Nachdem ich euch letzte Woche den ersten Teil meiner Island Reise vorgestellt habe, geht es nun weiter mit dem zweiten Teil dieses unvergesslichen Urlaubs. Von Norden kommend fuhren wir durch die spektakulären Ostfjorde und nahmen auf dem Weg zurück nach Reykjavik die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Islands wunderschönem Süden mit. Eine Gegend, die sich auf Grund ihrer außergewöhnlichen Schönheit durchaus auch für einen längeren Aufenthalt eignet!

Aber der Reihe nach. Nachdem wir zwei Tage in dem vulkanisch hochaktiven Gebiet rund um den Myvatn See verbracht hatten und dort ausgiebig gewandert waren, fuhren wir in das Städtchen Egilsstaðir, das ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der noch sehr ursprünglichen Ostfjorde ist.

Island Reise 8. Tag: Die beeindruckenden Ostfjorde

Auf dem Weg von Egilsstaðir Richtung Süden entschieden wir uns gegen die direkte Route über die Ringstraße und für einen ausgedehnten Ausflug in die unberührten Weiten der Ostfjorde! Abstecher wie dieser waren mit ein Grund, dass wir 12 Tage für die Umrundung ansetzten und nicht, wie viele andere, in nur knapp einer Woche um die Insel hetzten.

Gerade für alle, die es nicht in die Westfjorde schaffen, bieten die Ostfjorde die einmalige Möglichkeit, einen noch weitgehend unberührten und landschaftlich wirklich sehr spektakulären Teil Islands kennenzulernen. Und das geht dank der recht passablen Straßenverhältnisse auch in einem Kleinwagen, ohne 4×4 oder überdurchschnittlicher Bodenfreiheit.

Island Reise Ostfjorde Ausblick
Irgendwo in den Ostfjorden

Von Egilsstaðir kommend nahmen wir die Straße 92 und fuhren über den Ort Eskifjördur in schwindelerregenden Serpentinen bis ans Ende der Straße nach Neskaupstaður. Die Fahrt dorthin versprach geniale Aussichten, leider war es bei unserem Aufenthalt wirklich nebelig und daher konnten wir nicht viel von der sonst sicherlich spektakulären Fjordlandschaft sehen. In Neskaupstaður liegt direkt neben der Stadt ein Schutzgebiet, das eine willkommene Gelegenheit bot uns die Beine zu vertreten.

Island Reise Ostfjorde Aussichtspunkt
Ein Aussichtspunkt kurz vor Eskifjördur

Wir hatten diesen Tag nicht wirklich durchgeplant, sondern uns nur eine grobe Route überlegt, die wir im Laufe dieses Tages abfahren wollten. Wo es uns gefiel stiegen wir aus, machten Fotos oder genossen ganz einfach nur die wunderschöne Natur. Es waren wirklich sehr viele Fotostopps, die wir an diesem fahrtintensiven Tag einlegten, da die Ostfjorde landschaftlich einfach wahnsinnig reizvoll sind.

Tipp: Wer sich für Geologie interessiert, findet im verschlafenen Dorf Stöðvarfjörður im Garten von Petra eine beeindruckende Kollektion von Steinen und Mineralien, bevor man in der Bucht von Breiðdalsvík wieder auf die Ringstraße stößt.

Island Reise Djúpivogur
Der malerische Hafen von Djúpivogur

Im Dorf Djúpivogur nutzen wir die Gelegenheit, unsere Vorräte im Supermarkt aufzufüllen und in eines der Restaurants vor Ort einzukehren. Wer zwischen Juni und August in der Gegend ist, hat täglich um 13 Uhr die Möglichkeit mit der Fähre nach Papey Island überzusetzen, das als Paradies für Vogelbeobachtung, besonders von Papageientauchern, gilt.

Wir wären zwar im richtigen Monat da gewesen, hatten uns aber soviel Zeit in den Fjorden gelassen, dass es unmöglich gewesen wäre, die Fähre um 13 Uhr zu erreichen. So musste ich weiter darauf hoffen, die knuffigen Papageientaucher in Vik vor die Linse zu bekommen.

Island_Rundreise_Ostfjorde
Der fast märchenhafte Anblick der Landschaft hinter unserer AirBnB Villa

Unser AirBnB Appartment für diese Nacht lag noch etwa 30 km von Djúpivogur entfernt, mitten im Nirgenwo der unaussprechlichen Gegend von Geithellnadalur. Es gibt in den Ostfjorden wahrlich nicht viele Unterkünfte und da wir unsere Reise verhältnismäßig spät gebucht hatten, war die Auswahl bereits äußerst beschränkt.

Wobei man ehrlich sagen muss, dass die Unterkunft abgesehen von der isolierten Lage wirklich genial war. Wir teilten uns eine großzügige, saubere Villa mit 3 anderen Pärchen, jeder hatte sein eigenes Zimmer und auch mehrere Badezimmer standen zur Verfügung. Die Natur rundherum war wunderschön und unberührt und bot so die perfekten Bedingungen für ausgedehnte Wanderungen und traumhafte Landschaftsfotos.

