Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass mich kaum ein anderes Reiseziel zuvor so berührt und begeistert hat wie Südafrika. Es ist ein großartiges und facettenreiches Land mit unfassbar schöner Natur und faszinierender Tierwelt, weshalb ich dir eine Reise dorthin nur uneingeschränkt empfehlen kann.

Im Rahmen dieses Artikels möchte ich dir nun eine kurze Übersicht über meine Top-5 Südafrika Highlights geben. Es handelt sich um eine rein subjektive Liste der Dinge bzw. Erlebnisse, die bei mir auf dieser dreiwöchigen Reise den größten Eindruck hinterlassen haben oder aber mich besonders berührt haben.

Ich werde in den kommenden Wochen noch ins Detail gehen und über gewisse Orte bzw. Aktivitäten eigene Artikel verfassen, dennoch denke ich, dass eine Zusammenfassung speziell für Leser die gerade in der Reiseplanung sind und über keine eigenen Erfahrungen verfügen, sehr interessant und hoffentlich auch hilfreich sein könnte.

Südafrika Highlight #1: Auf der Pirsch im Krüger Nationalpark

Mein mit Abstand bestes Erlebnis war definitiv die Safari im weltberühmten Krüger Nationalpark. Schon als kleines Kind klebte ich regelmäßig am Fernseher, um die Dokumentationen über die faszinierende Tierwelt Afrikas zu sehen und ich wünschte mir nicht sehnlicher, als diese großartigen Eindrücke einmal live erleben zu dürfen.

Krüger Nationalpark Elefant

Daher fieberte ich der Pirschfahrt im offenen Safariwagen durch den Krüger Nationalpark besonders aufgeregt entgegen und konnte es kaum erwarten. Millionen Gedanken schwirrten durch meinen Kopf: Wie nahe würden wir den Tieren kommen? Was würden wir sehen? Würden meine Erwartungen erfüllt werden oder wäre ich gar enttäscht?

Lange Rede, kurzer Sinn: ich sollte nicht enttäuscht werden. Die wilden Tiere Afrikas in ihrer natürlichen Umgebung, weit weg von Käfigen und viel zu kleinen Gehegen zu erleben ist ein einmaliges Erlebnis, das du auf gar keinen Fall missen solltest. Kein Zoobesuch der Welt kann das Gefühl ersetzen, das du empfindest wenn du einem Elefanten im tiefsten Busch von Afrika Aug in Aug gegenüberstehst.

Krüger Nationalpark
Zebras im Krüger Nationalpark

Auch der Aufpreis für den offenen Safariwagen mit persönlichem Guide ist sein Geld auf alle Fälle wert! Du kommst den Tieren viel näher als in einem geschlossenen PKW oder gar Bus und so ein gut ausgebildeter Indiana Jones Verschnitt ist schon ganz hilfreich, wenn du vor lauter Bäumen das Zebra nicht mehr siehst 🙂 Außerdem erzählen dir die Guides auch viel wissenswertes über den Park und dessen Bewohner und lassen sich geduldig von dir mit deinen Fragen löchern.

Die Safari im Krüger Nationalpark war eindeutig DAS Highlight meiner Südafrika-Rundreise!

Krüger Nationalpark: offener Safariwagen
Der Aufpreis für den offenen Safari Wagen lohnt sich definitiv!

Wie genau eine Safari abläuft und was du beachten musst, sowie viele weitere tolle Fotos von meinen Eindrücken kannst du übrigens in diesem Artikel nachlesen.

Südafrika Highlight #2: In & um Kapstadt unterwegs & Tafelberg – Wanderung

Kapstadt ist definitiv die schönste Stadt Südafrikas und darf sogar den Anspruch erheben, sich eine der schönsten Städte der Welt nennen zu dürfen. Die Lage zwischen dem Tafelberg und dem Meer ist einfach beneidenswert und unübertroffen, weshalb ich dir dringend empfehle deinen Südafrika Aufenthalt in Kapstadt ausklingen zu lassen. Drei bis vier Tage sollten es schon sein, um einen Eindruck von der Stadt zu gewinnen und auch Ausflüge in die Umgebung machen zu können. Eine Tour an das Kap der guten Hoffnung, eine Weinverkostungen in Stellenbosch oder, je nach Saison, ein Ausflug zum Whale Watching nach Hermanus bieten sich hier an.

