Reise-Kompagnon nur zustimmen, als er meinte, dass er in diese Metropole wohl nur noch für Anschlussflüge zurückkehren werde.

Dabei war mein erster Eindruck von Bogotá gar nicht so schlecht. Zuvor verbrachte ich 2 Wochen in Cuczo und Lima. So sehr ich Peru – und vor allem Lima – in dieser Zeit auch zu schätzen lernte, das dortige Wüstenklima, die karge Vegetation und die permanente Wolkenschicht, die nur wenig Sonne durchließ, empfand ich nach einiger Zeit doch als sehr langweilig.

Folglich war ich begeistert, als ich kurz vor der Landung am Flughafen El Dorado in Bogotá – was für ein cooler Name für einen Flughafen – aus dem Fenster blickte und grüne Wälder, saftige Wiesen und mächtige Wolken erblickte. Dahinter erstreckte sich ein endloses Häusermeer. Die Dächer und Fenster funkelten in der Sonne, alles wirkte grün und sauber.

Damals wusste ich noch nicht, dass Bogotá eine Stadt ist, die aus der Ferne besser aussieht, als aus der Nähe. So spektakulär das Hochland der Anden in Kolumbien auch ist, die Stadt Bogotá ist ein einziger Moloch.

Hast du schon deinen Flug nach Kolumbien gefunden?

La Candelaria - Die Altstadt von Bogotá
La Candelaria – Die Altstadt von Bogotá

Doch leider ist La Candelaria auch eine der schäbigeren Teile der Stadt. Das liegt vermutlich daran, dass das Stadtzentrum in den letzten Jahrzehnten oft Ort von Unruhen und Terroranschlägen war. Die reicheren Bevölkerungsschichten flüchteten deshalb in den schickeren Nordteil der Stadt, während der Süden und das Zentrum der Stadt von Jahr zu Jahr desolater wurden.

Bogota – Eine gefährliche Stadt

Am Tag erblickte ich in La Candelaria an jeder Straßenecke Menschen, denen ich nicht in der Nacht begegnen wollte. Blöd nur, dass ich ihnen hier in der Nacht unweigerlich begegnete.

In den meisten südamerikanischen Städten sollte man in der Nacht vorsichtig sein, hier spürte ich aber das erste Mal die Gefahr. Ein Student aus den Niederlanden erzählte mir, dass 9 von 11 Personen aus seiner Gruppe innerhalb eines Semesters bestohlen wurden. In der Nacht wurde uns selbst für kurze Wege, das Buchen eines Taxis empfohlen, doch auch dabei mussten wir vorsichtig vorgehen und entweder per Taxi-App oder mit Hilfe eines Taxistands buchen. In Bogotá ist niemand überrascht, wenn man vor einem Lokal um Hilfe beim Bestellen eines Taxis bittet, obwohl ein Taxi nur wenige Meter entfernt parkt.

Aber auch Taxifahrer leben hier gefährlich: Mein Freund fragte einen Taxifahrer, was bisher sein schlimmstes Erlebnis gewesen sei. Der Fahrer erwiderte, dass er einmal von Räubern mit einer Pistole bedroht wurde, sie fesselten ihn, schlugen ihn und warfen ihn schließlich aus dem fahrenden Taxi.

Hinzu kam, dass wir kurz vor Neujahr in Bogotá ankamen. Ein großer Teil der Bevölkerung flüchtete während der Feiertage aus der Stadt, weshalb viele Restaurants, Bars und Clubs  geschlossen und die Straßen nach 21 Uhr menschenleer waren.

 Höhe, Wetter und Architektur

Monserrate - einer der höchsten Punkte der Stadt
Monserrate – einer der höchsten Punkte der Stadt

Abgesehen vom permanenten Gefühl der Unsicherheit, belasteten mich auch die folgenden Umstände:

  1. Die Höhe

Bogota liegt ungefähr 2600 Metern über dem Meeresspiegel. Normalerweise braucht man 1-2 Wochen um seinen Körper an die Höhe zu gewöhnen. Bis dahin leiden die meisten Neuankömmlinge an Kurzatmigkeit und Kopfweh.

  1. Das Wetter

Wie auch in Cuzco ist die Höhe dafür verantwortlich, dass ganzjährig ein kühles Wetter herrscht. Manche Leute sagen, dass Bogota eine der wenigen Städte ist, in denen man alle 4 Jahreszeiten innerhalb eines Tages erleben kann: In der Nacht herrscht eisige Winterkälte. Am Vormittag wird es wie im Frühling langsam wärmer, so dass zur Mittagszeit manchmal sogar angenehmes Sommerklima herrschen kann. Dieses ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn schon am frühen Nachmittag wird es wieder kälter, der Herbst ist da.