Unterkunft: Country House Villa AirBnB, Geithellnadalur (Folge diesem Link, um dir 35 € AirBnB Startguthaben* zu sichern)

Highlights: die spektakulären Küstenstraßen der Ostfjorde

Abendessen: Hótel FramtíðVogaland 4, 765 Djúpivogur

Kilometer: ca. 270 km

Island Rundreise 9. Tag: Stokksnes & Gletscherlagunen Jökulsarlon & Fjallsarlon

Island hat viele tolle Fotomotive, quasi an jeder Ecke warten spektakuläre Aussichten und beeindruckende Landschaftspanoramen darauf entdeckt zu werden. Manche Orte heben sich aber dank ihrer außergewöhnlichen Schönheit trotzdem noch einmal von den „normalen“ Sehenswürdigkeiten ab.

Einer dieser Orte ist die Landzunge Stokksnes in Islands Osten. Vor einem pechschwarzen Lavastrand erhebt sich als Teil des Berges Klifatindur das zerklüftete Massiv des Vestrahorns und von der vorgelagerten Landzunge bietet sich ein perfekter Ausblick auf dieses Fotohighlight.

 Die Halbinsel Stokksnes ist ein wunderschönes Fotomotiv, Kaffee würde ich dort aber keinen mehr konsumieren
Die Halbinsel Stokksnes ist ein wunderschönes Fotomotiv, Kaffee würde ich dort aber keinen mehr konsumieren

Dieses Motiv wurde bereits vielfach fotografiert und ist auch heute kein wirklicher Geheimtipp mehr. Fast jeder Fotograf legt hier einen Zwischenstopp ein. Das weiß auch der Landbesitzer, der mittlerweile von jedem Besucher 800 ISK (ungefähr 6,50 €) Eintritt kassiert und in dem kleinen Café Viking einen völlig überteuerten Kaffee ausschenkt.

Mein Tipp: wenn du gerne fotografierst und das Wetter stabil ist, zahle den Eintritt und erfreue dich an diesem fantastischen Motiv. Ich würde dort aber keinen Kaffee oder Snack mehr kaufen, denn selbst für Island sind die Preise dieses Cafés wirklich übertrieben!

Fototipp: Von den schwarzen Dünen mit den grünen Gräsern und am Strand selbst lassen sich tolle Bilder schießen. Das allerbeste Motiv sind allerdings die Relexionen im feuchten Sand, die man aber nur erkennen kann, wenn man näher an das Bergmassiv heranspaziert. Natürlich kommt es auch ein bisschen darauf an, wieviel Wasser noch vorhanden ist. Ich hatte großes Glück und konnte diese fantastische Spiegelung in einem Panoramabild einfangen! Sicherlich eines der beeindruckendsten Bilder meiner gesamten Island Reise.

Island Reise Stokksnes und Vestrahorn
Reflexionen des Vestrahorns auf der Halbinsel Stokksnes

Nachdem ich mich in Stokksnes fotografisch ausgetobt hatte, ging es zurück auf die Ringstraße und weiter Richtung Süden. In der Ferne konnte man bereits die ersten Ausläufer des gewaltigen Vatnajökull Gletschers erkennen, der von hier an die Aussicht entlang der Straße dominieren sollte. 

Ich hatte ja bereits in Neuseeland und Patagonien das Vergnügen gehabt, gewaltige Gletscher und Eismassive zu sehen und teilweise auch zu bewandern, doch der Vatnajökull Gletscher ist mit Abstand das beeindruckendste und ausladendste Eisfeld, das mir je untergekommen ist! Seine Gletscherzungen reichen teilweise fast bis an die Ringstraße heran und prägen für hunderte Kilometer das Landschaftsbild. Manchmal scheint es, als müsste man nur einige wenige Schritte machen, um an der Kante dieser Eiszunge zu stehen.

Island Reise Vatnajökull Gletscher
Der gewaltige Vatnajökull Gletscher im Südosten Islands

Gegen Mittag kamen wir dann an einer der berühmtesten und wohl auch fotogensten Sehenswürdigkeiten Islands an. Die märchenhafte Gletscherlagune Jökulsarlon. An diesem fast magischen Ort treiben riesige Eisberge im Schmelzwasser des Vatnajökull Gletschers, bis sie irgendwann durch die Flussmündung ins offene Meer gespült werden.

Island Reise Gletscherlagune Jökulsarlon
Die Gletscherlagune Jökulsarlon – ein magischer Ort

Natürlich ist dieser Ort längst kein Geheimtipp mehr und das zeigt sich spätestens am Parkplatz, wo die Autos sprichwörtlich Stoßstange an Stoßstange kleben und die Suche nach einem freien Platz schon zu einer kleinen Herausforderung werden kann.

Doch die Geduld zahlt sich aus. Schon vom Ufer aus ist der Anblick einfach nur faszinierend. Wir hatten zudem das Glück einen fast windstillen Tag zu erwischen, was zur Folge hatte, dass wir wunderbare Reflexionen von Himmel, Wolken und der blauschimmernden Eisberge auf der spiegelglatten Wasserfläche bestaunen konnten.

