Die Leser, die uns auf Facebook folgen, wissen es bereits: Meine nächste längere Reise wird mich nach Island führen. Ein Island Roadtrip stand zwar ob der unberührten Natur und der unendlichen Möglichkeiten für Landschaftsfotografie schon länger auf meiner Reise-Bucket-Liste, wirklich auf dem Schirm hatte ich Island für 2017 aber nicht. Das lag übrigens hauptsächlich daran, dass ich Island gerne unabhängig mit einem Mietauto erkunden wollte, aber keinen potenziellen Reisepartner in Aussicht hatte.

Wie es der Zufall so will, lernte ich auf meiner Patagonien-Rundreise Sara aus New York kennen, die mir auf einer Wanderung beiläufig davon erzählte, dass sie im Sommer gerne nach Island fahren würde, aber – wie passend – bis dato keinen geeigneten Reisepartner für dieses Abenteuer gewinnen konnte.

Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihr, dass ich grundsätzlich auch gerne einen Island Roadtrip machen würde, aber sich eben bis jetzt keine Möglichkeit ergeben hatte. Tja, so schnell geht das also mit dem Reisepartner finden, wenn man die richtigen Menschen um sich hat. Eines führte zum Anderen und bei unserem Abschied in Buenos Aires versprachen wir uns, in Kontakt zu bleiben und die Möglichkeit einer gemeinsamen Reise ins Auge zu fassen.

Gesagt, getan und die Grundplanung gestaltete sich auch erstaunlich problemlos. Weil es aus Wien nur vier Mal die Woche Direktflüge nach Reykjavik gibt, durfte ich die möglichen Reisefenster vorgeben und Sara plante ihre Flüge nach meinen Vorgaben. Da aus New York mehrmals täglich Flieger Richtung Island abheben, war sie deutlich flexibler bei der Auswahl und konnte sich leichter nach mir richten, als umgekehrt.

Wie kann man so kurzfristig einen Island Roadtrip in der Hauptreisezeit buchen?

Ich hatte in der Zwischenzeit via Facebook meine Bloggerkollegen gebeten, mir ihre Tipps und Artikel über Island zu verlinken. Das Feedback war wirklich großartig und ich konnte mich über unheimlich viel Lesestoff als Inspiration für meinen Island Roadtrip freuen. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle für euer tolles Feedback!

Zusätzlich meldete ich mich auch noch bei einer Island-Facebookgruppe an, von der ich mir weiteren Input und Austausch erhoffte. Stattdessen erlebte ich dann den ersten Dämpfer im Planungsprozess. „Ob ich denn verrückt sei, so spät noch eine Reise für August zu planen“ und „Dir ist aber schon bewusst, dass August Hauptreisezeit ist und du viel zu spät dran bist“ über „Beschwer dich dann aber nicht, wenn du 700 € für drei Nächte zahlen musst“ tönte es von allen Seiten.

(Zur Erinnerung, das war Anfang April und wir sprechen von einer Reise Mitte August, also mehr als 4 Monate später)

Mir war zu diesem Zeitpunkt natürlich schon bewusst, dass August Hauptreisezeit in Island ist und wir langsam die Planung unseres Island Roadtrips sowie die dafür nötigen Buchungen in Angriff nehmen sollten. Eine solche Hysterie, ja fast Panikmache, hatte ich aber dann doch nicht erwartet. Kurzfristig kam ich mir fast ein bisschen wie der größte Reisedoddel aller Zeiten vor…

Jedenfalls trieben mich diese allgemeine Aufregung und das Unverständnis der selbsternannten Island-Experten offensichtlich zu organisatorischen Höchsteistungen, so dass ich innerhalb von nur knapp drei Tagen einen kompletten Island Roadtrip um die Ringstraße geplant hatte, inklusive aller Unterkünfte, einer Auswahl an Touren und dem Mietwagen.