Kapstadt
Kapstadt
Kap der Guten Hoffnung
Ausflug zum Kap der guten Hoffnung
Glattwale in Gansbaai
Glattwale in Gansbaai

Wer in Kapstadt ist möchte natürlich auch auf den Tafelberg, denn auch dem gemeinen Touristen ist zumeist bekannt, dass sich vom Hausberg der Stadt eine grandiose Aussicht über die Bucht und das Umland offenbart. Die einfache und bequeme Möglichkeit für Sportmuffel ist mit der Seilbahn hinaufzufahren. Ein Hin und Retour Ticket kostet dich etwa 15 Euro, die Fahrt selbst beträgt nur wenige Minuten, jedoch bekommst du in der rotierenden Gondel schon bei der Auffahrt eine ziemlich grandiose Aussicht über die Stadt geboten. Beachte, dass das Cable Car bei starkem Wind nicht fährt und dass die Wartezeiten in der Hauptsaison lang sein können. Sonn- und Feiertage sollte man grundsätzlich vermeiden oder gute Nerven und ausreichend Stehvermögen mitbringen.

Tafelberg Kapstadt
Ausblick vom Tafelberg auf Kapstadt
Tafelberg Wanderung
Eindrücke von der Tafelberg Wanderung

Sportliche erklimmen den Tafelberg im Rahmen einer (geführten) Wanderung. Ich war mit Margaret von Tablemountainwalks unterwegs und kann diese Tour uneingeschränkt weiterempfehlen. Margaret ist eine unglaublich sympathische und freundliche Person, die mit Herz und Seele Wandertouren in Kleingruppen von maximal 6 Personen anbietet. Die Abholung erfolgt persönlich mit ihrem klapprigen Auto und bei den langen Ausflügen ist auch ein Mittagssnack inkludiert. Während des Walks versorgt dich Margaret mit vielen wertvollen Informationen zu Natur und Tieren und legt auch viel Wert darauf, mit jedem einzelnen Teilnehmer persönlich zu spechen und die jeweilige Person kennenzulernen. Daher hat die Tour einen sehr herzlichen und fast schon familiären Charakter, was ich sehr genossen habe.

Tafelberg Wanderung
Gutes Schuhwerk und ausreichend Fitness solltest du mitbringen!

Ich war mit ihr auf der Kasteelspoort via Valley of the Red Gods to Front Table Route unterwegs und habe den mühsamen Aufstieg keine Sekunde bereut, auch wenn mir am nächsten Tag noch der Hintern gebrannt hat. 🙂 Die Aussicht ist einfach nur der Hammer und das Panorama ganz gewaltig, vor allem wenn man das Glück hat einen größtenteils klaren Tag zu haben. Mit geübten Augen sieht man dann bis zum Cape Point hinab.

Tafelberg Wanderung
Mutige können ganz besonders dramatische Schnappschüsse schießen lassen!

Sobald man dann erschöpft aber ob der vielen Eindrücke glücklich auf der Aussichtsplattform des Tafelbergs angekommen ist, hat man noch genug Zeit, um hier die verschiedenen Look Outs zu besuchen und die Aussicht zu genießen, bevor es mit der Seilbahn wieder hinunter geht.

Das unglaubliche Panorama, die vielen Eindrücke und das Gefühl meinem Körper etwas Gutes getan zu haben, waren ein perfekter Abschluss meines Kapstadt Aufenthalts und ich kann dir diese Art des Tafelberg –Besuchs nur weiter empfehlen! Ein gewisser Grad an Fitness und festes Schuhwerk sind allerdings Voraussetzung, sonst kann das Ganze schnell in eine ziemliche Schinderei ausarten, denn die zu überwindenden Höhenmeter und das teils raue Gelände sollte man keinesfalls unterschätzen.

10 Highlights die du in Kapstadt keinesfalls verpassen solltest kannst du auch in diesem Artikel nachlesen.

Südafrika Highlight #3: The Elephant Sanctuary, Plettenberg Bay: auf Tuchfühlung mit Dickhäutern

Du bist ein Tierfreund und interessierst dich ganz besonders für die sensiblen, grauen Dickhäuter? Dann sollte ein Besuch im Elephant Sanctuary, The Crags bei Plettenberg Bay ganz oben auf deiner Liste stehen. Ich persönlich fand Elefanten immer schon wahnsinnig faszinierende Tiere, besonders wegen ihrer Intelligenz und ihrem Sozialverhalten, aber ich hatte natürlich auch wahnsinnig Respekt vor Ihnen. Die Möglichkeit diese riesigen Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen und Aug in Aug mit ihnen zu stehen, wollte ich mir daher keinesfalls entgehen lassen.