Wer die Eisberge aus nächster Nähe betrachten will, kann das im Rahmen einer Bootstour tun. Perfekt durchorganisiert und im Halbstundentakt fahren die Ausflugsboote in die Lagune. Wer sich für die teure Tour im Speedboot entscheidet, kommt noch weiter in die Lagune und ganz nahe an die Abruchkante des Gletschers heran. Mit Glück sieht man vom Boot aus auch die verspielten Robben, welche die Lagune in großer Zahl bewohnen und sich gerne mal auf einer der Eisschollen sonnen.

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Wer sich vom Anblick der Gletscherlagune losreißen kann, wird wenige Schritte weiter mit dem nächsten Highlight belohnt. Hier, auf der anderen Straßenseite, wo die Lagune ins offene Meer mündet, liegen tausende Bruchstücke der ins Meer gespülten Eisberge im schwarzen Sand. Kein Wunder, dass dieser Strand auch als „Diamond Beach“ bezeichnet wird.

Wenn du dich gerne mit Langzeitbelichtungen von Wasser beschäftigst, findest du hier garantiert dein fotografisches Paradies, denn mit den vom Meerwasser umspülten Eisstücken lassen sich fantastische Effekte kreiieren!

Island Reise Gletscherlagune Fjallsarlon
Die „geheime“ Gletscherlagune Fjallsárlon

Geheimtipp: nur wenige Kilometer nach der traumhaften, leider aber auch völlig überrannten Gletscherlagune Jökulsárlon zweigt eine kleine Straße von der Ringstraße ab. Wenn du dieser etwa einen Kilometer folgst, erreichst du einen kleinen Parkplatz. Von hier sind es noch ein paar hundert Meter zu Fuß, bis sich vor dir eine absolute Traumszenerie auftut: die „geheime“ Gletscherlagune Fjallsárlon. Dieser Ort ist nicht weniger schön als die berühmte Sehenswürdigkeit nebenan und landschaftlich sogar fast noch ein wenig spektakulärer und trotzdem gibt es einen großen Unterschied: Die Gletscherlagune Fjallsárlon ist fast menschenleer! Ein absolut lohnenswerter Abstecher für alle, die atemberaubende Naturschönheit (noch) abseits des Massentourismus bestaunen wollen!

Island Reise geheime Gletscherlagune Fjallsárlon
Den Ausblick auf die versteckte Gletscherlagune Fjallsárlon hatte ich quasi für mich allein…

Als wäre dieser Tag nicht schon ereignisreich genug gewesen, zog es uns am späten Nachmittag noch für einen Abstecher in den Skaftafell Nationalpark. Den fotogenen Wasserfall Svartifoss mit seinen schwarzen Basaltsäulen wollten wir uns trotz Zeitmangel nicht entgehen lassen. Außerdem bot die kurze Wanderung zum Wasserfall (ca. 1,5 Stunden hin- und zurück, moderat) eine willkommene Gelegenheit an diesem fahrintensiven Tag unsere Glieder zu strecken.

Island Reise Svartifoss
Der von schwarzen Basaltsäulen eingerahmte Svartifoss bietet ein besonders schönes Fotomotiv

Nach der Wanderung ging es für uns direkt ins Hotel. Übrigens offensichtlich das Einzige seiner Art in dieser absolut verweisten Gegend. Ob dieser Abgeschiedenheit wunderte ich mich überhaupt nicht, dass es so unglaublich schwer (und teuer) gewesen war, hier im Südosten der Insel ein Quartier zu finden. Das Fosshotel Nupar (besonders die neuen Zimmer) sowie auch das angeschlossene Restaurant kann ich aber uneingeschränkt empfehlen.

Unterkunft: Fosshotel Nupar, Núpar, 880 Kálfafell, Island (auf Booking.com* ansehen)

Highlights: Stokksnes Halbinsel, Jökulsárlon, Diamond Beach, Fjallsárlon, Skaftafell Nationalpark – Svartifoss

Abendessen: in der Unterkunft

Kilometer: ca. 256 km

Island Rundreise 10. Tag: Vik, Sölheimar, Puffins, Skogafoss, Seljalandsfoss

Am 10. Tag unserer Island Reise kamen wir endlich in Islands vielgelobtem Süden an. Da meine Reisebegleitung bereits um 11 Uhr Vormittags einen Gletscherwalk am Solheimajökull gebucht hatte, blieb uns während der Anreise nicht viel Zeit für Zwischenstopps. Den Besuch des Fjaðrárgljúfur Canyons mussten wir daher leider auslassen, was mir sehr leid tat, denn auf Fotos hatte ich gesehen, was für ein wundervolles Fotomotiv diese malerische Schlucht bieten würde.

Island Reise Süden
Islands Süden mit Blick auf den Solheimajökull

Während meine Begleitung sich also auf dem Gletscher austobte, nutzte ich die Zeit die Gegend rund um Vik kennenzulernen. Priorität hatte dabei für mich die Suche nach den Papageientauchern, denn die Klippen von Dyrholaey boten für mich die letzte Gelegenheit auf dieser Reise, diese entzückenden Vögel abzulichten. Da die Papageientaucher normalerweise ab Mitte August zurück aufs offene Meer fliegen, machte ich mir etwas Sorgen, dass am 17. August keine mehr da sein würden.