Wie ich das gemacht habe und was du bei deiner Planung beachten solltest, möchte ich dir nun in diesem Artikel verraten.

Planung Island Roadtrip

Unterkünfte in Island buchen

Mietwagen für den Island Roadtrip buchen

Empfehlenswerte Touren in Island

Die Kosten für den Island Roadtrip

Fazit der Last-Minute Planung des Island Roadtrips?


Planung Island Roadtrip

Bevor du deine Hotels und Touren buchen kannst, brauchst du natürlich eine Route, denn du solltest eine ungefähre Idee haben, wo du strategisch günstig unterkommen kannst und wie weit deine Tagesetappen sein werden.

Bei der Planung einer Route gilt immer: Unterschätze niemals die Distanzen. Gerade in einem Land wie Island, wo andere Geschwindigkeitsbegrenzungen herrschen, manche Straßen nicht asphaltiert sind und grundsätzlich hinter jeder Kurve ein potenziell atemberaubendes Fotomotiv warten kann, sind 300 km etwas ganz anderes als zu Hause in Österreich oder gar Deutschland.

Dazu kommen dann noch diverse Stops und Abstecher zu abseits gelegenen Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten und schnell werden aus den ursprünglich geplanten 300 km weit mehr als 400 km pro Tag.

Ich habe ein paar andere Blogs gelesen, wo Tagesetappen von mehr als 500 km im Reiseplan standen. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich möchte in meinem Urlaub nicht nur im Auto sitzen, sondern auch etwas vom Land erleben. Dazu gehören vor allem Spaziergänge, Wanderungen und Ausflüge oder Touren. Wenn ich aber 500 km am Tag fahren muss, bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von max. 90 km/h pro Stunde und teilweise auf Schotterstraßen, die weit weniger zulassen, wird sich vermutlich nicht viel davon ausgehen.

Daher habe ich versucht, bei unserem Island Roadtrip keine Etappen von mehr als 200 km Länge einzubauen. Das ist mir zum größten Teil auch gelungen, an zwei Tagen haben allerdings auch wir eine längere Fahrtstrecke vor uns, was hauptsächlich an der Verfügbarkeit der Unterkünfte lag.

Denn ja es stimmt, Island ist beliebt ist und man sollte sich mit der Buchung für die Hauptsaison nicht allzulange Zeit lassen. Anfang April waren schon viele Guesthouses im mittleren Preissegment ausgebucht oder an den von uns gewählten Daten, an dem von uns gewünschten Ort nicht mehr verfügbar. Da mussten wir ein wenig umdisponieren und Etappen teilweise etwas verlängern bzw. auch verkürzen.

Was du dir auch überlegen musst ist, ob du nur einen Teil der Insel bereisen willst – sehr beliebt ist beispielsweise der Süden – oder Island einmal umrunden möchtest. Wenn das klar ist, kannst du gezielt nach Reiseberichten und Routenvorschlägen für dein Vorhaben suchen.

Übrigens, auch ich habe das Rad für meinen Island Roadtrip nicht neu erfunden. Ich wusste, dass wir die Ringstraße abfahren wollten und suchte daher gezielt nach Blogs und Berichten, die eine ähnliche Route geplant hatten. Am besten gefiel mir der Bericht von Anke und Torsten vom Blog Moosearoundtheworld, die 2014 einen Roadtrip durch Island gemacht hatten.

Ihre Route diente mir als Basis, die ich nur noch ein wenig nach meinen Bedürfnissen abänderte. Das erleichterte mir die Planung natürlich immens und sparte mir viel Recherchearbeit.

Hier seht ihr die Grundroute unseres Trips.

Unterkünfte in Island buchen

Nachdem wir die Route ungefähr festgelegt hatten, stand uns das Buchen der Unterkünfte bevor. Dankenswerterweise hatten Anke und Torsten in ihrem Beitrag auch die jeweiligen Hotels verlinkt, so dass ich auch hier aus einem Pool an Möglichkeiten schöpfen konnte.