Elephant Sanctuary Plettenberg Bay
Thandi, Jabu & Marula mit ihren Guides- das Training der Elefanten basiert auf Respekt und positiver Bestärkung

Wenn du vielleicht – so wie auch ich zu Beginn – zweifelst, ob das Elephant Sanctuary wirklich im Sinn der Tiere geführt wird , so kann ich dich beruhigen. Ja, es ist auch eine Tourismus Attraktion, aber sie dient einem guten Zweck und wird mit viel Einsatz und Idealismus geführt. Die Einnahmen diesen ausschließlich dem Wohle der Tiere und der Weiterführung des Projekts.

Elephant Sanctuary Plettenberg Bay
Beim Elephant Encounter kommst du den Dickhäutern ganz nah!

Die Tiere im Elephant Sanctuary sind ursprünglich wild, wurden aber nicht zum Zweck der „zur Schau Stellung“ eingefangen sondern das Zentrum kümmert sich ausschließlich um Tiere, die wegen Unfällen in der Wildnis nicht mehr überlebensfähig sind oder aber auch um Tiere, die in Nationalparks zu Problemelefanten deklariert worden waren, und zum Abschuss freigegeben wurden. Diese Tiere haben hier ein neues Zuhause gefunden und werden von bestens ausgebildeten Guides mit den Methoden der positiven Bestärkung trainiert und umfassend betreut.

Elephant Sanctuary Plettenberg Bay
Beim Füttern können wir sehen, wie geschickt Elefanten ihre Rüssel benutzen

Ihre Arbeit demonstrieren die Mitarbeiter interessierten Besuchern ihm Rahmen von “Elephant Encounters“, wo man dann auch selbst die Möglichkeit hat, auf Tuchfühlung mit den sensiblen Dickhäutern zu gehen. Kraulen, „Rüssel in Hand“ Spazierengehen und Füttern sind möglich. Gegen Aufpreis kann man sogar reiten, wobei ich pesönlich darauf verzichtet habe, denn die hautnahe Interaktion mit den grauen Riesen reichte mir völlig aus und hat mich schon sehr beeindruckt.

Elephant Sanctuary Plettenberg Bay
Der Spaziergang „Hand in Rüssel“ ist das Highlight der Führung!

Der ganze Spaß kostet übrigens rund 35 €, das ist für Südafrikanische Verhältnisse relativ teuer und ob es dir das wert ist, musst du am Ende selber entscheiden. Ich persönlich fand das Erlebnis jeden Cent wert, speziell auch, als ich mit eigenen Augen gesehen habe mit wie viel Einsatz, Respekt und Liebe die Guides dabei sind und wie toll sie mit den Tieren interagieren! Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich mich glücklich schätze diese Erfahrung gemacht zu haben und dieses einmalige Erlebnis mit Sicherheit nie vergessen werde!

Das Elephant Sanctuary betreibt übrigens noch zwei weitere Standorte in Hazyview und Hartebeestpoort, wo nach dem selben Prinzip mit den Tieren gearbeitet wird.

Südafrika Highlight #4: Weltberühmte Garden Route- Der Robberg Island Trail

Die Garden Route in Südafrika ist weltbekannt für ihre atemberaubenden Panoramen, das angenehme Klima und die Schönheit der Landschaft. Sie wird jedes Jahr von tausenden Touristen besucht und steht meist ganz oben auf der klassischen Südafrika „To-Do List“. Logisch also, dass auch wir im Rahmen unserer Marco Polo Reise ausreichend Zeit dafür eingeplant hatten. Die Garden Route bietet wirklich viele Highlights und es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, auf jedes von ihnen im Detail einzugehen, weshalb ich euch  mein ganz persönliches besonderes Highlight herausgesucht habe: Der Robberg Island Trail bei Plettenberg Bay!

DSC_2128
Wilde Brandung, raue Felsen und goldene Strände prägen die Robberg Nature Reserve

Dieses ganz besondere Naturjuwel liegt etwa 8 km südlich von Plettenberg Bay und bietet unberührte Natur, spektakuläre Ausblicke und menschenleere Bilderbuchstrände. Auf Grund der Brandung solltest du allerdings der Verlockung widerstehen und von Schwimmversuchen absehen, zumindest sofern dir dein Leben lieb ist.

