Kaum steht Silvester vor der Tür kommt wieder die Frage auf, wie man die spektakulären Feuerwerke fotografieren kann und möglichst professionell in Szene setzt. Natürlich gibt es auch unterm Jahr genug Möglichkeiten, bei Veranstaltungen und Events das bunte Spektakel abzulichten, aber erfahrungsgemäß erhöhen sich die Suchanfragen kurz vor der Silvesternacht drastisch und auch das eine oder andere E-Mail zu dem Thema haben wir in den letzten Tagen schon beantwortet. Grund genug, diese Anfrage zum Thema unseres neuesten Fotografie Tutorials zu machen und euch darin Schritt für Schritt zu erklären, wie ihr das Beste aus euren Feuerwerk Fotos herausholen könnt.

Übrigens, Feuerwerke sind nicht zu Unrecht umstritten und auch wir vermeiden es Raketen zu zünden. In diesem Beitrag geht es ausschließlich um die technischen Voraussetzungen und richtigen Einstellungen für die Feuerwerksfotografie, nicht darum, ob dieser Brauch sinnvoll ist oder eher verboten gehört!

Feuerwerke fotografieren leicht gemacht- so klappt’s mit spektakulären Bildern

Die richtige Vorbereitung von Feuerwerk Fotos

Ein wichtiger Punkt, den viele Fotografen vergessen, ist die richtige Vorbereitung. Um Feuerwerke fotografieren zu können, gibt es einiges zu beachten. Am wichtigsten ist ein guter und sicherer Standort. Diesen suchst du dir am besten schon einige Tage vorher heraus und schaust ihn dir in Ruhe bei Tageslicht an. Denn nichts ist stressiger, als mitten in der Silvesternacht oder während eines Events nach einer Stelle zu suchen, wo du dein Stativ aufbauen kannst!

Feuerwerk fotografieren Location
Zum Fotografieren von Feuerwerken empfiehlt sich eine erhöhte Position, wie eine Dachterrasse

Die richtige Location für beeindruckende Feuerwerk Fotos befindet sich idealerweise etwas erhöht für einen guten Überblick oder auch an einem gegenüberliegenden Ufer am Wasser, so dass du auch die Spiegelungen des bunten Spektakels einfangen kannst. Alternativ kannst du auch eine bekannte Sehenswürdigkeit als Hauptmotiv in Szene setzen, denke aber daran, dass es an solchen Orten meist sehr voll wird und dir möglicherweise Menschen vors Stativ laufen.

Feuerwerk fotografieren Spiegelung
Normalerweise kann man im See tolle Spiegelungen fotografieren, an diesem Tag war es leider sehr windig, wie man an den Rauchwolken erkennen kann!

Außerdem solltest du in der Vorbereitung sicher gehen, dass deine Akkus geladen sind (mindestens ein Ersatzakku ist Pflicht!) und genug Platz auf deiner Speicherkarte ist. Da Feuerwerke selten vorhersehbar sind, wirst du nämlich sehr viele Bilder machen müssen und benötigst entsprechend Kapazität.

Welche Kamera eignet sich zum Feuerwerke fotografieren?

Ich persönlich bekomme jedes Mal die Krise, wenn jemand unter ein Foto kommentiert „Mit welcher Kamera hast du das Bild gemacht?“. Denn nicht die Kamera, sondern der Fotograf macht das Foto und gerade der Kamera-Body ist wirklich nur ein winzig kleines Puzzleteil eines großartigen Bildes.

Weder die Marke, ob es nun eine Canon, Nikon oder Sony Alpha Kamera ist, noch der Preis oder die Größe haben einen direkten Einfluss auf die Bildqualität. Die Kamera ist ein Werkzeug, das es zu beherrschen gilt und auch der beste Fotoapparat kann mangelndes Wissen nicht wett machen.

Wichtig für gute Feuerwerk Fotos ist wie bei allen Nachtaufnahmen nur eines: Deine Kamera muss manuelle Einstellmöglichkeiten zulassen, sprich du musst Verschlusszeit, ISO-Wert und Blende so einstellen können wie du das möchtest. Der Automatik-Modus ist definitiv keine Option bei den extremen Lichtverhältnissen eines Feuerwerks.

Ob du lieber mit einer Spiegelreflex (DSRL)-, einer Bridgekamera oder einer modernen Systemkamera (DSML) fotografierst ist Geschmackssache und macht deine Bilder weder besser noch schlechter.