Natürlich waren nicht mehr alle der von Ihnen vorgeschlagenen Unterkünfte verfügbar und andere wurden dann in der Zeit, wo ich auf die Rückantwort aus New York wartete, bereits vergeben. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass es wirklich schwierig war, eine geeignete Übernachtungsmöglichkeit zu halbwegs humanen Preisen zu finden. Trotz der Warnungen  in der Facebookgruppe auf Grund der kurzfristigen Planung!

Einzig rund um die Jökulsarlon Lagoon, eine weltbekannte Gletscherlagune mit schwimmenden Eisbergen, war das Zimmerangebot wirklich schon sehr knapp. Daher mussten wir einmal statt in Höfn etwas weiter nördlich in der Nähe von Geithellnadalur ein Quartier buchen und am Tag darauf die ursprünglich in Kirkjubæjarklaustur geplante Übernachtung nach Kálfafell verlegen. Diese Umstände bescheren uns jetzt zwei etwas längere Tagesetappen als ursprünglich geplant, aber ich denke, es ist noch im Rahmen dessen, was sich innerhalb eines Tages gut befahren lässt.

Für das Buchen der Unterkünfte nutzte ich zwei Plattformen, mit denen ich in der Vergangenheit nur gute Erfahrungen gemacht hatte: Booking.com und AirBnB (mit diesem Link kannst du dir übrigens 35 € AirBnB Guthaben für deine erste Buchung sichern!)

An Booking.com gefällt mir besonders, dass sich ein Großteil der Unterkünfte bis wenige Tage vor Reiseantritt kostenfrei stornieren lässt. So kann man ruhigen Gewissens buchen und sich das heißbegehrte Quartier sichern, aber bei einer spontanen Planänderung trotzdem noch relativ flexibel umdisponieren. Außerdem sind die meisten Unterkünfte erst vor Ort zu zahlen, was meine Kreditkarte vorab nicht unnötig hoch belastet.

Aber Achtung: Besonders günstige Angebote sind oft mit dem Zusatz „nicht erstattbar“ gekennzeichnet, was bedeutet, dass eine Stornierung nicht kostenfrei möglich ist! Meistens gibt es aber die Möglichkeit, das Zimmer zu einem höheren Preis als „erstattbar“ zu buchen.

Ob sich das wirklich lohnt sei dahingestellt. Ich habe in Island jetzt auch drei Unterkünfte, die nicht erstattbar sind, gebucht, da mir der Aufpreis zu hoch erschien. Ich habe sowieso nicht vor, die Reise nicht anzutreten und sollte etwas Unvorhergesehenes passieren, greift hoffentlich meine Reisestornoversicherung.

Preise für die Unterkünfte in Island

Island ist teuer, das  muss jedem bewusst sein, der mit diesem Reiseland liebäugelt. Und in der Hauptsaison ist es natürlich noch teurer als sonst. Gerade in den abgelegeneren Gebieten sind Unterkünfte immer noch Mangelware und da immer mehr Touristen nach Island kommen, stoßen die wenigen vorhandenen Häuser rasch an ihre Kapazitätsgrenzen.

Sparen kannst du, indem du Hostels oder Gästehäuser mit Gemeinschaftsbad buchst. Viele davon findest du auf Booking.com, aber auch auf AirBnB sind sehr viele, offensichtlich gewerbliche Vermieter unterwegs, die verschiedene Unterkünfte anbieten. Stell dich trotzdem darauf ein, dass ein Bett im Schlafsaal eines Hostels in Island immer noch überdurchschnittlich viel mehr kostet, als du es vielleicht aus Australien oder Neuseeland gewöhnt bist!