Robberg Island
Menschenleere Bilderbuchstrände (im Bild unsere Gruppe)

Die Robberg Nature Reserve ist ein Paradies für Wanderer und bietet 3 verschiedene Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die längste führt einmal um die gesamte Halbinsel entlang und dauert etwa 4 Stunden. Leider konnten wir auf Grund der extremen Gezeiten nicht die komplette Tour machen und mussten auf die mittlere Strecke ausweichen, da ein Teil des Trails unter Wasser stand und eine Umrundung zu gefährlich gewesen wäre. Der Weg führt nämlich meist über Stock und Stein und direkt an den Klippen entlang und ist nicht oder nur unzureichend gesichert. Dass die Felsen auf Grund der extremen Brandung nass und glitschig waren, brauche ich an dieser Stelle nicht extra zu erwähnen, oder? Zustände übrigens, die jedem europäischen Sicherheitsbeauftragten die Schweißperlen der Angst auf die Stirn treiben würden.

Robberg Island
An weiten Strecken geht es direkt an der Klippe entlang

Und der Trail ist anstrengend und sollte nicht unterschätzt werden. Er führt anfangs steil auf teils unbefestigten Wegen bergauf und schlängelt sich hoch auf den Klippen über dem Meer. Da wir vorzeitig abbrechen mussten, kann ich nicht genau sagen, wie sich der weitere Verlauf des Rundweges präsentiert, sicher scheint aber, dass der Weg nicht unbedingt einfacher wird, da Familien mit Kindern und älteren Personen von einer Begehung abgeraten wird. Die Abkürzung über die mittlere Route führt dann durch eine sandige Dünenlandschaft hinab zu einem wunderschönen Strand, wo man die Möglichkeit hat einen weiteren Aussichtspunkt zu erklimmen, bevor es wieder direkt an den Klippen über Stock und Stein zurück zum Ausgangspunkt geht.

Robberg Island
Ein Traumfrühlingstag auf der Halbinsel Robberg an der Garden-Route

Es gibt keine Toiletten, kein Wasser und keine Möglichkeit etwas zu essen zu kaufen. Große Teile der Strecke sind exponiert und die Sonneneinstrahlung ist unbarmherzig, weshalb der ambitionierte Wanderer gleich zu beginn darauf hingewiesen wird, nicht ohne gutes Schuhwerk, Hut, Sonnencreme, ausreichend Wasser, Snacks und einem Erste Hilfe Set loszuziehen. Auch von Wanderungen alleine wird abgeraten. Giftige Schlangen und Skorpione gibt es sowieso und eigentlich wird mit dem hübschen Schild am Eingang gleich alles versucht, um den von weit hergereisten Touristen den Ausflug NICHT schmackhaft zu machen…

Robberg Island
Warn- und Hinweisschilder zu Beginn des Trails

Unabhängig davon, gehört die Wanderung zu den schönsten die ich je gemacht habe und ich bin froh, dass wir uns von all den Warnschildern nicht beeindrucken lassen haben. Die Vegetation ist grün und saftig und bildet einen herrlichen Kontrast zu den goldenen Stränden und dem tiefblauen Wasser.

Robberg Island
Im Frühling wächst und gedeiht alles und es blüht

Im Frühling blüht es und von den Klippen kann man Seelöwen Kolonien und manchmal sogar Wale oder Delfine beobachten. Manchmal schwimmt auch ein Hai vorbei, um sich an diesem reich gedeckten Tisch zu bedienen. Worte können die Fülle an Eindrücken und beeindruckenden Panoramen gar nicht beschreiben und man muss dieses Naturparadies eigentlich mit eigenen Augen gesehen haben, um seine Faszination wirklich zu verstehen. 5 Sterne jedenfalls von mir für dieses wunderschöne Fleckchen Erde!

Mehr Infos zum Robberg Nature Reserve wie z.B. Anreise und Aktivitäten findest du übrigens hier.

Südafrika Highlight #5: Mit dem Fahrrad durch ein Township- bleibende Eindrücke in Soweto

Mit dem Fahrrad durch ein Township. Vielleicht geht es dir so wie mir zu Beginn und du fragst dich, wie man so etwas guten Gewissens machen kann, um es dann sogar als Highlight in einen Artikel zu integrieren. Immerhin bedeutet eine Township Tour am Ende nichts anderes, als das Eindringen in den Lebensraum und Alltag von fremden Personen zu forcieren. Wir fotografieren mit unseren teuren Kameras oder modischen Smartphones in ihre Häuser, Innenhöfe und Küchenfenser und schießen Selfies mit ihren Kindern, um sie dann in sozialen Netzwerken unter dem Motto „Jenseits von Afrika“ zu teilen und Likes zu kassieren.