Anfangs schien es auch so, als wären nur noch ein paar wenige Vögel zurückgeblieben, doch gerade als ich gehen wollte, fiel ein ganzer Schwarm dieser putzigen Tiere in die Klippen ein. Plötzlich waren Papageientaucher auf allen Seiten, am Boden, in der Luft, auf den Felsvorsprüngen, einfach überall und teils nur wenige Meter von mir entfernt. Offensichtlich nehmen sie das mit der Mitte des Monats doch nicht ganz so genau. Klar, dass dabei fast eine ganze Speicherkarte für Vogelfotos aus allen möglichen und unmöglichen Perspektiven draufging und ich auch ein bisschen die Zeit übersah.

Island Reise Puffins
In Vik schaffte ich es schließlich doch noch, die süßen Puffins abzulichten

Mit dem Ergebnis, dass ich zu meinem geplanten zweiten Stop, dem Flugzeugwrack von Sólheimasandur, rennen musste. Vor allem, da der Weg zum Wrack von der Straße aus deutlich kürzer aussieht, als er tatsächlich ist. Stell dich darauf ein, dass du locker 35-45 min unterwegs bist – in eine Richtung.

Übrigens, wenn du die Wahl hast, besuche das Wrack lieber am Abend oder am frühen Morgen. Dann sind deine Chancen auf ein Foto ohne Menschen mit Sicherheit höher, denn untertags wird das Flugzeug von Tagesausflüglern im wahrsten Sinne des Wortes überrannt.

Nächster Stop auf unserem Weg durch den Süden war eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands: der gewaltige Skogafoss. Bekannt heißt leider auch ziemlich gut besucht und so mussten wir stundenlang warten, bis wir einmal ein Bild des Wasserfalls ohne Touristen ablichten konnten. Eine weitere Schwierigkeit beim Fotografieren war der feine Sprühregen, der sich innerhalb von Sekunden auf der Linse absetzte und dadurch einen Großteil der Fotos unbrauchbar machte. Gerade Langzeitbelichtungen mit Graufilter waren hier eine besonders große Herausforderung, da das Objektiv – anders als bei einem Schnappschuss aus der Hand, hierbei für mehrere Sekunden frei liegen muss.

Tipp: Für das Fotografieren von Wasserfällen aus der Nähe am besten einen Regenschutz für die Kamera* (es geht auch eine Mülltüte, die man mit einem Haargummi am Objektiv befestigt) besorgen und ein Mikrofaserhandtuch* dabei haben zum Trockenwischen. Die normalen Kamerareinigungstücher sind bei diesen Wassermassen absolut nicht zu gebrauchen und schon nach wenigen Minuten komplett durchnässt.

Übrigens, nicht  nur für die Technik empfehle ich einen Regenschutz, sondern auch für dich selbst. Eine Regenjacke sowie auch eine wirklich wasserdichte Regenhose sind ein Muss, sonst bist du nach wenigen Minuten ebenfalls pitschnass.

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Naturgewalten beim Skogafoss- für dieses Bild muste ich stundenlang warten

Durch das Fotografieren und die vielen verschiedenen Belichtungen mit Graufilter übersahen wir fast ein wenig die Zeit, so dass wir erst sehr spät beim zweiten Highlight auf dieser Strecke, dem Seljalandsfoss ankamen. In diesem Fall war das aber wirklich ein Glück, denn die tief stehende Abendsonne tauchte den Wasserfall in ein warmes, goldenes Licht und sorgte für einen riesigen Regenbogen, der sich über das Tal spannte. Der wolkenlose, sattblaue Himmel trug sein übriges dazu bei, dass die Stimmung an diesem Abend einfach einzigartig war. Zu so später Stunde waren auch keine Busse und Tagesausflügler mehr vor Ort, so dass wir diesen magischen Augenblick fast für uns alleine hatten.

Der Seljalandsfoss zeichnet sich übrigen dadurch aus, dass man hinter dem Wasserfall vorbeilaufen kann. Auch hier empfehle ich dir unbedingt eine Regenjacke und eine Regenhose, denn je nach Windrichtung kann dieses Experiment sehr, sehr nass werden. Von hinten kann man aber auch traumhafte Fotos des Wasserfalls und der Umgebung machen. Wenn man sein Equipment in der (von vorne gesehen) rechten Ecke aufbaut, bleibt es dabei auch erstaunlich trocken. Ich hatte hier überraschenderweise weniger Probleme beim Fotografieren, als beim Skogafoss und die Langzeitbelichtung die ich von mir selbst vor der Kulisse des Seljalandsfoss gemacht habe, zählt meiner Meinung nach zu den besten Fotos dieser Island Reise.

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Traumkulisse beim Seljalandsfoss

Tipp für den Besuch des Seljalandsfoss: Der Boden ist bedingt durch den Sprühregen des Wasserfalls sehr nass und glitschig und schon eine kleine Unachtsamkeit kann dazu führen, dass du ausrutscht und auf die Nase fällst, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung berichten kann. Gott sei Dank ist weder mir, noch meiner Kamera etwas gröberes passiert! Also bitte immer schön schauen wo du hintrittst und gute Schuhe anziehen.