Ich kann mit Herbst- und Winterwetter leben, leider ist es in Bogotá jedoch nicht üblich die Wohnungen zu heizen. In der Nacht friert man selbst mit vier Decken erbärmlich.

  1. Die Architektur

Die alten Kolonialgebäude in La Candelaria sind ganz nett, aber nichts, was man nicht auch woanders auch sehen kann. Abgesehen von den Kolonialbauten wurden die meisten Gebäude in Bogotá in den letzten Jahrzehnten errichtet und erschrecken das Auge des Betrachters durch die folgenden drei Attribute  – grau, schäbig und desolat. Interessante moderne Architektur konnte ich nirgends erblicken.

 Mein Fazit über Bogotá

coffee-bogota
Auch wenn ich die Stadt nicht mag, der Panoramaausblick vom Monserrate ist atemberaubend

Vermutlich würde mein Urteil etwas milder ausfallen, wenn ich im Nordteil von Bogotá gewohnt hätte. Der ist recht schick und modern.

Doch auch dort hätte ich mir die Frage stellen müssen, warum ich meine Zeit in Bogotá verbringe, während in Städten wie Lima und Medellin ganzjährig Frühling herrscht, und die selbe Lebensqualität günstiger zu haben ist.

Für einen längeren Aufenthalt kann ich die Stadt nicht empfehlen. Wer nach Kolumbien kommt, kann hier durchaus 1-2 Tage verbringen und sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen, viel mehr Lebenszeit sollte man in Bogotá jedoch nicht verstreichen lassen.

Wo wohnen in Bogotá?

Besser im Nordteil der Stadt. Über die Hostels kann ich nicht viel sagen. Ich verbrachte meine Zeit in einem Airbnb-Appartment, dass keine Wünsche offen ließ, aber leider nicht in der schönsten Gegend lag. Mehr Infos dazu findest du im Artikel über meine Airbnb-Appartements in Südamerika. Falls du noch keinen Airbnb-Account hast, kannst du dir hier übrigens einen 30 Euro Gutschein besorgen.

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Autor

Reisejunkie, Autor, Solopreneur. Mag es, ungewöhnliche Orte zu entdecken und nach seinen eigenen Regeln zu leben.

33 Kommentare

  1. Hey, schade das du die Stadt so empfunden hast. Ich war selbst 18 Tage in Bogota, auch in La Calandaria – und ich fands echt toll. Liegt vielleicht auch an den tollen Menschen, welche ich in der Zeit getroffen habe.
    Ich hatte keine Probleme mit der Höhe. Das Wetter fand ich auch toll, weil es angenehm warm war (T-Shirt/ Pullover) – und ein paar Tage waren sogar richtig warm und wenn es geregnet hat war es warmer Sommerregen , der nach 30min. schon wieder weg war.
    Und auch die Architektur habe ich anders empfunden. Ich finde es toll, dass viele Hochhäuser mit Backsteinen gebaut sind und in La Calandaria viele Häuser liebevoll bemalt sind. Zudem haben mir die kleinen Cafés und Restaurants in Hinterhöfen, in unscheinbaren Häusern, etc. gefallen – aber gut, diese findet man, wenn nicht gerade in Europa, auch in anderen Ländern und Kontinenten 🙂 Warst du auch an einem Sonntag da? Da wird die Hauptstraße für Autoverkehr gespeert und es herrscht eine riesen Party mit Joggern, Radfahrern, Musik, Essensstände, etc. (sehr lohnenswert!) Und die Fahrt auf den Monserate fand ich traumhaft, hatte einen Sommertag erwischt. Mein Fazit: ich fands toll und kehre im October wieder nach Kolumbien, evtl ein paar Tage Bogota und dann gehts weiter nach Cali. Warst du dort schonmal?

    • Nein, Cali ist sich diesmal nicht ausgegangen. Nur Bogota, Medellin und Cartagena.

      Es freut mich sehr, dass es dir in Bogota besser gefallen hat. Die Stadt hat sicher auch nette Seiten, aber im Vergleich zu Lima, Medellin, Buenos Aires oder Rio, fand ich persönlich wenige Gründe, um länger dortzubleiben.