Welches Objektiv soll ich für Feuerwerk Fotos verwenden?

Welches Objektiv das richtige für deine Feuerwerk Fotos ist, hängt vor allem von deinem Standort ab. Bist du sehr nahe am Feuerwerk dran oder willst ein Gebäude als Vordergrund in Szene setzen, benötigst du eine eher weitwinklige Linse. Wer auf einem Berg steht und die ganze Stadt samt Lichtermeer fotografieren möchte, ist mit einem leichten Tele vermutlich besser bedient.

feuerwerke fotografieren Objektiv Brennweite
Dieses Bild entstand mit 24mm Brennweite (entspricht 16mm auf APS-C)

Für mich persönlich hat sich mein Standardzoom mit 24-70 mm Brennweite (entspricht ca. 16-50 mm auf APS-C Kameras) als ideales Objektiv herauskristallisiert. Damit decke ich vom leichten Weitwinkel- bis zum unteren Zoombereich alles ab und kann flexibel auf verschiedene Situationen reagieren.

Wichtig: Hat dein Objektiv einen Bildstabilisator, deaktiviere ihn sobald du die Kamera auf dem Stativ montierst, um Unschärfe zu vermeiden!

–> Weiterlesen: Erfahre mehr über die verschiedenen Objektive und ihre Einsatzmöglichkeiten in unserem großen Objektiv-Vergleich!

Die richtigen Kameraeinstellungen, um Feuerwerke zu fotografieren

Für Kameraeinstellungen gibt es meist kein Patentrezept, doch gerade beim Fotografieren von Feuerwerken kann man sich an ein paar wichtigen Grundregeln orientieren. Natürlich solltest du immer ein paar Probeaufnahmen machen und die Werte, wenn nötig, entsprechend anpassen.

Die Blende

Die Blende ist das wichtigste Gestaltungsmittel in der Fotografie, denn sie bestimmt ob dein ganzes Foto scharf ist (hohe Tiefenschärfe) oder du ein Motiv vor dem Hintergrund freistellst (geringe Schärfentiefe). Beim Fotografieren von Feuerwerken orientieren wir uns an den Grundregeln der Landschaftsfotografie, sprich wir möchten ein Foto mit hoher Tiefenschärfe. Um das zu erreichen müssen wir die Blende schließen.

Die meisten Objektive haben ihre beste Abbildungsqualität übrigens bei Blendenwerten zwischen 8 und 11. „Blende schließen“ heißt also nicht komplett zumachen, sondern den besten Kompromiss aus Bildqualität und Tiefenschärfe zu finden. Ich empfehle dir, zum Start die Blendenzahl 8 oder 9 zu wählen. Werden die Bilder zu hell, kannst du, wenn nötig, immer noch etwas abblenden (= die Blende weiter schließen).

Die Verschlusszeit (=Belichtungszeit)

Die richtige Belichtungszeit für Feuerwerk Fotos zu finden ist ein wenig tricky. Wir benötigen nämlich einerseits längere Verschlusszeiten, um die Lichtspuren der Raketen einzufangen, andererseits dürfen wir auch nicht zu lange belichten, um Überbelichtung zu vermeiden. Gerade wenn sehr viele Raketen auf einmal oder sehr schnell hintereinander gezündet werden und du auch noch ziemlich nahe dran bist, besteht die Gefahr, dass du statt bunter Lichtspuren nur ein paar grelle weiße Flecken auf deinem Bild siehst.

feuerwerk fotografieren verschlusszeit
Werden sehr viele Raketen gleichzeitig geschossen, musst du die Belichtungszeit vermutlich etwas verkürzen

Die richtige Belichtungszeit hängt also von der Anzahl der Raketen, der Abschussgeschwindigkeit, der Entfernung zum Motiv und dem vorhandenen Umgebungslicht ab. Erfahrungsgemäß bringt eine Verschlusszeit zwischen 3 und 10 Sekunden die besten Ergebnisse, an die besten Werte für die jeweilige Situation musst du dich allerdings herantasten.

Ich persönlich beginne meistens mit 5 oder 6 Sekunden bei Blende 8. Ist das Feuerwerk überbelichtet, blende ich in einem ersten Schritt auf einen Blendenwert von bis zu 11 ab. Reicht das nicht, verkürze ich die Belichtungszeit auf etwa 3 Sekunden.

