Dieser Beitrag ist ein Auszug aus meinem Reise-Tagebuch, das ich (Lisa) während meiner Rundreise durch Neuseeland 2011 geschrieben habe. Teil 4 findest du hier. Weitere Beiträge folgen bald.

Liebe Daheimgebliebenen,

nachdem einige mir immer wieder Fragen stellen, wie sich meine Reise so gestaltet, wie ich mich hier eigentlich fortbewege und ob ich viele Leute kennenlerne, möchte ich euch kurz erklären, wie ich in Neuseeland unterwegs bin.

Nachdem dieser Trip ja wirklich eine absolut kurzfristige Geschichte war und nicht viel Zeit für große Planungen und Überlegungen ließ und ich natürlich auch kein Opfer gefunden habe, dass sich bereiterklärt hätte mit mir zu reisen, musste ich eine Alternative zu meiner liebsten Art des Reisen, dem Auto finden. Die Vorteile eines Autos sind leicht erklärt, man ist furchtbar flexibel und unabhängig, wenn einem ein Ort gefällt bleibt man einfach länger und man hat den unglaublichen Vorteil, bei einer schönen Landschaft einfach anhalten und fotografieren zu können.

Nachdem ich aber alleine war und mir ein Auto schon mal gar nicht leisten hätte können, ganz abgesehen von Linksverkehr und anderen Regeln hier, machte ich mich auf die Suche nach Alternativen und stieß, Bruder Google sei Dank, ziemlich bald auf Neuseelands größte Busunternehmen. Intercity, der quasi öffentliche Bus, der auch spezielle Pässe für Touristen anbietet und die drei Hauptanbieter für Backpacker- Busse Kiwi, Magic und Stray Travel.

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Unser hübscher oranger Straybus

Diese Unternehmen bieten verschiedene Pässe für eine oder beide Inseln, die auch kombiniert werden können. Der Pass gilt ein Jahr und bietet die Möglichkeit an jeglichem Ort aussteigen zu können. Mittels Online- Bookingsystem kann man dann seine Weiterreise planen und einen Bus reservieren. Die einzige Einschränkung ist, dass man nur in eine Richtung fahren kann, was aber grundsätzlich natürlich irgendwie Sinn macht.

Von Kiwi Experience habe ich recht bald vernommen, dass es sich um eine reine Sauftour für Leute zwischen 18 und 21 handelt, daher schied dieser Anbieter sogleich aus. Nach eingehenden Vergleichen und dem Lesen von unzähligen Reviews im Internet habe ich mich schlussendlich für Straytravel entschieden, da dieses Unternehmen an wirklich abgelegene Orte fährt und auch einen Stop ganz im Süden, mit der Möglichkeit Stewart Island zu besuchen, anbietet.

Da man beliebig ein- und aussteigen kann, wechselt die Gruppe natürlich bei jedem Stop, weil viele Leute ja mehrere Monate bis zu Jahren in NZ unterwegs sind und natürlich die Freiheit haben, mal eben einige Tage (oder Wochen) an einem Ort, der Ihnen gefällt zu bleiben. Ich hatte das nicht, also habe ich die komplette Reise fix vorgebucht und mir an Orten, die ich mir vorher bereits in Reiseführern rausgesucht hatte, ein paar Extratage gegönnt. Dazu gehören der Tongariro National Park, Abel Tasman National Park, Queenstown und Mt. Cook.

Wie auch immer, auf jeden Fall reise ich nicht in einer fixen Gruppe, sondern es fallen immer wieder ein paar Leute weg bzw. kommen neue dazu. Manchmal trifft man auch Leute wieder, wenn man selber einen Tag länger wo bleibt, die man ein paar Tage zu vor „verloren“ hatte.

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Backpacker Zusammenhalt bei der gemeinsamen Weinverkostung

Grundsätzlich sind alle Leute total nett und der Zusammenhalt der Backpacker enorm. Man findet immer ein Opfer zum Wandern oder zum gemeinsamen Kochen. Ein paar wenige Leute sind natürlich auch seit Anfang des Trips auf dem Bus, mit denen unternimmt man natürlich mehr und teilt auch meistens das Zimmer, was wirklich angenehm ist. Wir schlafen ja ausschließlich in 4-6 Bettzimmer in Jugendherbergen und Lodges und es ist natürlich schöner, dieses mit jemandem, den man kennt zu teilen, da das Platzangebot zumeist wirklich sehr begrenzt ist.

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Unterwegs mit Stray kann man viele Freundschaften schließen

Im Großen und Ganzen bin ich mit dieser Alternative recht glücklich, da es sicher die flexibelste Art ist zu reisen, abgesehen von Auto oder Wohnmobil. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Fahrer um die Unterkunft und alle Arten von Aktivitäten kümmert. Wenn man mit Stray unterwegs ist hat man zumindest auf die erste Nacht immer eine Garantie auf ein Zimmer und muss dann nach der Ankunft im Hostel nur noch zahlen. Dasselbe gilt für deine Wunschaktivität. Du suchst dir in der Mappe aus was du gerne machen möchtest und der Fahrer bucht für dich und arrangiert alles mit dem Anbieter.

Manchmal schaue ich natürlich wehmütig aus dem Fenster, wenn irgendein tolles Motiv vorbeizieht und ich am liebsten anhalten würde um ein schönes Foto zu schießen, aber man kann nun mal nicht alles haben.

Mit diesen weisen Worten beende ich meinen heutigen Blog und sende allen Lesern ganz viele Grüße aus Neuseeland!

Lisa

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Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

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