Nachdem wir bei den beiden Wasserfällen sehr viel Zeit vertrödelt und das unglaubliche Wetter so richtig ausgenutzt hatten, kamen wir erst sehr spät und vollkommen fertig in unserer Unterkunft an. Das Gästehaus Nordheimar wird von einem netten isländischen Pärchen betrieben und verfügt insgesamt nur über 5 geschmackvoll eingerichtete Zimmer, die alle mit einem luxuriöses Bad und einem herrlich bequemen Bett ausgestattet sind. Wir waren uns beide einig, dass dieses Gästehaus eindeutig die schönste und sympathischte Unterkunft unserer gesamten Island Reise war!

Unterkunft: Gästehaus Nordheimar, Nordurgata 4, 801 Selfoss, Island (bei Booking.com* ansehen)

Highlights: Vik, Flugzeugwrack Sólheimasandur,  Dyrhólaey Leuchtturm, Sólheimajökull Gletscher, Skogafoss, Seljandsfoss

Abendessen: aus Zeitgründen an der Tankstelle

Kilometer: ca. 280 km

Island Rundreise 11. Tag: Der „Golden Circle“: Snorkelling Silfra, Bruarfoss, Geysir „Strokkur“

Trotz des ereignisreichen Vortages und einer durch die späte Ankunft bedingten ziemlich kurzen Nacht, hieß es am nächsten Tag wieder sehr früh Tagwache. Schon kurz nach 7 klingelten die Wecker, denn heute stand wieder einmal ein ganz besonderes Highlight auf der Agenda: Schnorcheln zwischen den tektonischen Platten in der Kontinentalspalte von Silfra.

Dort, wo die eurasischen und amerikanischen Kontinentalplatten aufeinandertreffen, entstand durch die gewaltigen Kräfte und das Auseinanderdriften der Platten ein weit verzweigtes System von Spalten und Rissen. Die Silfra-Spalte ist heute mit glasklarem Schmelzwasser, gespeist aus einem nahegelegenen Gletscher, gefüllt und auf Grund der einzigartigen Klarheit und Reinheit des Wassers ein beliebtes Tauch- und Schnorchelgebiet, obwohl die Wassertemperaturen ganzjährig bei nur etwa 2 Grad liegen.

Island Reise Schnorcheln in Silfra
Das klare Wasser und die unglaublichen Farben der Silfraspalte haben mich tief beeindruckt

Klar, dass auch wir uns dieses Erlebnis nicht entgehen lassen wollten. Gebucht hatten wir die Tour schon vorab über den isländischen Veranstalter Adventure Vikings. Du hast die Möglichkeit die Silfra-Spalte in einem Wet-Suit oder in einem Dry-Suit zu erkunden. Der Wet-Suit bietet dir mehr Bewegungsfreiheit, allerdings kühlt man darin auch viel schneller aus, denn der Anzug ist – wie der Name schon sagt – nass und nicht wirklich wasserdicht. Ich hatte mich für den Dry-Suit entschieden, weil dieser den Körper viel besser isoliert und man damit auch länger im Wasser bleiben kann. Außerdem bin ich solche extremen Aktivitäten auch nicht gewöhnt und wollte daher kein Risiko eingehen.

Auch im Dry-Suit musst du übrigens damit rechnen, dass im Bereich des Nackens und der Hände Wasser in den Anzug dringt. Dies ist natürlich sehr kalt, aber mit der Zeit erwärmt sich das Wasser auf Körpertemperatur und trägt mit dazu bei, dass du unter Wasser nicht auskühlst. Je hektischer deine Bewegungen, desto mehr Wasser kann in den Anzug gelangen, das Geheimnis ist also möglichst ruhig durch die Spalte zu schweben und dabei auch wenig mit der Kamera zu hantieren. Im besten Fall lässt man die GoPro einfach im Videomodus auf Dauerbetrieb laufen!

Das Schnorcheln in der Silfra-Spalte war bis dato mit Sicherheit die ungewöhnlichste und extremste Aktivität, die ich in meinem Reiseleben erlebt habe. Ja, andere Reiseblogger schmeißen sich regelmäßig aus Flugzeugen, ertrinken fast beim Rafting oder beweisen sich in anderen Extremsportarten, für mich war der Ausflug nach Silfra dennoch eine richtige Herausforderung.

Missen möchte ich dieses Erlebnis allerdings nicht, denn die Welt, die sich da unten vor dir auftut ist wirklich eine ganz besondere und das schwerelose Gleiten durch das tiefblaue Farbenspiel des glasklaren Gletscherwassers ist ein unvergessliches „Once in a lifetime“ Erlebnis, das ich nur jedem weiterempfehlen kann!

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Nachdem wir uns bei einem heißen Kakao aufgewärmt hatten, ging es weiter entlang des Golden Circles zu den nächsten Highlights. Ungewöhnlich für uns auf dieser Strecke war eindeutig das verhältnismäßig hohe Verkehrsaufkommen. Wer die Ringstraße im Uhrzeigersinn abfährt und zuerst in den ruhigen Norden und den noch verweisteren Osten fährt, kann durch das Menschen- und Verkehrsaufkommen am Golden Circle schon einen leichten „Kulturschock“ erleiden.