Achtung: Die Verschlusszeit sollte auch nicht zu kurz gewählt werden, da du sonst keine Lichtspuren, sondern nur bunte Lichtpunkte erhältst. Wenn du dir unsicher bist mache Fotos mit 3, 5, 6, 8 und 10 Sekunden und schaue dir die Ergebnisse in Ruhe zuhause am PC an. Je mehr du ausprobierst, desto wahrscheinlicher wirst du ein gutes Ergebnis erhalten.

Der ISO-Wert

Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Das heißt, je höher der ISO-Wert, desto kürzer kannst du auch bei schlechtem Umgebungslicht belichten. In der Analogfotografie musste man noch den richtigen Film für die jeweilige Lichtsituation wählen, mittlerweile bestimmen wir die ISO-Zahl einfach im Menü der Kamera.

Kling also unkompliziert, hat aber auch einen Nachteil, denn ein hoher ISO-Wert verringert die Bildqualität. Speziell in den dunklen Bildbereichen kann man bei Fotos, die mit hoher ISO gemacht wurden, körnige oder pixelige Stellen erkennen. Man spricht dann vom sogenannten „Bildrauschen“.

Wenn es also nicht unbedingt notwendig ist, sollte man hohe ISO-Werte beim Fotografieren vermeiden. Im Fall von Feuerwerken arbeiten wir mit Stativ, um längere Belichtungszeiten realisieren zu können. Eine hohe Lichtempfindlichkeit ist nicht notwendig, daher setzen wir die ISO-Zahl auf 100.

Feuerwerke richtig fokussieren

Sobald du die richtigen Grundeinstellungen gefunden hast, geht es im nächsten Schritt ans Fokussieren. Feuerwerke richtig fokussieren ist eine kleine Herausforderung, denn du hast ja vor dem Abschuss der Raketen keine richtige Referenz. Außerdem versagt der Auto-Fokus im Dunkeln vermutlich den Dienst. Worauf fokussiert man also, wenn noch kein Motiv da ist?

Feuerwerk fotografieren Autofokus
Stelle den Fokus auf unendlich und nutze den Einzelfokus mit mittlerem Messfeld

Da Feuerwerke meist in einer gewissen Entfernung stattfinden ist wie auch bei der Astrofotografie der unendliche Fokus das Mittel der Wahl. Dieser ist bei den meisten Objektiven mit einer liegenden 8 markiert. Du kannst also den Fokus auf deinem Objektiv von AF (Autofokus) auf MF (Manueller Fokus) stellen und dann den Fokusring auf unendlich drehen. Aber Achtung: Bei einigen Objektiven liegt der unendliche Fokuspunkt nicht genau auf der Markierung, sondern ein paar Millimeter davor oder sogar dahinter. Um das zu testen, fokussierst du am besten bei Tageslicht auf den Horizont und prüfst dann die Position des Fokusrings. Diese kannst du mit einem kleinen Tape markieren, so dass du in Zukunft immer genau weißt, wo der korrekte unendliche Fokuspunkt sitzt.

Feuerwerk fotografieren richtig fokussieren
Bei diesem Feuerwerk nutze ich die umliegenden Lichter als Messpunkte für den Fokus

Tipp: Da die meisten Feuerwerke nicht irgendwo in der Pampa, sondern in der Nähe von Ortschaften stattfinden, gibt es meist irgendwelche Lichtquellen, die man als alternativen Messpunkt verwenden kann. So kannst du zum Beispiel mit Hilfe des Autofokus auf eine entfernte Laterne oder ein beleuchtetes Gebäude fokussieren und dann den Fokus auf manuell setzen. Achte aber darauf, dass du danach den Fokusring nicht mehr verstellst!

Was den Autofokusmodus angeht, empfehle ich dir den Einzelfokus (Nikon AF-S, Canon One Shot) zu wählen und das mittlere Fokus-Messfeld zu aktivieren.

Ist es notwendig es bei Feuerwerks Fotos zu blitzen?

Sehr oft taucht auch die Frage auf, ob es etwas bringt beim Fotografieren von Feuerwerken oder bei Nachtaufnahmen generell zu blitzen. Und noch viel öfter sieht man Touristen mit Spiegelreflexkameras im Automatikmodus, die in den Abendstunden den Blitz benutzen.