      • Über Medellin habe ich auch gehört, dass es dort sehr schön sein soll 🙂

        Ich bleibe gespannt, ob mir Bogota immer noch gefällt, wenn ich im Oktober nach Kolumbien zurück kehre und Vergleichsmöglichkeiten habe ^^ – es bleibt nicht aus, das man Städte vergleicht , wenn auch unbewusst 🙂

    • Na ja, in 5 Tagen kann man eine solche Riesenstadt auch nicht kennenlernen, nicht im entferntesten. Da sollte man sich mit Urteilen zurückhalten. Ich war schon mehrere Male während mehrerer Tage oder gar Wochen in Bogota – die Stadt ist nicht die alleschönste, das ist wahr, aber sie hat wundervolle Quartiere und einfach erstauunliche Bauten, sie ist voller Leben und voller Farben. Die Leute habe ich immer als sehr interessiert, als gastfreundlich, nett und liebswert erfahren.

      • Hallo Wolfgang,

        Danke für dein Kommentar, ich finde allerdings nicht, das ein Aufenthalt von nur 5 Tagen nicht dazu berechtigt seine Meinung zu äußern. Das ist halt Philipps EIndruck gewesen, nicht mehr und nicht weniger. Und Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden 🙂

        Liebe Grüße
        Lisa

  2. Also erstmal muss ich sagen, dass ich es sehr traurig finde, dass du die Stadt so erlebt hast. Und ich muss dazu sagen, dass du dir doch nicht so ein schlechtes Urteil bilden kannst, wenn du nur 5 Tage hier warst.. Ich mache hier für 1 Jahr mein FSJ und bisher kann ich mich null beklagen.. Ich habe hier bisher so tolle Menschen kennengelernt, die wirklich sehr interessant sind. Und das sind keine Menschen aus dem Norden, wo es wirklich aussieht wie in Deutschland, das sind Menschen aus Sierra Morena (das Barrio wo ich arbeite). Und das sind mit die herzlichsten Menschen die ich in meinem ganzen Leben kennenlernen durfte. Und das Wetter hier sehe ich auch nicht als so furchtbar an.
    Die Kriminalität ist hier wirklich sehr hoch, aber wenn man sich mit den Menschen, vor allem aus den ärmeren Vierteln auseinandersetzt und fragt wie man am besten vorgeht, um hier möglichst sicher zu leben und das auch beachtet, dann passiert einem nichts wirklich gefährliches. Und die Menschen, denen du nachts lieber nicht begegnen möchtest, sind größtenteils Menschen, die nicht wirklich viel dafür können, dass sie solch ein Leben führen. Die Schuld daran hat die Regierung, die viel zu wenig und viel falsches für diese Stadt macht. Allerdings ist dies eine etwas längere Geschichte.

    Zum Ende kann ich nur sagen, dass ich mich hier pudelwohl fühle und das man sich immer alles schlecht reden kann. Es kommt auch auf den Blickwinkel an, wie man die Dinge sieht und erlebt.

    Liebe Grüße aus Bogotá (:

  3. Hallo Philipp,

    das herbstliche Klima fand ich nach der Hitze an der Karibikküste sehr erfrischend und die kühlen Nächte lassen einen endlich mal wieder richtig gut schlafen.

    Wenn Du der Stadt eine zweite Chance geben willst, komm doch nochmal mit auf einen Spaziergang durch Bogotá (http://unterwegs-reiseblog.de/bogota/) – S., dem ich auf meiner Reise begegnet bin, ist es auch 2016 eher wie Dir ergangen 🙂

    Grüße, Simon

  4. Was für ein bescheuerter text. Fahr doch vlt lieber nach malotze, da kannste im pool entspannen.

  5. Annette Guzman Guzman Antworten

    Ich habe 2 Jahre in Bogota gelebt. Und ja, oberflächlich betrachtet könnte man dir zustimmen. Allerdings sind genau solche Orte dazu da, das Glück und die Freude mit Achtsamkeit und Geduld und genauem Hinsehen zu suchen. Erst dann, findet man wirkliche Schätze, nachhaltige Lernimpulse und Aha-Effekte. Besser als im plakativen Apartmenthouse mit Pool in Sabaneta oder El Poblado, Medellin;)!LG

  6. Schade, dass dies einer der ersten Beiträge ist, der erscheint, wenn man die Begriffe „Erfahrung wohnen Bogotá“ googelt.