Um den Massen zu entgehen steuerten wir als erstes Ziel am Golden Circle den Bruarfoss an, ein noch verhältnismäßig unbekannter, aber wegen des eisblauen Wassers unglaublich fotogener Wasserfall, der versteckt und ein wenig abseits der Touristenroute hinter einer Ferienhausanlage liegt. Ihn zu finden ist nicht einfach und obwohl mir unser Gastgeber sehr genau erklärt hatte, wie man zum Bruarfoss kommt, suchten wir fast zwei Stunden innerhalb der Ferienhausanlage nach der richtigen Abzweigung.

Wie kommt man zum legendären Bruarfoss?

Dazu muss man auch sagen, dass die Zufahrt durch die Anlage nicht mehr erwünscht wird. Der Pfad zum Wasserfall ist mittlerweile auch durch einen Stacheldrahtzaun abgesperrt und von mehreren „Nicht betreten“ Schildern flankiert. Der offizielle Weg führt von einem kleinen Parkplatz an der Straße 37 direkt hinter einer Brücke über den namensgebenden Fluß „Bruar“ ca. 3 km stromaufwärts zum Wasserfall. Wer also den traumhaft schönen Bruarfoss „legal“ besuchen will, sollte die Wanderschuhe auspacken und sich auf einen längeren Fußmarsch durch teils unbefestigtes Gelände einstellen. Wenn man vom Thingvellir Nationalpark kommt, liegt der Parkplatz auf der linken Seite der Straße 37, direkt hinter der Brücke, ca. 1 Kilometer vor der Ferienhausiedlung.

Island Reise Bruarfoss
Weil er so schön ist gibt es ausnahmsweise ein zweites Foto

Für mich persönlich zählt der Bruarfoss eindeutig zu den schönsten Wasserfällen Islands. Besonders angenehm ist auch, dass er noch nicht so überlaufen ist, wie viele andere Sehenswürdigkeiten entlang des Golden Circles. Das wird sich aber in den nächsten Jahren vermutlich leider ändern, denn die vielen spektakulären Fotos, die im Internet kursieren, haben einen wahren Hype rund um den geheimnisvollen Bruarfoss ausgelöst.

UPDATE: Der Zugang zum Bruarfoss wurde auf Grund der Tatsache, dass sich viele Touristen leider vollkommen respektlos verhalten, im Sommer 2018 gesperrt. Mittlerweile dürfte aber ein neuer Wanderweg gebaut werden, der von einem neu angelegten Parkplatz an der Straße #37 3 km One-Way zum Wasserfall führt. Auf Grund der schlechten Bodenbeschaffenheit empfehlen sich wasserdichte und rutschfeste Schuhe!

Nach dem Besuch des Bruarfoss blieben und noch zwei weitere Attraktionen zu besichtigen. Der weltberühmte Geysir Strokkur und der donnernde Wasserfall Gullfoss. Wir beschlossen, den Geysir noch mitzunehmen und den Besuch des „Goldenen Wasserfalls“ auf den nächsten Tag zu verlegen. Der aufregende Schnorchelausflug und die nervenaufreibende Suche nach dem Bruarfoss hatten uns doch schon ein wenig geschlaucht und wir beide sehnten uns nach einem guten Essen und ein wenig Entspannung.

Island Reise Geysir Strokkur
Der weltberühmte Geysir Strokkur bricht etwa alle 10 Minuten verlässlich aus

Angekommen beim Geysir beindruckte uns einmal das riesige Besucherzentrum. Anders als bei vielen Attraktionen im Norden, war hier ein wares Touristen-Disneyland aus dem Boden gestampft worden, das dank Kantine und Megashop keine kulinarischen oder auch materiellen Wünsche offen ließ.

Nicht wirklich ein Ort zum Wohlfühlen, daher machten wir uns recht rasch – in Begleitung von gefühlt Tausend anderen Touristen – auf zum berühmten Geysir. Strokkur ist bekannt dafür, dass er äußerst verlässlich und regelmäßig ausbricht und zählt daher zu den bekanntesten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Islands überhaupt. Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es so alle 10 Minuten eine kleine Eruption, begleitet von den begeisterten Ausrufen der unzähligen Touristen, die diese besondere heiße Quelle mit ihren Kameras und Smartphones flankieren.

Tipp: Jedes Mal, bevor das heiße Wasser mit einer gewaltigen Fontäne in die Luft geschleuert wird, entsteht über der Quelle eine große blaue Blase. Das ist dein Zeichen, die Kamera zu adjustieren und abzudrücken!

Island Reise Geysir
Eine große blaue Blase kündigt den Ausbruch an, jetzt heißt es Kameras adjustieren!

Etwa eine Stunde verbrachten wir beim Strokkur und bestaunten mehrere Ausbrüche. Verstärkt durch den starken Wind wurde es uns zu aber dann zu kalt und wir beschlossen es gut sein zu lassen mit dem Sightseeing und nach Selfoss zurückzukehren.

Dort kehrten wir im entzückenden Lokal Tryggvaskali ein. Laut Tripadvisor eines der besten Restaurants in Selfoss und leider auch nicht ganz billig. Das Essen war allerdings ein Gedicht und wer in der Nähe ist und es sich leisten kann, sollte diesem fantastischen Restaurant unbedingt einen Besuch abstatten! (Suppe, vegetarische Hauptspeise und ein Cider € 58,-)

Unterkunft: Gästehaus Nordheimar, Nordurgata 4, 801 Selfoss, Island (bei Booking.com* ansehen)

Highlights: Schnorcheln Silfraspalte, Bruarfoss, Strokkur

Abendessen: Restaurant Tryggvaskali, Austurvegur 2, 800 Selfoss, Island

Kilometer: ca. 160 km

Island Rundreise 12. Tag: Gullfoss & Blaue Lagune

Und dann war er schon da, der offiziell letzte Tag unserer Island Rundreise! 12 Tage waren wir auf der Insel unterwegs gewesen und hatten dabei die wichtigsten Highlights sowie einige Geheimtipps entlang der Ringstraße abgefahren.