DSC_0160

 

Aber kann man das Ganze nur so streng sehen oder lohnt sich ein etwas differenzierterer Blick auf den Boom der Township Tours?

Nun, auch ich war trotz aller Neugier skeptisch und hatte ein bisschen Angst, dass ich mich wie in einem Zoo fühlen würde und das Ganze wenig respektvoll ablaufen würde. Gott sei Dank aber lösten sich diese Zweifel im Verlauf der Tour größtenteils in Luft auf. Und natürlich liegt es auch an einem selbst wie man mit der Situation umgeht. Einer fremden Person einfach die Kamera ins Gesicht zu halten ist respektlos, man fragt bevor man Menschen oder auch ihr Eigentum fotografiert und akzeptiert gegebenenfalls auch ein Nein. Die Kinder kommen sowie so von selbst, um Aufmerksamkeit zu erhalten und die Kameras zu inspezieren, und werfen sich dann nur zu gern unaufgefordert in Posen.

Soweto
Super interessante Fahrradtour durch Soweto mit Lebo’s

Wir lernten auch, dass die Township Tours ein wichtiger Bestandteil der Kommune geworden waren und nicht nur Arbeitsplätze sichern sondern auch für regelmäßige Einnahmen sorgen. Und damit meine ich nicht nur die Kosten für die Tour selbst, sondern vorallem das Geld, dass im Zuge des Besuchs dort investiert wird, sei es im Souvenirshop, im Lebensmittelladen oder gar im ansässigen Backpackers.

Soweto
Im Township nur mit Guide oder ortskundiger Begleitung- alles andere kann böse ausgehen

Ja, Soweto bei Johannesburg ist mittlerweile so hip, dass man so gar eine Backpacker-Unterkunft vor den Toren des ehemals berücktigsten Slums buchen kann. Ausflüge alleine empfehlen sich – speziell bei Nacht – trotzdem gar nicht. Auch wenn die Hauptstraßen sicher scheinen und gewisse Ecken schon als die neuen Trendviertel von Johannesburg ausgelobt werden, ohne Guide landest du schneller als dir lieb ist an der falschen Ecke und hier kannst du richtig Probleme bekommen.

Soweto
Die Kinder lieben die Aufmerksamkeit, die sie von den Besuchern bekommen!

In der Obhut eines richtigen, lokalen Guides wirst du aber sehr viele positive Erfahrungen machen und einen unverfälschten Eindruck hinter die Kulisse bekommen. Du wirst trotz Armut ganz nette Menschen kennenlernen und einen Enblick in einen Lebensstill erhalten, der sehr viele Probleme mit denen wir uns in Europa beschäftigen relativiert. Was mich übrigens am meisten begeistert hat, waren die glücklichen Gesicher der Menschen, speziell der Kindern, und ihre ungezwungene Ausgelassenheit. Ein ganz wichtiges Learning für mich aus diesem Besuch war , dass wenig haben nicht automatisch bedeuten muss, dass man unglücklich oder bemitleidenswert ist. Wichtig ist, was man aus seinem Leben macht und welche Einstellung man dazu hat!

Soweto
Die Menschen sind glücklich, auch wenn sie nicht viel haben

Ich kann dir eine Township Tour, geführt von einem seriösen Anbieter, nur empfehlen, da es einerseits die Augen öffnet, wie es in Südafrika hinter dem kunterbunten, wahrgewordenen Tourismustraum aussieht und dir andererseits helfen wird , viele Dinge gelassener und entspannter zu sehen.

Mehr Info zu Lebo’s Township Touren per Fahrrad findest du übrigens hier.


Das waren nun meine 5 Top-Reisehighlights in Südafrika. Warst du schon einmal dort und hast noch einen Tipp für mich? Was darf ich mir beim nächsten Mal keinesfalls entgehen lassen?

Meine Südafrika Highlights. Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Südafrika!

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Um keine Infos zu verpassen, folge mir auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. Alternativ kannst du meinen Blog auch auf Bloglovin' oder via RSS Feed abonnieren!

Möchtest du meine Reiseberichte und Fototipps direkt in deine Mailbox erhalten? Melde dich jetzt für meinen kostenlosen Newsletter an. Zusätzlich erhältst du als Dankeschön für deine Anmeldung gratis Zugriff auf das E-Book "Günstig Reisen"!