Wir wollten unbedingt unser eigenes Zimmer mit privatem Bad und hielten daher nach einfachen Mittelklassehotels Ausschau. Besonders empfehlenswert sind hier die Fosshotels oder auch die Edda-Hotels, die an vielen Orten in Island Standorte haben und ein relativ ertragbares Preis-Leistungsverhältnis bieten.

Alles in allem zahlen wir nun ungefähr 100 € pro Nacht und Person. Das ist natürlich nicht wenig, aber entspricht in etwa dem Preisniveau, das ich erwartet hatte. Ich kann es natürlich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich vermute, dass es zu dieser Jahreszeitauch auch bei einer früheren Buchung nicht wirklich viel billiger geworden wäre. August ist einfach ein heiß begehrter Monat auf der Insel!

Mietwagen für den Island Roadtrip buchen

Vor die größten Probleme bei der Planung stellten uns überraschenderweise nicht die Unterkünfte, sondern die Buchung eines geeigneten Mietwagens. Sara kann als Amerikanerin nämlich nur mit Automatik fahren, was das Angebot an verfügbaren (und leistbaren) Fahrzeugen drastisch einschränkte.

Vor allem in Verbindung mit Allrad, war ein Automatikgetriebe nur zu wirklich horrenden Preisen erhältlich. Womit sich für uns folgende Frage stellte:

Brauche ich in Island ein Allrad-Fahrzeug?

Diese Frage stellt sich wohl jeder, der auf der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug für eine Island Rundreise ist, doch die Antwort kann nicht pauschal gegeben werden. Welches Fahrzeug du wählen solltest, hängt entscheidend davon ab, zu welcher Jahreszeit du unterwegs bist und welche Gegenden du besuchen willst.

Für einen Island Roadtrip entlang der Ringstraße im Sommer mit einigen Abstechern zu Sehenswürdigkeiten abseits der Hauptstraße, wie wir es vor haben, musst du kein Allrad-Fahrzeug mieten. Wenn du allerdings ins Hochland möchtest, sieht es anders aus. Viele der Straßen die dorthin führen sind sogar explizit nur für Allrad-Fahrzeuge zugelassen (F-Straßen).

Alternativ kannst du dich aber auch in professionelle Hände begeben und eine geführte Tour ins Hochland buchen. Eine Auswahl an Touren ab Reykjavik findes du z.B. hier.

Jetzt einen Tagesausflug nach Landmannalaugar und Saga Valley buchen

Die Winter in Island sind hart und streng, wer also auf Nordlichtsuche in den Wintermonaten nach Island fährt,  sollte auch für einen einfachen Roadtrip entlang der Ringstraße auf ein Allradfahrzeug zurückgreifen. Sicher ist einfach sicher!

Welchen Anbieter soll ich für die Buchung des Mietwagens wählen?

Wir haben die Idee mit dem Allradauto also auch recht schnell verworfen und uns nur noch auf die Automatik konzentriert. Die günstigsten Angebote heimischer Anbieter habe ich übrigens auf den bekannten Portalen billiger-mietwagen.de und sunnycars.de gefunden. Auch der isländische Anbieter Guide to Iceland spuckte recht passable Angebote aus.

Allerdings war oft nicht ganz klar, welche Art von Versicherungen in dem Preis enthalten war. Um böse Überraschungen zu vermeiden,  solltest du immer eine Vollkaskoversicherung, auch SCDW genannt, dazubuchen und in Island wegen der Straßenverhältnisse zusätzlich über eine Steinschlagversicherung, auch GP- Gravel Protection genannt, nachdenken.

Bei Auswahl der ganzen Versicherungsleistungen, des Zusatzfahrers und des Navigationssystems stiegen die Preise aber wieder deutlich an, während die Auswahl an verfügbaren Fahrzeugen dramatisch schrumpfte. Die Suche nach einem Automatikfahrzeug mit Navigation, Zusatzfahrer und Vollkaskoversicherung erschien mir mehr und mehr wie die sprichwörtliche Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.

Was kostet ein Mietwagen in Island?