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich es an dieser Stelle erwähnen: Blitzen im Dunkeln generell, aber vor allem mit den eingebauten Mini-Blitzen der Kameras, bringt GAR NICHTS. Der Blitz kann ein weit entferntes Motiv gar nicht ausleuchten, es ist also absolut unnötig ihn zu verwenden. Im besten Fall passiert gar nichts, im schlimmsten Fall erhältst du ein Foto mit einem unschönen, hell erleuchteten Vordergrund. Finger weg also vom Blitz und vom Automatikmodus beim Feuerwerk Fotografieren!

Welches Zubehör benötigt man bei der Feuerwerks Fotografie?

Neben einem guten Standort, der geeigneten Kamera und einem passenden Objektiv benötigst du zum Fotografieren von Silvesterraketen auch passendes Zubehör. Welche Dinge unbedingt mit in den Fotorucksack sollten, habe ich dir hier zusammengefasst:

Stativ

Das allerwichtigste Zubehör, um Feuerwerke fotografieren zu können ist ein stabiles Stativ. Da wir mit langen Verschlusszeiten arbeiten ist es wichtig, dass die Kamera stabil steht, um Bewegungsunschärfe durch Verwackeln zu vermeiden. Theoretisch kannst du die Kamera auch auf einer Mauer abstellen oder einen Bohnensack* verwenden, um sie zu stabilisieren. Der Nachteil dieser Methoden ist allerdings, dass du hinsichtlich des Bildausschnittes und der Bildkomposition sehr eingeschränkt bist.

Auf Reisen arbeite ich normalerweise mit dem Compact Traveler No.1 Stativ von Rollei*, das mit geringem Gewicht und kompaktem Packmaß überzeugt. Für Langzeitbelichtungen in Städten und Shootings in meiner näheren Umgebung bevorzuge ich mittlerweile aber das City Traveler XL Stativ aus Carbon*, das deutlich stabiler ist und mit seiner größeren Arbeitshöhe punktet.

Vergiss auch nicht, dass du beim Arbeiten mit Stativ den Bildstabilisator am Objektiv ausschalten solltest. Dieser versucht sonst Bewegungen auszugleichen, die es gar nicht gibt und verursacht dadurch leichte Unschärfe.

Fernauslöser / Selbstauslöser

Du benutzt ein Stativ, doch dein Bild wird trotzdem unscharf? Das liegt vermutlich daran, dass du durch das Drücken des Auslösers eine minimale Verwacklung verursachst. Daher solltest du bei Nachtaufnahmen und Langzeitbelichtungen immer einen Fernauslöser* verwenden. Alternativ kannst du auch den Selbstauslöser deiner Kamera mit einer Vorlaufzeit von mindestens 2 Sekunden nutzen.

Ersatzakkus

Langzeitbelichtungen, besonders bei kalten Außentemperaturen, saugen die Akkus rasch leer. Vor allem bei Systemkameras mit elektronischem Sucher merkt man das stark. Daher solltest du immer zumindest einen geladenen Ersatzakku dabeihaben. Wenn es draußen kalt ist, trage den Akku dicht am Körper, um ihn warm zu halten.

Taschenlampe / Stirnlampe

Im Idealfall ist deine Umgebung schlecht beleuchtet. Das hat zwar Vorteile für das finale Foto, erschwert aber die Einstellungen. Ich empfehle zwar immer, alle Einstellungen bei Tageslicht durchzuspielen, trotzdem erleichtert eine Taschen- oder Stirnlampe* die Arbeit.

Handschuhe/ warme Kleidung

Gerade zu Silvester kann es in unseren Breiten ziemlich kalt werden. Und wenn man sich nicht bewegt, kriecht die Kälte umso schneller in die Glieder. Daher solltest du beim Feuerwerk Fotografieren im Freien an warme Kleidung (Skihose) denken und geeignete Handschuhe* benutzen. Auch eine Thermoskanne mit heißem Tee hilft beim Warmhalten.

Die richtige Bildkomposition für spektakuläre Fotos

Nicht außer Acht lassen sollte man auch die Bildgestaltung. Sehr oft sind Fotos zwar technisch perfekt, wirken aber auf Grund eines falschen Bildausschnitts oder einer misslungenen Bildkomposition langweilig oder emotionslos.