Wie immer gehen schöne Erlebnisse ganz besonders schnell vorbei, und nicht anders war es bei dieser Reise. Als wir zu unserem letzten Stopp am Golden Circle, dem Gullfoss fuhren, kam es uns vor als hätten wir unseren kleinen Toyota Yaris erst gestern entgegengenommen. Kaum zu glauben, dass wir ihn heute bereits zurückgeben mussten!

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Der Gullfoss zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands

Der Gullfoss – goldener Wasserfall – liegt direkt am Golden Circle und zählt zusammen mit dem Geysir Strokkur und dem Thingvellir Nationalpark zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands. Thingvellir, Strokkur, Gullfoss, das ist die klassische Route, die Kurzbesucher auf ihrer Island Reise abfahren und dementsprechend gut besucht sind die Orte auch.

Der Gullfoss ist ohne Frage ein beeindruckender Wasserfall. In zwei Stufen, die etwa rechtwinkelig zueinander stehen, donnern die Wassermassen in die Tiefe. Mir persönlich war er aber – speziell im Vergleich zu den Wasserfällen im Norden – viel zu touristisch. Fast im Gänsemarsch laufen hier die Touristen auf den perfekt ausgebauten Pfaden entlang, um den besten Blick auf die tosenden Wassermassen zu erhaschen. Auch das Fotografieren gestaltete sich schwierig, denn entweder rannte dir ständig jemand ins Bild, oder die Schritte der vorbeigehenden Leute auf den Holzplanken verwackelten die Langzeitbelichtungen. Es war tatsächlich nicht einfach das Bild oben zu schießen.

Island_Rundreise_Blaue_Lagune

Zum Abschluss unserer Island Reise wollte wir und dann noch ein bisschen Luxus gönnen und den letzten Tag entspannt ausklingen lassen. Und was würde sich dafür besser eignen, als ein Besuch der Blauen Lagune, dem vermutlich berühmtesten Geothermal-Spa der Welt? Unsere Tickets hatten wir weit im Voraus online bestellt, denn ohne Reservierung kommt man hier gar nicht mehr hinein.

Die Blaue Lagune ist riesig und auch bei Tagesbesuchern, die nur einen Stopover in Island haben, sehr beliebt. Es gibt sogar ein extra Shuttleservice mit Bussen zwischen der Lagune und dem internationalen Flughafen. Dementsprechend voll ist es dort auch. Von der in den zahlreichen Werbekampagnen vermittelten magischen Stimmung oder gar Entspannung ist leider nicht mehr viel übrig. In Wirklichkeit tummeln sich in den Becken mit dem dampfenden Thermalwasser tausende Touristen, bevorzugt in der Nähe einer der Bars, wo ständig für Nachschub an Bier und Cocktails gesorgt wird.

Am ruhigsten geht es im hinteren Bereich zu, wo auch das Foto oben entstanden ist. Dort kann man abseits der Massen tatsächlich noch ein wenig Entspannung im warmen Wasser finden.

Tipp: die im Wasser enthaltenen Minerale greifen das Haar stark an und machen es strohig und filzig. Entweder bindet man sich die Haare hoch, um den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden, oder man trägt vor dem Bad großzügig Conditioner auf. Dieser wird auch in den Duschen zur Verfügung gestellt.

Nachdem Besuch der Blauen Lagune fuhren wir direkt zum Flughafen, um unseren treuen Toyota Yaris zurückzugeben. Mehr als 2.500 km hatten wir im Zuge unserer Rundreise zurückgelegt und unser kleines Auto war uns stets ein zuverlässiger Begleiter gewesen. Auch die Abwicklung über die isländische Firma Blue Car Rental erfolgte zügig und problemlos – sowohl bei der Übernahme als auch der Rückgabe. Ich kann diesen Anbieter daher besten Gewissens weiterempfehlen!

Vom Flughafen fuhren wir nach der Autoübergabe mit dem Flybus hinein nach Reykjavik, wo wir noch eine Nacht verbringen würden. Der Bustransfer mit Flybus oder Grayline ist – abgesehen vom eigenen Mietwagen – die günstigste Möglichkeit, um vom internationalen Flughafen ins Stadtzentrum zu kommen.

Unterkunft: Hotel Frón, Laugavegur 22A, 101 Reykjavík, Island (auf Booking.com* ansehen)

Highlights: Gullfoss, Blaue Lagune

Abendessen: Restaurant Scandinavian, Laugavegur 22a, 101 Reykjavík, Island

Kilometer: ca. 255 km bis Keflavik

Island Rundreise 13. Tag: Reykjavik & Abreise

Da mein Flug erst am späten Abend bzw. eigentlich in der Nacht ging, hatte ich noch einen ganzen Tag, um Europas nördlichste Hauptstadt kennenzulernen und mich ein wenig umzuschauen. Reykjavik ist nicht sehr groß und lässt sich daher bequem zu Fuß erkunden.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kirche Hallgrimskirkja, das Konzerthaus Harpa, die Shoppingmeile Laugavegur und das isländische Nationalmuseum.