    Ja, die Kriminalitätsrate hier ist hoch und das Wetter nicht so wie in Medellín. Diese Stadt ist wild und undurchschaubar. Aber mit den Attributen gefährlich, grau und hässlich machst du es dir ein bisschen einfach. Ich habe Bogotá als eine sehr interessante und kulturell vielfältige Stadt erlebt. Im Norden wohnen eher die Reichen, richtig. Gleichzeitig habe ich den Teil weiter nördlich von Usaquen aber als langweilig im Vergleich zum Zentrum erlebt, das vibriert, lebt. In dieser Stadt wohnen die unterschiedlichsten Menschen, das wird vor allem mit Hinblick auf die soziale Ungleichheit deutlich: Die einen in Baracken ohne Strom und fließend Wasser, die anderen in ihrem Luxus-Appartment mit hauseigenem Sicherheitsdienst. Doch die vielen (kulturellen) Möglichkeiten und die Menschen, die Bogotá meiner Meinung nach einzigartig machen, können bei einem Bericht über die Stadt nicht außeracht gelassen werden. Diese Stadt ist keinesfalls perfekt, die Fassaden der Candelaria tatsächlich teilweise heruntergekommen, aber gerade das macht diese Stadt auch liebenswert. Viele Grüße.

    • Hallo Janina, dieser Text spiegelt Philipps persönliche Meinung wider. Dürfen Reiseblogger denn nur Positives berichten? Ich denke Authentizität ist wichtig und dazu gehört es auch, mal kritisch zu schreiben oder auch zu sagen, was einem nicht gefallen hat. Gott sei Dank haben wir ja nicht alle den gleichen Geschmack. Sonst wäre es ja langweilig! Liebe Grüße Lisa

    • Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung zu Bogota. Ich bin eben kein Regenbogen-Reisender und ich sehe auch die Probleme die an so manchen Orten dieser Welt herrschen (für manche mögen diese Probleme exotisch sein). Es wäre aber unverantwortlich, schlechte Erlebnisse und Erfahrungen unter den Teppich zu kehren.

      • „für manche mögen diese Probleme extoisch sein.“
        Ich galube keiner der Kommentiernden meinte, dass die Stadt eine einzige „zona rosa“ ist. Ziemlich unreflektiert nach 5 Tagen in einer Stadt mit einer europäischen Brille auf der Nase durch die Gegend zu laufen und dann so zu urteilen. Vieles was beschreibst ist nunmal leider Relaität in vielen Großstädten Lateinamerikias.
        Von der bedeutend größen Kriminalität und der bitteren Armut hast du von deinem 5 Sterne Pool in Medellín aus sicher nur am Rande mitgekriegt. Meinung schön ung gut, aber wenn du dich schon Reiseblogger nennst, wäre ein bisschen weniger eruopäische Überheblichkeit angebracht. Schreib doch bitte das nächste Mal lieber über deinen All Inclusive Urlaub auf Tennerifa. Da gibt es auch Pools und auch Spanisch spricht man dort, nur ausrauben wird dich wahrschinlich niemand.

        • Hallo Julian,

          Danke für deine Meinung. Trotzdem ist es denke ich völlig ok, wenn Philipp seine persönliche Meinung äußert. Er hat es nun mal so empfunden und auch so niedergeschrieben. Dafür ist ein Blog schließlich da. 😉 Was die europäische Überheblichkeit angeht, ich denke davon sind wir beide weit entfernt und wenn du dich hier ein wenig umsiehst wirst du feststellen, dass wir gerade Südamerika sehr intensiv bereist haben und das wäre wohl nicht der Fall, wenn es uns nicht gefallen würde.

          Wir kennen beide sehr viele Orte und Gegenden in Südamerika, Philipp war damals 3 Monate unterwegs, und Bogota hat ihm einfach am wenigsten zugesagt. Wir sind ehrliche Blogger und schreiben es auch, wenn uns etwas nicht gefällt.