Melde dich für meinen Newsletter an und erhalte 4-6 Mal pro Jahr eine Extraportion Reiselust, spannende Fototipps und exklusive Infos zu meinen Projekten direkt in deine Mailbox.


P.S. Kein Spam, nur viel Fernweh!



Autor

Hat 1 Jahr in Mexiko gelebt, ist solo durch Neuseeland & Australien gereist und war im Overlander im südlichen Afrika unterwegs. Lisa liebt Abenteuer- und Aktivreisen, spannende Herausforderungen und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Dafür schleppt sie auch gerne ihre gesamte Kameraausrüstung auf einen Berg.

7 Kommentare

  1. Hey Lisa,
    danke für deinen Artikelhinweis…er ist wirklich klasse!
    Meine Liste mit den „Things to do“ hat sich soeben noch mehr erweitert.
    Ich kann es kaum noch erwarten in knapp 2 Wochen selbst dort zu sein <3.
    Gab es denn auch etwas, dass du gar nicht gut fandest? Zu viele Touris? Zu hoch gelobt? Würde mich auch sehr über solche Tipps freuen, mit Dingen, die man sich sparen kann :-).

    Lg, Sandra

    • Hallo Sandra,
      ich wünsche dir ganz viel Spaß in Südafrika du wirst es lieben! Bezüglich Touristenfallen. Ich war ja mit einer geführten Reise unterwegs die ziemlich gut durchgeplant war, demnach muss ich eigentlich sagen, dass ich nichts erlebt habe was mich enttäuscht hat. Was ich z.B. nicht gemacht habe obwohl es bei Touristen sehr beliebt ist, ist das Shark Cage Diving, weil es für mich einfach ethisch nicht vertretbar war. Ich hatte da Bedenken wegem dem Anlocken der Tiere, daher war ich lieber Whale Watching!
      Liebe Grüße und ganz viel Spaß auf deiner Reise!
      Lisa

  2. Abenteuer-Reisen Antworten

    Gut Afrika steht jetzt auch auf unserere Liste. Gerade die Tierwelt Afrikas interessiert uns sehr. Mal sehen wann die Reise dorthin für uns beginnt.
    Auf jeden Fall haben wir jetzt schon ein paar Ideen, dank deinem Artikel.
    Vielen Dank, weiter so!
    Alles liebe
    Helena & Tobias von
    http://www.AroundWorld.de

  3. Lisa Antworten

    Hallo Helena & Tobias,

    danke für das Lob! Afrika lohnt sich auf jeden Fall und gerade die Tierwelt ist wirklich faszinierend! Die Safari war eines der schönsten Erlebnisse auf meinen bisherigen Reisen und hat mich total infiziert. Deshalb geht es dieses Jahr auch gleich weiter nach Namibia und Botswana 🙂
    Liebe Grüße
    Lisa

  4. Pingback: 5 Gründe für eine Namibia Reise ‹ Imprintmytravel

  5. Den Krüger-Nationalpark würde ich auch wirklich gerne mal sehen – liegt aber wohl noch etwas in der Ferne. Weiß auch noch nicht genau obs wirklich Südafrika, wird oder doch der Kongo. Wobei es da ja momentan eher schwierig ist hinzureisen. Uns wurde sogar schon mal ne Reise da hin gecancelt :/

    Vor 13 Jahren war ich zwei mal in Afrika unterwegs – damals leider noch zu jung um wirklich fotografieren zu können. War die spannendste Reise, die ich je gemacht habe. Erst waren wir in Tansania im Ngorongoro-Krater (wärmstens zu empfehlen!) und danach in der Serengeti bzw. der Masai-Mara.

    Einzig ein Nashorn haben wir nicht sehen können, sonst jedes größere Tier 🙂

    • Der Krüger-Park ist wirklich super, wobei ich rein von den Tieren her die Safaris in Namibia und Botswana noch spannender fand. Kongo dürfte im Moment ziemlich schwierig sein und ich stelle mir es auch landschaftlich etwas anders vor, eher Regenwald als Savanne denke ich.

      Tansania steht bei mir noch ganz oben auf der Bucket-Liste, die Serengeti muss ein Traum für Fotografen seiN!

      Liebe Grüße
      Lisa
      P.S. für Nashörner empfehle ich in Südafrika den Hluhluwe-Nationalpark, dort hat man fast eine Garantie auf Sichtungen!

Schreibe ein Kommentar