Ein Golf um 1.400 € war das beste, was ich online finden konnte und da waren die Gravel Protection, also der Steinschlagschutz, und das Navigationssystem noch gar nicht inkludiert.

Auf Anraten einer Freundin, die Island im vergangenen Jahr bereist hatte, wendete ich mich schlussendlich an eine Agentur – Cool Travel Iceland – und bat um Hilfe bei der Suche. Mit Erfolg! Dank der raschen Antwort und der unkomplizierten Kommunikation (einfach das Kontaktformular auf der Homepage ausfüllen) dürfen wir uns nun auf ein Automatikfahrzeug mit allen gewünschten Optionen zu dem fast erstaunlich „günstigen“ Preis von 1.165 € freuen (11 Tage Mietzeitraum).

Wer weniger Ansprüche hat und mit der kleinsten Kategorie vorlieb nimmt, sollte bereits um ca. 80 € pro Tag ein passendes Auto finden. Einen kleinen, hochlandgeeigneten kleinen SUV wie den Dacia Duster oder Suzuki Jimny bekommst du mit all den oben genannten Leistungen laut meinen Recherchen übrigens ab ca. 150 € pro Tag – mit Handschaltung natürlich.

Empfehlenswerte Touren in Island

Nun da wir das Grundgerüst unserer Reise mit Flug, Auto und Unterkünften gebucht haben, können wir uns näher mit der Auswahl von Touren beschäftigen. Im Zuge meiner Recherche bin ich auf folgende Touren und Aktivitäten gestoßen, die wir gerne – je nach Verfügbarkeit – in unseren Reiseplan integrieren möchten.

Whale Watching in Husavik

Ich bin ein absoluter Tier- und Naturliebhaber und möchte daher unbedingt an einer Whale Watching Tour vor der nördlichen Küste Islands teilnehmen. Die kleine Stadt Húsavik gilt als das Mekka für Walbeobachtungen in Island, weshalb ich den Aufenthalt dort fix auf unserer Route eingeplant habe.

Außerdem ist zwischen Juni und August auch noch die beste Zeit, um Wale in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und da wäre es ja wirklich schade, sich so eine Gelegenheit entgehen zu lassen. Walbeobachtungstouren sind natürlich immer eine Glückssache, aber wenn man sich die Berichte auf anderen Blogs so ansieht, stehen die Chancen auf tolle Begegnungen in Island gar nicht so schlecht.

Es gibt in Húsavik zahlreiche Anbieter für Whale Watching und ob man sich für ein klassisches Boot, ein Speedboot oder ein Segelschiff entscheidet ist wohl Geschmackssache. Einige Veranstalter kombinieren die Walbeobachtungstouren auch gleich mit dem Besuch einer Papageientaucher-Kolonie, bei dem man die tolpatschigen Vögel aus nächster Nähe beobachten kann.

Die Touren starten mehrmals am Tag, so dass eine Vorreservierung auch in der Hauptsaison theoretisch nicht unbedingt notwendig ist. Wer sich also z.B. im Hinblick auf Wetter etwas Flexibilität erhalten möchte und nicht an einen fixen Zeitplan gebunden ist, kann versuchen die Tour noch vor Ort zu buchen und eventuell einen Last-Minute Rabatt abzustauben. Generell sollte man mit Preisen von 80 – 100 € für eine 3-4 stündige Ausfahrt rechnen.