          Liebe Grüße

          Lisa

  7. Werner Heidrich Antworten

    Hallo,
    seit fast fünf Jahren lebe ich jetzt in Bogotá, ich kenne einige grosse Städten wie Bangkok, Bombay, Santiago de Chile, Buenos Aires und Mexico City. Kolumbien ist wunderschön aber Bogotá ist echt hässlich. Was soll ein Tourist hier länger als 2 Tage machen? Nette Menschen und tiefergehende Kontakte bekommt er weiss Gott in angenehmerer Umgebung. Länger keinen dichten, schwarzen Dieselqualm eingeatmet? Dann bist du hier richtig! Hast du schon Husten deswegen? Bei den Demonstrationen räuchert die Polizei traditionellerweise mit Tränengas, das löst garantiert die Russablagerungen deiner Atemwege. Dem letzten Therapieversuch der lieben Ordnungshüter konnte ich letzte Woche auf meinem Abendspaziergang in Las Aguas gerade noch entgehen. La Candelaria, das Altstadtviertel ist in einer Stunde abgehakt, weil mehr sehenswerte Bausubstanz ist nicht da? Dann mach doch mal einen Abstecher ins Viertel Cartucho, vielleicht hast du ja das Glück, lebend wieder rauszukommen, um vom hübschen Ambiente und von den netten Bekanntschaften zu berichten. Interesse an Städtebau? Schau dir die Viertel Kennedy, Bosa, „Fontibronx“ und wie sie alle heissen, den Vorort Funza an: Tristesse in Beton gepaart mit absolutem Fehlen von gutem Geschmack. Dann weisst du, wie man auf keinen Fall bauen und hausen sollte. Die wunderbare Natur Kolumbiens kommt hier nicht vor, sie ist draussen vor der Stadt.An Tieren habe ich in den fünf Jahren nur Hunde, Katzen, Strassentauben und ein paar Ratten gesehen, ach ja und viele gebratene Schweine, mit ganzem entbeinten, mit schwer verdaulicher Füllung lebensecht ausgestopftem Körper, mit Kopf und vorwurfsvollem Blick…. . Bogotá ist auch ein Traumziel für Vegetarier und Veganer und Gesundheitsbewusste und Feinschmecker pilgern nach Bogotá. Die volkstümliche Kost ist nämlich für LKW-Fahrer und Steinbrucharbeiter, Malariaprophylaxe brauchst du nicht, aber Alka Seltzer, wenn du dich gern unter das Volk mischt und so isst wie sie. Hier bekommst du Kreationen serviert, die die Vorstellungskraft eines einfachen Gringos überfordern, zum Beispiel Pizza ( in der carrera septima), dessen hohlen Rand man hinterlistigerweise mit ungefähr einem halben Kilo pappsüssen Fruchtgelees gefüllt hat. Das gibt es nur hier, allein dafür lohnt sich die Anreise, als Freund kulinarischer Absonderlichkeiten musst du Bogotá gesehen und überlebt haben! Kunstinteressiert? Botero ist der berühmte kolumbianische Maler und Bildhauer, der die prallen und drallen Figuren so liebt. Seine Werke im Museum in der Candelaria sind nichts gegen die Millionen lebendiger üppiger Körperkunstwerke, die dir hier auf Schritt und Tritt begegnen. Suchst du Ruhe und Entspannung? Ich auch, aber vergeblich seit ungefähr fünf Jahren. Hier wird fast rund um die Uhr rücksichtslos gelärmt, Stille ist den Bewohnern unerträglich, weswegen sie sogar bei ihren Ausflügen zum Beispiel in die Stille der Natur des Hausberges Monserrate immer ihre Radios mit- und anhaben in dem unerschütterlichen Glauben, dass ein jeder Reggaeton oberhalb 50 dB geil findet. Einen Fernseher mit Krimis braucht es hier nicht, ich schaue einfach nachts aus dem Fenster, wenn es wieder mal laut wird. Erst gestern nacht hat man einen „atracador“, einen der wertvollen Menschen, die andere unter Vorhaltungen (von Messern und Pistolen) Handys, Geld und manchmal das Leben nehmen, zu Boden gehauen und dann ins Polizeiauto gesteckt. Der hat noch Glück gehabt, man hätte ihn sonst möglicherweise gelyncht, wäre die Polizei nicht gekommen. Als Souvenir empfehle ich nicht den üblichen billigen Touristenkitsch, man kann von hier bleibende Erinnerungen mitnehmen. Meinem Freund zum Beispiel ist seine Jeans lieb und wert, die ihm hier mit zwei Messereinstichlöchern im rechten Hosenbein kostenlos verziert wurde als ihm sein teures Handy abhanden kam. Er erinnert sich gern an unsere Zeit in Bogotá, so ein Souvenir ist ein echtes Unikat! Es ist nicht die Frage, ob man Bogotá liebt oder hasst, vielmehr ob man es überlebt. Aber sonst ist es ganz nett hier! Saludos! Werner

    • Hallo Werner,

      Danke für deinen ausführlichen Input. Du scheinst ja wahrlich schon einiges erlebt zu haben. Umso spannender, dass es dich immerhin schon 5 Jahre dort hält! Unser Eindruck war wie gesagt auch, dass Kolumbien weit aus mehr zu bieten hat! Liebe Grüße Lisa