Island Reise Reykjavik Hallgrimskirkja
Blick auf die imposante Kirche Hallgrimskirkja

Kulinarisch sollte man sich – sofern Fleischesser – den typischen Hot Dog nicht entgehen lassen. Die besten gibt es angeblich bei „Baejarins beztu pylsur“, leicht zu erkennen an der langen Schlange, die sich zu jeder Tageszeit vor der Bude bildet.

Und den Schleckermäulern unter euch empfehle ich einen Besuch bei Joylato, einer Eisdiele, wo vor deinen Augen frisches Eis mit Hilfe von flüssigem Stickstoff hergestellt wird – auf Wunsch sogar mit Kokosmilch!

Sightseeing Tipp: ich stolperte zufällig über die „Reykjavik Free Walking Tour“, die im Sommer (Juni – August) zweimal täglich (12 Uhr und 14 Uhr) stattfindet. Treffpunkt ist am Lækjartorg Platz beim kleinen Uhrturm. Um an der Tour teilzunehmen benötigst du keine Reservierung, sei einfach pünktlich am Treffpunkt. Die „Free Walking Tour“ ist wie der Name schon sagt kostenlos, aber natürlich freut sich der Guide am Ende über ein kleines Trinkgeld.

Ich hatte den Komiker Bjarni als Guide und damit einen echten Glücksgriff gemacht. Während der zweistündigen Tour bekam ich nicht nur einfach einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch eine volle Ladung an Entertainment und Witz. Es war ein wirklich unterhaltsamer und absolut empfehlenswerter Abschluss dieser unvergesslichen Reise und ich bin sehr froh, dass ich ganz zufälligerweise am richtigen Ort war und an dieser Tour teilnehmen konnte!

Island Reise Reykjavik Konzerthaus Harpa
Das moderne Konzerthaus Harpa im Hafen von Reykjavik

Highlights: Rejkjavik Free Walking Tour, Hallgrimskirkja, Harpa, Joylato Eiscreme

Abendessen: Café Babalu, Skólavörðustígur 22, 101 Reykjavík, Island (vegetarische & vegane Küche, tolle Kuchen!)

Kilometer:

Und mit dem letzten Tag in Reykjavik war sie auch schon wieder vorbei, meine fantastische Island Rundreise. Insgesamt 12 ganze Tage hatte ich die Insel aus Feuer und Eis bereist und dabei unzählige Highlights mitgenommen.

Fazit? Island ist ein landschaftlich unglaublich schönes und fotogenes Land. Die unbändige Kraft und atemberaubende Schönheit der Natur lassen sich hier erfahren und bestaunen, wie an kaum einem anderen Ort der Welt. Das unwirkliche Farbenspiel der Landschaft, die unendlichen Weiten und die ungezähmten Naturgewalten machen dich sprachlos und nicht selten lassen sie dich in Ehrfurcht erstarren. Ähnlich beeindruckt haben mich bis jetzt nur die Wildheit Patagoniens und die exotische Schönheit Afrikas.

Einziger Wermutstropfen: Island ist tatsächlich schon sehr überlaufen. Speziell im Süden entlang des Golden Circles spürt man den Einfluss des Massentourismus extrem, leider auch in den negativen Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt. Von daher kann ich dir nur empfehlen, dein Hauptaugenmerk auf den Norden und Osten bzw. vielleicht sogar auf das Hochland und die Westfjorde zu legen, wo sich Islands Schönheit noch weitgehend unberührt und intakt präsentiert. Auf unserer nächsten Reise – und diese kommt bestimmt – möchten wir diese beiden Highlights auf jeden Fall mitnehmen!

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

5 Kommentare

  1. Was für eine Traumreise! Einmal rund um Island mit einem 4WD – das steht zwar auf meiner Reise-Wunschliste, aber bisher hat es leider noch nicht gepasst. Einmal ganz kurz für zwei Tage waren wir mal auf Island, das hat nur für den Golden Circle und einen Besuch auf Hesteyri gelangt. Aber es hat Lust auf mehr gemacht. Danke für’s virtuelle mitreisen lassen.

    • Hallo Cornelia,

      die Reise war tatsächlich ein Traum. Und du brauchst dafür nicht einmal einen 4×4. Solange du auf der Ringstraße und einigen Nebenstraßen bleibst und nicht ins Hochland fährst tut es auch ein ganz normaler Kleinwagen!

      LG
      Lisa

  2. Hej! Genialer Reiseführer mit großartigen Bildern. Da ich auf einen packenden Reisebericht mit tollen Abenteuern und sprachlich virtuosen Schilderungen gehofft hatte, war ich allerdings etwas enttäuscht. 😉

    • Hallo Tony,

      schade, dass der Bericht nicht deinen Vorstellungen entspricht. Hier steht allerdings eindeutig der praktische Nutzen im Vordergrund!

      LG
      Lisa

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