Alle die ganz sichergehen möchten, können online aus zahlreichen Angeboten wählen. Hier habe ich eine Auswahl für dich zusammengefasst:

Traditionelle Whale Watching Tour ab Húsavik buchen

Original Big Whale & Puffin Safari im Speedboat  ab Húsavik buchen

Carbon neutrales Whale Watching ab Húsavik buchen

4-stündige Segelbootfahrt mit Walen und Papageientauchern ab Húsavik buchen

Jökulsarlon Lagoon Bootstour

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands ist mit Sicherheit die Jökulsárlon Lagune im Südosten des Landes. Dieser Gletschersee ist nicht nur der bekannteste, sondern auch der größte und der tiefste See des Landes. Besonders beeindruckend sind die vielen schwimmenden Eisberge, die ursprünglich vom Breiðamerkursandur Gletscher in den See gestürzt waren. Dieses sogenannte „Gletscherkalben“ konnte ich bereits auf meinem Ausflug zum Perito Moreno Gletscher in Patagonien beobachten. Es ist ein unglaublich faszinierender Anblick, wenn riesige Eisblöcke mit einem lauten Krachen in die Lagune stürzen.

Die Gletscherlagune kann man von zahlreichen Wanderwegen entlang des Seeufers aus entdecken oder man nimmt an einer geführten Bootstour teil, die die Besucher ganz nah an die blau schimmernden Eismassen bringt.

Hier hat man die Wahl zwischen einer Amphibian Boat Tour (ab ca. € 47 pro Person) und der deutlich teureren Variante in einem Zodiac Speedboat (ab ca. € 82 pro Person), das dich noch näher an den Gletscher heranbringt.

Für alle die nicht selbst fahren möchten, sondern komplett organisierte Touren bevorzugen, gibt es eine große Auswahl an Tages- und Mehrtagesausflügen ab Reykjavik:

Jökulsárlón Glacier Lagoon Tagestour ab Reykjavik buchen

Jökulsárlón Glaciar Lagoon & Bootsfahrt Tagestour ab Reykjavik buchen

Schnorcheln in der Silfra-Spalte

Hast du schon einmal daran gedacht, zwischen Amerika und Europa zu schnorcheln? Kaum zu glauben, aber im isländischen Thingvellir-Nationalpark ist das möglich! Island befindet sich genau über dem Punkt, an dem die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte auseinander driften und tiefe Gräben entstehen lassen. Einer davon ist die sogenannte Silfra-Spalte, die mit eiskaltem Gletscherwasser gefüllt ist und sich von Tauchern und Schnorchlern erkunden lässt.

Die kalten Temperaturen sorgen für eine unglaublich klare Sicht und ein faszinierendes Farbenspiel aus grünen, blauen und türkisen Farbtönen. Silfra gilt nicht umsonst als eine der besten Tauchregionen der Welt!

Kein Wunder also, dass dieses Abenteuer zu einer der beliebtesten und am schnellsten ausgebuchten Aktivitäten Island zählt! Auch wir möchten uns dieses Abenteuer nicht entgehen lassen und sind gerade am Planen, wie wir die Tour am besten in unserem Island Roadtrip unterbringen können.

Mehr Informationen zu diesem eiskalten, aber mit Sicherheit unvergesslichen Erlebnis findet ihr hier.

Und natürlich gibt es auch nach Silfra komplett organisierte Tagestouren ab Reykjavik:

Combo Schnorcheln in der Silfra Spalte & Lava Caving ab Reykjavik buchen

Halbtages-Tour Schnorcheln in der Silfra Spalte ab Reykjavik buchen

Tauchen in der Silfra Spalte ab Reykjavik buchen (nur mit Tauchschein!)

Gletscherwanderung auf einem der zahlreichen Gletscher

Auch Gletscherwanderungen zählen in Island zu beliebten Ausflugsmöglichkeiten. Ausgerüstet mit Steigeisen und unter der Leitung eines erfahrenen Guides, kannst du so die fazinierende Eiswelt der Gletscher aus nächster Nähe bestaunen.

Sowohl meine Reisebegleitung als auch ich selbst haben bereits Erfahrung mit solchen Wanderungen und zwar auf dem Perito Moreno Gletscher in Argentinien bzw. auf dem Franz Josef Gletscher in Neuseeland. Das heißt aber nicht, dass wir bereits genug davon haben, weshalb es auch die Gletscherwanderung auf unsere Bucket-Liste für Island geschafft hat.