  8. Leider finde dich diesen Bericht sehr sehr arm für einen Reiseblogger.
    Natürlich sollen die negativen Erfahrungen auch berichtet werden aber doch auch die positiven,denke ich,und davon finde ich in dem Bericht fast nichts,obwohl es da durchaus einiges zu erwähnen gäbe!
    Ich lebe seit einem halben Jahr in Bogota (ok,im Norden) und war auch die Jahre zuvor schon etliche Male hier.
    Ich habe noch keine einzige gefährliche Situation erlebt,auch nicht in der Altstadt,der Süden sollte tatsächlich gemieden werden,das stimmt.
    Innerhalb von zwei Stunden im Umkreis gibt es unzählige attraktive Ausflugsziele in allen Temperaturabstufungen.
    Es gibt überall nette kleine Cafés und Pubs und Restaurants in allen Qualitäts- und Preislagen.
    Zum Wetter: nachts kühlt es angenehm ab,aber wirklich kalt ist es äußerst selten und wenn man nicht gerade im April kommt regnet es auch sehr wenig hier.
    Und sorry,darüber weiß man vorher schon Bescheid,dann sollte man sich nicht darüber aufregen.
    Gleiches gilt für die Lage der Unterkunft,da informiert man sich vor der Buchung,wie in den meisten Großstädten gibt es auch hier schlechtere und gefährlichere Viertel.
    Finde es sehr schwach einen so negativen Bericht zu verfassen! Wenn du lieber im Warmen am Pool liegst dann ist es verständlich das es dir hier nicht so gut gefällt.

    • Wie man eine Stadt wahrnimmt ist natürlich sehr subjektiv. Ich hatte keine positiven Erfahrungen in Bogota (anders als in anderen Städten), daher der negative Bericht. Ich wundere mich, dass das so viele Leute persönlich nehmen.

      „Wenn du lieber im Warmen am Pool liegst…“ argumentum ad hominem. Ich bin kein Regenbogennomade, aber auch kein Pauschaltourist.

    • Hallo Julika,

      ich antworte Mal für Philipp, da er gerade unterwegs ist. Ich denke, er wollte damit ausdrücken, dass wir es nicht ganz verstehen, dass manche Leute von Reisebloggern offensichtlich erwarten, dass immer nur kunterbunt und positiv berichtet wird (und es manche Blogger wohl auch so leben). Wir versuchen so authentisch wie möglich zu berichten und dazu gehört natürlich auch, dass uns manches eben nicht gefällt, auch wenn andere eine andere Meinung haben. 😉

      Ganz liebe Grüße

      Lisa

  9. Jeder nimmt die jeweiligen Städte Kolumbien anders aus und ich finde dass jeder seine Meinung frei äußern darf ohne Kritik dafür zu bekommen. Ich wollte zum Beispiel gar nicht nach Bogotá und wir sind trotzdem zwei Tage geblieben, jede Stadt hat schöne und schlechte Seiten aber vergleichsweise finde ich auch dass man in andere Städte Kolumbiens mehr davon hat. Obwohl ich anfangs auch sehr überrascht war, dass Bogotá an sich trotzdem sehr sauber und richtiges großstadtfeeling in mir hervorrief. Auch die Berge sind wahnsinnig schön, aber so hat jeder seinen eigenen Geschmack und ich finde hier manche Kommentare etwas unangebracht. Darf doch jeder in seinem Blog Scheiben was er mag und was derjenige für ein Feeling von der Stadt bekommen hat 🙂

  10. Hallo, Ihr Lieben, ich finde es wunderbar, von so vielen interessierten und wißbegierigen jungen Leuten zu hören. Jeder nimmt neue Eindrücke anders auf, jeder baut auf anderen Erfahrungen sein Weltbild auf und verarbeitet, was er erlebt hat, auf andere Weise.
    Ich habe von 1962 bis 1967 in Bogotá, Usaquén, gelebt. Schon damals war die Stadt sehr gefährlich, schon damals mußte man – besonders als Frau – genau aufpassen. Aber ich habe so viel Gutes erfahren, so viel Schönes und Einmaliges gesehen, daß ich bis heute mit Dankbarkeit daran zurückdenke, obwohl ich neben dem Schönen unvorstellbare Armut, Grausamkeit und Erschreckendes gesehen habe, aber nichts davon war schrecklicher und grausamer als der Krieg, der mir widerfahren und die Nachkriegszeit, die ich erlebt habe.
    Es ist gut kennenzulernen, wie und unter welchen Umstände andere Menschen in anderen Ländern leben, und wie dankbar wir heute in Europa sein können, trotz der Schwierigkeiten, die sich auch hier aufbauen.
    Ich danke Ihnen für Ihre Beiträge und Gedanken. Sie haben mir viel Freude bereitet.
    Das Schöne erkennen, das Erschreckende bedauern und helfen, wo man helfen kann.

  11. Was für ein schlechter Bericht. Ich lebe seit 3 Jahren in Bogota und die Sicherheitslage ist wirklich in Ordnung.

    • Lieber Fred,

      wie so vieles ist das Sicherheitsgefühl immer subjektiv. Philipp hat sich nicht wohl gefühlt und in dem Bericht seine Meinung dargestellt, deshalb ist dieser noch lange nicht schlecht. Wenn du dich wohl fühlst ist das doch super!