Feuerwerk fotografieren Bildgestaltung
Hier ist der Bildwinkel zu eng gewählt und das Feuerwerk leider oben abgeschnitten

Überlege dir also vor dem Abdrücken, wie du dein Foto aufbauen möchtest. Du kannst beispielsweise Gebäude als Vordergrund verwenden oder die Spiegelungen in einem Gewässer als Eyecatcher nutzen. Außerdem solltest du darauf achten, dass der Bildausschnitt groß genug gewählt ist, damit das Feuerwerk nicht versehentlich abgeschnitten wird. Da nicht immer ganz klar ist, wie hoch die Raketen aufsteigen, musst du möglicherweise verschiedene Brennweiten ausprobieren. Das ist mit ein Grund, warum ich bei Feuerwerken Zoom-Objektive bevorzuge.

Tipp: Da Feuerwerke sehr unvorhersehbar sind, empfehle ich dir mit Intervallaufnahmen oder Bildreihen zu arbeiten. Wenn du den Selbstauslöser verwendest kannst du zum Beispiel festlegen, dass pro Auslösung 3, 5 oder auch mehr Aufnahmen gemacht werden.

Feuerwerke fotografieren Tipps
Um solche Momente einfangen zu können, musst du rechtzeitig abdrücken

Extra-Tipp: Warte nicht auf irgendeine Szene, die dir besonders gut gefällt. Ist die Rakete schon einmal am Himmel zu sehen, ist es längst zu spät zum Abdrücken. Ich empfehle Dauerfeuer mit leicht variierenden Einstellungen. Diese Vorgehensweise erhöht deine Chancen auf großartige Bilder drastisch, auch wenn du am Ende viel aussortieren musst.

Hole mit der richtigen Nachbearbeitung das Beste aus deinen Feuerwerksbildern heraus

Mit den richtigen Einstellungen legst du die Grundlage für großartige Fotos. Dennoch kann man in der Nachbearbeitung noch einiges herausholen. Das Wichtigste ist, dass du in RAW fotografierst, denn nur so behältst du die Kontrolle über alle Bildinformationen. Eine RAW-Datei ist wie ein digitales Negativ, dass du durch die Ausarbeitung in Lightroom (oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm) nach deinem Geschmack entwickelst.

Feuerwerk fotografieren Weissabgleich
Dieser Vergleich zeigt den Unterschied zwischen „Kunstlicht“ und „Tageslicht“ (rechts).

Ganz besonders essenziell für den Look deiner Feuerwerkbilder ist der Weißabgleich. Setzt du ihn auf Automatik, werden die Fotos oft einen Tick zu warm (Gelbstich). Bei der Nachbearbeitung eines RAWs kannst du den Weißabgleich verlustfrei ändern. „Kunstlicht“ (oder „Wolframlampe“) bringt meistens deutlich bessere Ergebnisse, als die Automatik.

Außerdem solltest du die Objektivkorrekturen aktivieren, um Verzerrungen und Vignettierung zu entfernen und das Bild geraderichten. Eventuell musst du auch die Belichtung und den Kontrast etwas anpassen und die Lichter herausnehmen, falls die Aufnahme zu überstrahlt wirkt. Durch leichte Erhöhung von Dynamik und/oder Sättigung wirken außerdem die Farben kräftiger. Übertreibe es aber bitte nicht, denn das Ziel ist am Ende ein beeindruckendes, aber trotzdem möglichst natürliches Foto zu erhalten.

Fazit & Zusammenfassung

Feuerwerke fotografieren erfordert zwar ein bisschen Vorbereitung und Übung, aber wenn du die Grundvoraussetzungen verstanden hast, ist es eigentlich gar nicht schwer. Folgende Punkte solltest du immer im Hinterkopf haben oder sie dir am besten auf einen Spickzettel notieren:

  • achte auf einen sicheren Standort, am besten leicht erhöht
  • nutze ein stabiles Stativ
  • deaktiviere den Bildstabilisator
  • fotografiere in „RAW“ (wer JPEG aufnimmst setzt den Weißabgleich auf „Kunstlicht“)
  • verwende den Belichtungsmodus „M“
  • drehe den Fokus auf „unendlich“
  • probiere Belichtungszeiten von 3-10 Sekunden aus
  • stelle einen Blendenwert von 8-11 ein
  • setze den ISO-Wert auf 100

Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen dieser Tipps und hoffe, dass sie dir zu großartigen Fotos verhelfen. Verlinke mir gerne deine Ergebnisse in den Kommentaren, ich bin sehr gespannt auf den Output! Falls du noch weitere Tipps hast, freue ich mich natürlich über deinen Beitrag!

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

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