Island gilt als die Insel der Gletscher, die Auswahl an Aktivitäten und Wanderungen ist daher groß und es ist fast für jede Anspruch etwas dabei. Vom familienfreundlichen Spaziergang auf dem Sólheimajökull Gletscher bis zum anspruchsvollen Trekking auf den Gletschervulkan Snæfellsjökull ist alles möglich.

Dein Fitnesslevel, deine Abenteuerlust und natürlich auch dein Budget bestimmen, welche der zahlreichen Wanderungen am besten für dich geeignet ist.

Moderate Wanderung auf dem Sólheimajölull Gletscher (ohne Transfer)

Gletscherwanderung auf Europas größtem Gletscher Vatnajokull ab Skaftafell

Atemberaubende Wanderung auf dem Falljökull Glacier ab Skaftafell

Tagesausflug und anspruchsvolles Trekking auf den Snæfellsjökull Gletschervulkan ab Reykjavik

Besuch der Blauen Lagune

Last but not Least möchte ich natürlich auch noch die berühmte Blaue Lagune erwähnen. Was wäre denn ein Island Roadtrip, ohne den obligatorischen Besuch in diesem berühmten isländischen Thermalbad?

Das Bad entstand übrigens „künstlich“ nach dem Bau eines nahegelegenen Kraftwerks, das die Energie des Vulkans für die Stromerzeugung und die Speisung des örtlichen Fernwärmenetzes nutzt.

Mittlerweile zählt es zu den Hauptattraktionen Islands und wird wegen seiner Nähe zum internationalen Flughafen auch gerne als Ausflugsziel bei längeren Stopovern genutzt. Das hat den Nachteil, das die blaue Lagune sehr überlaufen und touristisch ist und natürlich auch ein astronomisches Preisniveau erreicht hat. Die Preise beginnen bei etwa 47 € für ein Standardticket. Das Komplettpaket mit Spa-Behandlungen, Getränk, Wellnessprodukten und anderen Aufmerksamkeiten kommt gar auf wahnwitzige 460 €.

Da die Blaue Lagune sehr beliebt ist, muss man auch unbedingt vorreservieren!

Wenn bei dir das Baden im Thermalwasser im Vordergrund steht, kann ich dir den Besuch einer der zahlreichen kleineren Bäder ans Herz legen. Diese werden eher von Locals besucht und von Touristen links liegen gelassen, da sie nicht zu den bekannten Sehenswürdigkeiten des Landes gehören. Der Vorteil liegt auf der Hand: weniger Touristen, weniger Stress, mehr Authentizität! Dafür muss man eben auf Annehmlichkeiten wie den Bademantel, das Luxus-Restaurant und die Spa-Behandlungen verzichten!

Im Pool Seljavallalaug, dem ältesten noch bestehenden Bad Islands kannst du beispielsweise auf eigene Gefahr kostenlos im Thermalwasser schwimmen und dabei die spektakuläre Landschaftskulisse bestaunen. Seljavallalaug liegt unweit der Ringstraße, ist aber nur zu Fuß im Rahmen eines ca. 20 minütigen Spaziergangs zu erreichen.

Die Kosten für den Island Roadtrip

Zum Abschluss möchte ich dir hier noch einmal alle Kosten für unseren Island Roadtrip im August zusammenfassen. Die Kosten beziehen sich auf eine Person bei einer Reise zu zweit. Gebucht wurde Anfang/ Mitte April, also nach Auffassung vieler Islandexperten viel zu spät:

Flug ab Wien nach Reykjavik (direkt)- 468 € (Bei diesem Punkt gibt es vermutlich das größte Einsparungspotenzial für unsere deutschen Leser. Die isländische Billigfluglinie WOW-Air, aber auch die Lufthansa-Sparlinie Eurowings sorgen dafür, dass man von vielen deutschen Flughäfen schon ab 200 bis 300 € direkt nach Island fliegen kann. Wer sehr leidensfähig ist und eine ganztägige Anreise nicht scheut, wird vermutlich sogar unter 200 € landen können.)