      Liebe Grüße
      Lisa

  12. War vor einigen Monaten in Kolumien, auch in Bogotá. Absolut, absolut gefährlich. Habe wärend der Reise nach und nach: Kamera, Daybag, Kulturbeutel und einige weitere Kleinigkeiten abgenommen bekommen.

    Das Geld und Ausweise hatte ich zum Glück in einer Körpertasche, da ist nix passiert. Mein Freund musste für ein beschädigtes Motorboot (Mietboot) 500$ bezahlen, der Schaden war aber schon und war vorher sogar von uns fotografiert worden. (Embalse de San Rafael, Nähe Bogotá)

    Bogota selbst war ein völliger Krampf, wir haben ständig aufgepasst und waren sehr besorgt um unsere Sicherheit. Dennoch sind wir auch dort einmal beklaut (Wäschebeutel) worden.
    Ich war vorher in Indien unterwegs, überhaupt kein Vergleich zu Kolumbien. Kalkutta und Bogota – das sind solche WELTEN, obwohl die Armut in Kalkutta viel, viel größer ist, haben wir uns dort nie bedroht oder unsicher gefühlt und sind auch niemals bestohlen worden.

    Passt bitte echt auf euch auf, Leute, wenn ihr in Bogotá seid. Zumindest für Backpacker, so unser Eindruck, ist die Stadt nicht gerade sicher.

  13. Ich lebe seit 8 Jahren hier in Bogotá. Es gibt Dinge in dem Artikel, die sehr wahr und andere etwas übertrieben sind.

    Richtig: Bogotá ist eine Stadt, die nicht sehr freundlich mit touristisch ist, wenn wir uber tiefe Probleme in allgemeine sprechen. Es gibt Touristen, die Probleme mit Dieben haben (und bei Unsicherheiten) entweder in Taxis (deshalb wird die Verwendung von Apps empfohlen) oder in unsicheren Straßen. Es ist ratsam, in Gruppen zu gehen und sichere Wege zu definieren, die nicht dunkel oder einsam sind. Zum Beispiel ist Carrera 14 (oder Avenida Caracas) gefährlich, genau wie viele Punkte im Süden. Das Stadtzentrum ist in einigen Stunden der Nacht gefährlich. Während des Tages wird es jedoch mehr von der Polizei „bewacht“. (Wenn Sie eine Gruppe sind, werden Sie keine Probleme haben)

    Meine persönliche Empfehlung, wenn Sie Bogota besuchen: Verwenden Sie bekannte und sicherere Straßen wie die Avenida Septima, den Norden der Stadt (rosa Zone) oder den Osten (Westen ist Ok, aber nur fur Einkaufszentrum). Tragen Sie keine Wertgegenstände im Freien. Wenn Sie eine Kamera oder ein Mobiltelefon/Handy verwenden, verwenden Sie diese diskret und einmal verwendet, bewahren Sie sie erneut auf. Wenn Sie sich entschieden haben, zu erkunden und zu beobachten, dass die Gegend gefährlich wird, kehren Sie schnell zu einer bekannten Straße zurück. Und vielleicht ein wichtiger Rat: Immer hinter den Rücken schauen (Es kann verhindern, dass jemand überraschend hinter seinem Rücken erscheint)

    Teilweise Korrekt (Und sehr unsachlich): Das Klima und die Höhe. Okay, wenn Sie in ein tropisches Land kommen, können Sie sich nicht über das Wetter oder die Höhe beschweren. Sie sind natürliche Aspekte in Städten wie dieser, in denen der Regen oder die sonnigen Tage nicht vollständig definiert sind. Ich traf Touristen, die alle vier Jahreszeiten an einem Tag liebten. Andere übersehen sie einfach.

    Inkorrekt: Die Architektur Komm schon, in 5 Tagen kannst du nicht alle architektonischen Werke kennen, die in der Stadt sind, noch mehr, wenn Architektur nicht das Wichtigste ist. Das Wichtigste ist die Natur und sie ist in der Umgebung.
    In Bogota gibt es Monserrate, Candelaria, einige Kirchen und ein paar Gebäude, aber der Reichtum der Landschaften, die Neusa, Zipaquirá, Guatavita, Tominé, Chingaza, Moyas, Salto del Tequendama, Suesca und vieles mehr bieten. Ich versichere Ihnen, dass Sie mehr als 5 Tage brauchen werden. Ich werde bis September in Bogotá sein. Wenn jemand eine Empfehlung möchte, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.

    Kristian.