Meinen Flug habe ich übrigens auf Momondo gefunden und direkt bei Austrian Airlines gebucht.

Übernachtung im Mittelklassehotel oder AirBnB-Unterkünften mit eigenem Badezimmer ca. 105 €/Tag (Durchschnittswert von 12 Übernachtungen) – 1260 €/ gesamt

Gebucht ausschließlich via Booking.com und AirBnB

Mietwagen, Toyota Yaris o.ä. mit allen Versicherungen, Automatik, Navigationssystem und Zusatzfahrer ca. 582,5 € für die ganze Reise (11 Miettage).

Gebucht via Cool Travel Iceland

Macht Gesamtkosten von ca. 2.300 € pro Person für eine 12-tägige Island-Rundreise. Die Kosten für Sprit, Ausflüge und Essen sind hier aber natürlich noch nicht enthalten.

Fazit der Last-Minute Planung des Island Roadtrips?

Ich persönlich hatte nicht das Gefühl, dass ich auf Grund des Zeithorizontes viel schlechter gestellt war, als ich das bei einer Buchung vor einem Jahr gewesen wäre. Klar, in manchen Gegenden waren die Unterkünfte wirklich schon rar, trotzdem konnte ich fast überall dort übernachten, wo ich es bei der Zusammenstellung des Roadtrips vorgesehen hatte.

Das Auto stellt einen hohen Kostenfaktor da, aber das liegt mehr an der Notwendigkeit eines Automatikgetriebes, als an der generellen Verfügbarkeit in diesem Zeitraum. Auch auf anderen Blogs habe ich Richtwerte von etwa 80-100 € für einen Klein- oder Kompaktwagen pro Tag gelesen und das ist nur ein Bruchteil weniger als das, was wir jetzt für unseren Wagen zahlen, nicht zu vergessen inklusive Automatik, zweitem Fahrer und Navigationssystem.

Ich stimme zu, Island ist jetzt nicht unbedingt das ideale Reiseland für eine Last-Minute Reise oder gar einen ultra-spontanen Ausflug. Die Beliebtheit der Insel und die Gegebenheiten vor Ort verlangen schon nach einer gewissen Planung. Verückt machen lassen solltest du dich aber auch nicht!

Ich halte es definitiv für übertrieben (und für die meisten Berufstätigen auch unmögich) eine Reise nach Island ein Jahr oder sogar noch weiter im Voraus zu buchen, außer man ist wirklich auf der Suche nach dem Superschnäppchen und darauf angewiesen, jeden Euro zweimal umzudrehen. Aber dann ist Island meiner Meinung nach sowieso das falsche Reiseziel, denn gerade die Kosten für Verpflegung, Ausflüge und Sprit lassen sich wenn überhaupt nur grob abschätzen, machen aber einen nicht zu unterschätzenden Anteil an deinem Reisebudget aus!


Warst du schon einmal in Island? Wie hast du die Situation empfunden? Bist du eher der vernünftige Vorausplaner oder der spontane Abenteurer? Ich freue mich über dein Feedback in den Kommentaren!

Titelbild von Andrés Nieto Porras via Flickr

Island Roadtrip Planung

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

2 Kommentare

  1. Danke für die tollen Tipps! Für mich geht es im September nach Island, ebenfalls für 12 Tage rund um die Insel. Route und Unterkünfte stehen schon fest, Ausflüge fehlen noch, da klick ich mich gleich mal bei deinen Tipps durch 😉

    • Hallo Christine,

      ich wünsche dir ganz viel Spaß in Island! September muss eine tolle Reisezeit sein! Hoffe du findest bei den Tipps ein wenig Inspiration! Liebe Grüße Lisa

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