  14. Ich empfand die Stadt ganz genauso – grausig!!!
    Bevor jetzt die bissigen Kommentare ums Eck kommen – ich lebe seit 2 Jahren in Mexiko-Stadt und habe einiges in Lateinamerika bereist, aber soetwas habe ich noch nie gesehen.
    Bogotá ist wie ein riesiges Ghetto, das mit Menschen überfüllt ist. Die Menschen dort waren mir alle nicht ganz geheuer.
    Dafür ist alles andere, was ich von Kolumbien kennenlernen durfte, ein Traum. Die Kolumbianer sind sehr lieb und machen alles für einen. Ich komme bestimmt nach Kolumbien zurück, aber nie mehr nach Bogotá!
    Liebe Grüsse,
    Martina

  15. Tenor des Artikels:
    „Bogotá ist blöd weil es so hoch liegt und während meiner Anwesenheit, mir das Wetter nicht gefiel – außerdem gibt es Städte mit besserem Klima. Es hat mir jemand erzählt, dass er beraubt wurde, daher ist Bogotá auch total gefährlich. Architektur gibt es nicht, weil ich sie nicht gesehen habe. Und wenn ich in einem anderen Stadtteil von Bogotá gewohnt hätte, wäre mein Urteil besser ausgefallen.“

    Normalerweise ignoriere ich das blödsinnige Geschreibsel im Internet, aber ein Reiseblog über Bogotá, der sich über die Höhe der Stadt beklagt, ist wirklich lächerlich. Und dass alle Neuankömmlinge an Kurzatmigkeit und Kopfschmerzen leiden, ist wohl frei erfunden.
    Aber der Bericht wird ja gleich besser, das Wetter taugt nichts. Nicht schlecht – 5 Tage in Bogotá und sich dann eine „Meinung“ bilden, warum das Wetter nicht empfehlenswert ist. Wie wäre es da mit ein wenig Recherche wie üblicherweise das Wetter im Januar ist? Ah ja, Recherche, scheinbar keine Stärke in diesem Blog… Dann kommt auch raus, warum das Klima in Medellin, Cartagena, Mallorca, Moskau anders ist.
    „Interessante moderne Architektur konnte ich nicht erblicken.“ – da gibt es immer zwei Möglichkeiten: es gibt keine so wie hier angedeutet oder man ist dafür einfach nur blind. Es mag sein, dass man die Gebäude z.B. von Rogelio Salmona nicht besonders gut findet, aber zu behaupten, dass nichts da ist, ist schlichtweg falsch. Oder Catedral Primada de Colombia aus dem 16.-Jahrhundert… Ah ja, das Blöde mit der Recherche.
    Sicherheit: das ist wohl wie in vielen anderen Großstädten mit Millionen von Einwohner: es gibt Zeiten und Gegenden, wo man besser nicht als Tourist hingehen sollte. In den 19 Jahren, in den ich jährlich in Bogotá war, wurde ich kein einziges Mal ausgeraubt oder hatte auch keine gefähliche Situation. Und ich war dabei in allen Gegenden der Stadt.

    Bogotá ist ambivalent: ich könnte sie hier total runtermachen, dann ignoriere ich aber die schönen Seiten. Oder ich überhöhe sie, dann vergesse ich die schlechten Seiten. Und das kann man in fünf Tagen durchaus sehen und feststellen – hier versagt der Bericht total und ist schlichtweg falsch. Das bedeutet aber auch, dass dieser Blog einen „informative und sorgfältig recherchierte Reiseberichte aus der ganzen Welt“ darstellen wird, ist zumindest für den Bericht aus Bogotá gelogen.

    • Hallo Mario,

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Dieser Bericht ist eine persönliche Meinung und diese sind ja (Gott sei Dank) unterschiedlich. Darum lautet der Titel auch „Warum ICH nicht mehr nach Bogota zurückkehren werde“ und nicht „Warum du nicht nach Bogota reisen solltest“. Ich denke, es ist völlig legitim über etwas bzw. einen Ort zu schreiben, der einem nicht so gut gefallen hat und wie man den Kommentaren hier entnehmen kann, ging es ja vielen anderen Besuchern ähnlich. Ein persönlicher Erfahrungsbericht, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du gute Erfahrungen in Bogota gemacht hast, super, das freut mich für dich. Und ja, auf diesem Blog nehmen wir uns das Recht heraus, auch einmal kritische Dinge zu erwähnen oder über Orte zu schreiben, die uns nicht gefallen haben, schließlich ist es eine persönliche Webseite. Deshalb sind die Berichte nicht weniger sorgfältig erstellt oder recherchiert.
      Liebe Grüße
      Lisa

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